FC Aarau
Drei Tore innert sieben Minuten reichen nicht: Aarau muss sich gegen Lausanne-Ouchy mit einem Unentschieden begnügen

Der FC Aarau muss sich nach einer verrückten Partie gegen Stade Lausanne-Ouchy mit einem 3:3-Remis abfinden. Die Aarauer drehen dabei einen 0:2-Rückstand, geben aber in der Nachspielzeit den Sieg doch noch aus den Händen.

Sebastian Wendel
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Raoul Giger ärgert sich nach der Partie.
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Bitterer Moment in der Nachspielzeit: Der FC Aarau muss per Penalty den Ausgleich hinnehmen.
Verrückte Szenen im Brügglifeld: Der FC Aarau trifft dreimal innert sieben Minuten.
Liridon Balaj und Donat Rrudhnani jubeln über den dritten FCA-Treffer.
Binjamin Hasani freut sich über seinen ersten Treffer im FCA-Dress.
Olivier Jäckle freut sich mit Hasani über den Treffer des Youngsters.
Erster Treffer in einer jungen Profikarriere: Hasani verbucht im dritten Einsatz sein erstes Tor.
Nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer: Dem 17-jährigen Binjamin Hasani gelingt das Tor zum Ausgleich.
Mats Hammerich freut sich über sein Torerfolg.
In der 67. Minute gelingt dem FC Aarau endlich der Anschlusstreffer.
Lausanne-Ouchy macht dem FC Aarau zu Beginn der zweiten Halbzeit das Leben schwer.
Noah Luescher-Boakye kommt zu seinem zweiten Einsatz für den FCA in dieser Saison.
Marco Aratore im Zweikampf mit Ex-Aarauer Michael Perrier.
Dem FCA will zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht viel gelingen.
Kein Durchkommen für Kevin Spadanuda.
Ab der 46. Minute rennt der FCA einem 0:2-Rückstand hinterher.
Lausanne-Ouchy verdient zur Pause verdient mit 1:0.
Den Aarauern will in den ersten 45 Minuten keinen Treffer gelingen.
Die Gäste fordern den FC Aarau immer wieder mit gefährlichen Kontern.
Nach 30 Minuten trifft Gazzetta freistehend zur Gästeführung.
Der FC Aarau kann sich im Verlauf der ersten Halbzeit kaum zwingende Chancen erarbeiten.
Der FC Aarau und Stade Lausanne-Ouchy liefern sich eine ausgeglichene Startphase.
Wie bereits gegen Chiasso spielt Captain Elsad Zverotic als Linker Aussenverteidiger.

Raoul Giger ärgert sich nach der Partie.

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Rekordmeister GC, Winterthur, Xamax, Thun – klingende Namen tummeln sich in dieser Saison in der Challenge League und man müsste meinen, eine dieser Mannschaften wäre bis dato der härteste Gegner des FC Aarau gewesen. Bis am 11. Dezember Stade Lausanne-Ouchy ins Brügglifeld reist und uns eines besseren belehrt.

Lausanne-Ouchy erweist sich als Aaraus härtester Gegner in der bisherigen Saison.

Lausanne-Ouchy erweist sich als Aaraus härtester Gegner in der bisherigen Saison.

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Trotzdem: Nach dem Schlusspfiff gehen die Aarauer mit enttäuschten Gesichtern in die Kabine. Verständlich nach diesem Spielverlauf.

Lausanne-Ouchy lässt kaum Chancen zu

Der Reihe nach: 65 Minuten lang verblüffen die Gäste mit Fussball aus dem Lehrbuch. In der Vorwärtsbewegung sauber und zielstrebig, ohne Ball perfekt eingestellt auf die Spielanlage des FC Aarau, die diesem in den ersten zwölf Saisonspielen von der Ligakonkurrenz den Status eines Aufstiegsfavoriten eingebracht hat. Doch Ouchy lässt in den ersten zwei Dritteln der Partie nur eine Aarauer Torchance zu, ein Zufallsprodukt nach einem Corner.

