Handball NLA

Ein «komisches Spiel»: Der HSC Suhr Aarau verliert gegen Wacker Thun mit 20:28

Handball, NLA: Timothy Reichmuth, HSC Suhr Aarau

Handball, NLA: Timothy Reichmuth, HSC Suhr Aarau

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben ihr Auswärtsspiel bei Wacker Thun mit 20:28 verloren. Bereits zur Pause lag das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann dabei mit 10:14 zurück.

Die Lachenhalle Thun ist bekannt für einzigartige Handballfeste. Am vergangenen Sonntag erlebte die Wackerfamilie ein solches im Gruppenspiel des EHF-Cups gegen die favorisierten Spanier aus Granollers. Der 26:23-Heimsieg, in dieser Art und Weise nur im Berner Oberland möglich.

Beim blossen betrachten des deutlichen 28:20 über den HSC Suhr Aarau könnte man entsprechend von einer ähnlich ausgelassenen Stimmung ausgehen, was aber an diesem Abend leider mit Nichten der Fall war. Von einem «komischen Spiel» sprachen beide Trainer nach dem Spiel im Hallenfoyer und Misha Kaufmann musste bei zwölf Zeitstrafen gar sarkastisch eingestehen, dass er wohl im Hinblick auf die Partie «mehr Unterzahlsituationen hätte trainieren lassen müssen.»

Ein berechtigter Wink an das Schiedsrichtergespann, das an diesem Abend seinen Teil zum Verlauf des «komischen Spiels» beitrug. Die Teams, sie bekundeten sichtliche Mühen mit der Linie der Unparteiischen und liessen sich entsprechend davon anstecken. Zerfahren, fehlerhaft, verhalten und zeitweise auch uninspiriert präsentierten sich die beiden Traditionsvereine. Ungewohnt für die beiden Teams, die ihren Handball ansonsten zelebrieren, taktisch glänzen und sich einen harten aber nie unfairen Schlagabtausch liefern.

Gut ersichtliche Unterschiede

Was die beiden Teams unterscheidet war dabei von der Gegentribüne aus gut ersichtlich. Während sich die Bank des Heimteams bis auf den letzten Platz besetzt präsentierte, war jene des HSC Suhr Aarau aufgrund von Verletzungen und Abwesenheiten von Nachwuchsspielern, die bei den Partnervereinen engagiert waren, leider halbleer. Die Kaderbreite ermöglichte es dem Heimteam entsprechend trotz hoher Belastung der letzten Wochen, ihr gefürchtetes Tempospiel aufzuziehen. Nach je drei erfolgreich abgeschlossenen, geduldig vorgetragenen Positionsangriffen war es genau jener Speed, den Wacker Thun dank einfachen Toren der zweiten Welle auf 7:3 davonziehen liess.

Die Highlights zur Partie Wacker Thun - HSC Suhr Aarau

Nach erstem, frühem HSC-Timeout pendelte sich deren Rückstand bei fünf Toren ein. Zur Halbzeit waren es dann deren vier (10:14). Viele der geduldig und mit hohem Aufwand generierten Chancen hätten dabei einen Torerfolg verdient gehabt. Aufgrund der Grösse und Präsenz der gegnerischen Abwehr verfehlten sie aber gar mehrmals das Tor – zu genau wollten es die Mannen in schwarz an diesem Abend machen.

Mit neuen Erfahrungen in die nächste Runde

Nationaltorhüter Marc Winkler feierte entsprechend erst in der 24. Spielminute seine erste, offensichtliche Parade, vermochte sich aber zu Beginn des zweiten Durchgangs dann umso mehr auszuzeichnen. Ganze neun Minuten blieb das junge, dezimierte HSC-Team da ohne Torerfolg.  Und Marc Winkler konnte, ebenso wie weitere, in den letzten Wochen stark belastete Stammspieler der Grünen, wenig später seinen Arbeitstag frühzeitig beenden.

Unfreiwillig zum Zusehen verdammt war dann ab der 49. Spielminute auch Martin Slaninka, der seine dritte Zeitstrafe in einer Phase kassierte, in der das Spiel beim Stand von 23:16 bereits gelaufen war. Die einzige Konstante an diesem Abend blieb, dass es bis zuletzt das erwähnt «komische Spiel» blieb, das letztlich mit einer 20:28-Niederlage aus Sicht des HSC Suhr Aarau endete.

Mit den wertvollen Erfahrungen eines etwas anderen Handballfests im Gepäck kehrt der Finalrunden-Sechste am Mittwoch, 07. März 2018 nun in die heimische Schachenhalle zurück und empfängt dann den amtierenden Cupsieger Pfadi Winterthur ab 20.00 Uhr.

 Sehen Sie hier das Spiel noch einmal im Livestream:

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