Curling

Duell der Weltmeister: Am Baden Masters holt sich Schweden den optimalen Start in die Olympiasaison

Am Baden Masters kämpften hochkarätige Teams um den ersten Saisonsieg. Im Final konnten sich die Schweden um Skip Niklas Edin gegen Norwegen durchsetzen. Auch die Aargauer wussten zu überzeugen.

Bereits zum 17. Mal fand in der Curlinghalle Baregg in Dättwil das Baden Masters statt. Und auch in diesem Jahr wurde den Zuschauern Weltklasse-Curling geboten. Im Final standen sich mit den Skips Niklas Edin (32, SWE) und Thomas Ulsrud (45, NOR) zwei Weltmeister gegenüber. Stolze 26 WM- und EM-Medaillen haben die beiden zusammen gewonnen.
Gestern sicherten sich die Schweden mit 5:4 den Sieg und starteten damit optimal in die Olympiasaison. «Wir hatten zu Beginn des Turniers etwas Mühe und viele Breaks kassiert. Ab der K.-o.-Runde konnten wir uns aber steigern und haben den Sieg verdient», sagte ein zufriedener Niklas Edin.

Zum zwölften Mal in Serie nahm der Schwede bereits am Baden Masters teil – und gewann es zum zweiten Mal. Überhaupt komme er immer gerne nach Dättwil. «Die Anreise ist nicht allzu lang und wir haben die Gewissheit, dass das Eis gut ist», so Edin. Ähnlich sieht es sein Konkurrent Thomas Ulsrud: «Die Bedingungen hier sind stets sehr gut. Zudem sind jeweils die besten Teams Europas dabei – ein guter Gradmesser zum Saisonauftakt.»

Auch OK-Präsident Stefan Nievergelt zeigte sich zufrieden mit dem Turnierverlauf: «Im Final haben wir ein hohes Niveau gesehen. Aber auch die Schweizer haben überzeugt. Zudem hatten wir in diesem Jahr perfektes Curlingwetter.» Aufgrund des nasskalten Wetters strömten die Zuschauer in Scharen nach Dättwil. Das Restaurant der Curlinghalle bietet rund 120 Zuschauern Platz. Freitag und Samstag seien diese bis auf den letzten besetzt gewesen.

Überzeugende Aargauer

Für Stimmung gesorgt hat vor allem das Team Bern Zähringer mit den beiden Lokalmatadoren Romano Meier und Marcel Käufeler. Die jungen Schweizer starteten mit einem Paukenschlag ins Turnier, als sie die Equipe von Niklas Edin bezwangen. Dieser Sieg gab ihnen viel Schwung, in der Folge gewannen sie drei der vier Partien der Gruppenphase und schafften damit den Viertelfinal-Einzug.

In diesem forderten sie Thomas Ulsrud und seinen Kollegen alles ab – zogen am Ende aber mit 5:6 den Kürzeren. Die Partie haben die talentierten «Berner» zwar verloren, dafür aber viele Sympathien gewonnen. «Man muss diesem Team noch ein, zwei Jahre Zeit geben, um Erfahrungen zu sammeln. Aber ich denke, in Zukunft werden sie nur schwer zu schlagen sein», zollte ihnen auch ihr Bezwinger Ulsrud seinen Respekt.

Da auch die Olympiateilnehmer Genf um Skip Peter De Cruz sowie die Dübendorfer mit Skip Felix Attinger in in den samstäglichen Viertelfinals scheiterten, war am Finaltag mit dem Team Adelboden um Skip Marc Pfister nur noch ein Schweizer Quartett vertreten. Sie konnten jedoch dem Team Edin nicht Paroli bieten und unterlagen klar mit 1:8.

Erfolg trotz einigen Absagen

Trotz dem Weltmeister-Duell im Final konnten die Organisatoren heuer nicht dieselbe Breite an Topteams verpflichten wie in den vergangenen Jahren. Aus Asien war gar kein Team dabei, ebenso fehlten die Schotten und Kanadier. Das hat einfache Gründe, wie OK-Präsi Nievergelt erzählt: «In Kanada findet nächste Woche ein grosses Turnier statt. Die anderen Teams sind bereits dort und bereiten sich vor.» Doch auch ohne diese ist der Event einmal mehr gelungen, wie es auch Niklas Edin sieht und sagt: «Ich freue mich bereits aufs nächste Jahr.»

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