Lausanne-Ouchy zeigt 65. Minuten lang ein fast perfektes Spiel.

Lausanne-Ouchy zeigt 65. Minuten lang ein fast perfektes Spiel.

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In die andere Richtung stellen die Romands den Gegner mit klugen Steilpässen vor Probleme, das 1:0 durch Gazzetta in der 33. Minute nach einem der vielen hübsch vorgetragenen Angriffe ist die logische Folge.

Und als 16 Sekunden nach der Pause der überragende Lahiouel nach einem Fauxpas des jungen FCA-Innenverteidigers Binjamin Hasani auf 2:0 erhöht, scheint es für das Heimteam nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Ouchy in der Folge zwei Topchancen auf das 3:0 vergibt. Aarau versucht zwar leidenschaftlich, ins Spiel zu finden – vergeblich.

Spadanuda bringt den nötigen Schwung

Dann bringt Trainer Stephan Keller in der 62. Minute Kevin Spadanuda für den glücklosen Stojilkovic. Ohne Stossstürmer ein 0:2 aufholen? Die auf den ersten Blick verrückte Idee entpuppt sich als genialer und entscheidender Schachzug.

Spadanuda, ein Kraftpaket, bringt mit seinen Wühlerqualitäten den lange vermissten Schwung und ins Offensivspiel – grosses Kino, wie er in der 67. Minute dem mitgelaufenen Hammerich das 1:2 auflegt.

Challenge League: FC Aarau - FC Stade Lausnanne-Ouchy (11.12)

Challenge League: FC Aarau - FC Stade Lausnanne-Ouchy (11.12)

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Dieses Tor ist viel mehr als eine kleine Änderung auf der Resultattafel. Plötzlich ist die Souveränität der Gäste wie weggeblasen, plötzlich ist Aarau wach. Nur vier Minuten später kommt an der Strafraumgrenze Hasani an den Ball, verschafft sich freie Schussbahn und trifft zum 2:2. Ausgerechnet Hasani, der mit dem Ausgleichstreffer nicht nur seiner Mannschaft hilft, sondern auch seinen Fehler vor dem 0:2 ausbügelt.

Der 17-jährige Binjamin Hasani verbucht seinen ersten Treffer im FCA-Dress.

Der 17-jährige Binjamin Hasani verbucht seinen ersten Treffer im FCA-Dress.

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Aarau nun im Rausch. Die Angriffe, über eine Stunde lang zahm wie ein Stubenkätzchen, überrollen nun den Gegner, der wehrlos zuschauen muss.

Und dann folgt die 74. Minute, in der Aarau den Zauberstab auspackt. Jäckle in die Gasse zu Spadanuda, der leitet weiter zu Rrudhani, dieser wiederum umkurvt einen Gegenspieler und passt uneigennützig zu Balaj, der den Ball zum 3:2 über die Linie drückt.

Aus 0:2 wird 3:2 – innert sieben Minuten. Was passiert noch in diesem verrückten Match?

Antwort: Ouchy, schwer getroffen, steht wieder auf. Bereits in der 89. Minute fällt das vermeintliche 3:3, doch Schiedsrichter Cibelli entscheidet zurecht auf Abseits. Vier Minuten später jedoch hat Cibelli keine andere Wahl, als nach einem dämlichen Handspiel von FCA-Captain Zverotic auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Lahiouel tritt an, 3:3.

Lausanne-Ouchy sichert sich in der Nachspielzeit per Penalty einen Punkt.

Lausanne-Ouchy sichert sich in der Nachspielzeit per Penalty einen Punkt.

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Ein spektakuläres und gemessen an den Spielverhältnissen gerechtes Schlussverdikt. Das werden mit etwas Abstand auch die Aarauer einsehen.

Das Telegramm

FC Aarau - FC Stade Lausanne Ouchy 3:3 (0:1)

Brügglifeld. - 50 Zuschauer. - SR: Cibelli. - Tore: 33. Gazzetta 0:1. 46. Lahiouel 0:2. 67. Hammerich (Spadanuda) 1:2. 71. Hasani (Zverotic) 2:2. 74. Balaj (Rrudhani) 3:2. 94. Lahiouel (Handspenalty) 3:3.

Aarau: Enzler; Giger, Hasani, Bergsma, Zverotic; Jäckle; Balaj (85. Caserta), Misic (51. Aratore), Hammerich, Rrudhani (85. Lüscher-Boakye); Stojilkovic (62. Spadanuda).

Ouchy: Da Silva; Efendic (78. Efendic), Albizua (71. Tavares), Routis, Perrier; Abdullah (69. Hajrulahu); Bamba, Gazzetta; Qarri (78. Ramovic), Lahiouel, Ndongo (78. Amdouni).

Bemerkungen: Aarau ohne Gashi, Schindelholz (beide krank), Hajdari, Peralta, Qollaku, Thaler, Thiesson, Verboom (alle verletzt), Lujic und von Arx (beide nicht im Aufgebot). Ouchy ohne Dalvand, Laugeois (beide verletzt), Barroca, Harambasic, Mbombo und Mutombo (alle nicht im Aufgebot). - Verwarnungen: 10. Efendic, 14. Routis (beide Foulspiel), 52. Stojilkovic (Reklamieren), 76. Ndongo (Foulspiel), 91. Enzler (Unsportlichkeit), 93. Zverotic (Handspiel), 94. Giger, 95. Perrier (beide Foulspiel).

Das sind die Noten zur Partie:

Simon Enzler: Note 5 Er sorgt mit starken Reflexen dafür, dass der FC Aarau im Spiel bleibt. Bei den Gegentoren ohne Chance.
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Raoul Giger: Note 4 Ein krasser Fehler trübt seine ansprechende Leistung. Ist nach der vierten Gelben Karte für ein Spiel gesperrt.
Erster Treffer in einer jungen Profikarriere: Hasani verbucht im dritten Einsatz sein erstes Tor.
Léon Bergsma: Note 5 Der Abwehrchef zeigt erneut eine souveräne Leistung.
Elsad Zverotic: Note 3 Beim ersten Gegentreffer macht er keine gute Figur. Verschuldet den Penalty, der in der Nachspielzeit zum 3:3 führt.
Liridon Balaj: Note 4,5 Er ist bemüht, gibt nie auf und wird mit dem Treffer zum 3:2 belohnt.
Oliver Jäckle: Note 4,5 Er wird von Gegenspieler Bamba dauernd unter Druck gesetzt, kann sich im Lauf des Spiels aber immer mehr entfalten.
Mats Hammerich: Note 5 Erzielt das 1:2 und damit seinen zweiten Saisontreffer. Seine Formkurve zeigt deutlich nach oben.
Donat Rrudhani: Note 4 Zu fragil in den Zweikämpfen. Bereitet das 3:2 vor.
Petar Misic: Note 3 Der Kroate bleibt blass, hat keine nennenswerte Szene und wird zu Beginn der zweiten Halbzeit zurecht ausgewechselt.
Filip Stojilkovic: Note 3,5 Vergibt eine gute Möglichkeit, kommt aber nicht richtig auf Touren.
Marco Aratore: Note 3 Er kommt in der 51. Minute für Misic, aber das Spiel läuft an ihm vorbei.
Kevin Spadanuda: Note 5 Er kommt in der 62. Minute für Stojilkovic, bereitet das Tor zum 1:2 vor und ist auch am Tor zum 3:2 beteiligt.
Noah Lüscher-Boakye: Keine Note Er kommt in der 85. Minute für Rrudhani. Keine Note.
Flavio Caserta: Keine Note Er kommt in der 85. Minute für Balaj. Keine Note.

Simon Enzler: Note 5 Er sorgt mit starken Reflexen dafür, dass der FC Aarau im Spiel bleibt. Bei den Gegentoren ohne Chance.

Sarah Rölli

Das sind die Stimmen zur Partie:

Spiel verpasst? Lesen Sie hier den Verlauf der Partie im Ticker nach:

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