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Ein spannendes Rennen zum Abschied des Ostermontagrennen

Das vermutlich letzte Podest in Schwarzhäusern: Sieger Fabian Lienhard (M.), der zweitplatzierte Jan-Andre Freuler (l.) und als Dritter Lukas Flückiger.

Das vermutlich letzte Podest in Schwarzhäusern: Sieger Fabian Lienhard (M.), der zweitplatzierte Jan-Andre Freuler (l.) und als Dritter Lukas Flückiger.

Fabian Lienhard vom Nordwestschweizer Team EKZ gewinnt das 40. und vielleicht letzte Radrennen in Schwarzhäusern. Derweil zeigt sich das Organisationskomitee bereit, sein Wissen weiterzugeben, wenn jemand des Rennen wieterführen will.

Das vermutlich letzte Ostermontagrennen in Schwarzhäusern war so spannend wie selten eines der 39 zuvor. In der 40. Auflage konnten sich zunächst Lukas Flückiger (BMC), Fabian Lienhard (EKZ) und Olivier Beer (Mendrisio) etwas absetzen, aber die Dreiergruppe wurde bald wieder eingeholt. Zehn Runden vor Schluss machte sich eine Fünfergruppe mit Ueli Rhyner und Jan-Andre Freuler (beide Hörmann), Nico Brüngger und Lukas Müller (beide EKZ) sowie Marcel Huber (Vigorelli) auf und davon.

Dahinter blieb Flückiger sehr aktiv: «Ich musste im Feld immer wieder selber fürs Tempo sorgen, weil zwei favorisierte Teams vorne gut vertreten waren», erklärte der Schweizer Meister im Quer die schwierige Ausgangslage, «als Einzelfahrer hat man da eigentlich fast keine Chance.»

Sprint für Lienhard

Doch dann wendete sich das Blatt: 27 Sekunden betrug der Vorsprung sechs Runden vor Schluss, dann schmolz dieser auf 23, 18 und 14 Sekunden, bis die Spitzengruppe drei Runden vor Schluss von einem Teil des Feldes, das wegen des hohen Tempos total explodiert war, wieder eingeholt wurde. Die Karten wurden neu verteilt.

«Wir hatten vor dem Rennen abgemacht, dass mich mein Team unterstützen wird, falls es zu einem Sprint kommt», erklärte Sieger Fabian Lienhard im Ziel die erfolgreiche EKZ-Taktik. «Meine Kollegen haben in der letzten Runde das Tempo hoch gehalten und geschaut, dass keiner mehr angreifen konnte. Ich bin als erster auf die Zielgerade eingebogen und konnte den Spurt durchziehen, obwohl ich spürte, dass ich einen Krampf bekommen werde.»

Doch auch der Leimiswiler Lukas Flückiger war zufrieden. «Als Quer- und Mountainbike-Fahrer habe ich eigentlich in einem Sprint keine Chance. Deshalb freue ich mich sehr über den dritten Rang.»

Vielleicht doch noch ein 41. Rennen?

Totgesagte leben länger – sagt man zumindest. Ob die 40. tatsächlich die allerletzte Austragung des Rundrennens war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. «Das Organisationskomitee tritt definitiv zurück, aber wir sind gerne bereit, unser Wissen zur Verfügung zu stellen, wenn jemand unser Rennen weiterführen möchte», sagte OK-Präsident Peter Burkhard-Wynne bei der Siegerehrung. Es klang ein wenig wie ein Hilferuf. «Auch wenn sich einer oder mehrere Radsportvereine aus der Region zusammen entscheiden könnten, das Rennen weiterzuführen, würden wir das unterstützen.»

Schade um den tollen Anlass wäre das Ende der Veranstaltung auf jeden Fall. Vielleicht helfen in einer solchen Situation die Worte des Lokalmatadors: «Für mich war es immer sehr schön, am Ostermontag ein Rennen fast vor der Haustür zu haben», sagte Lukas Flückiger, «es wäre wirklich sehr schade, wenn es das Rundrennen in Schwarzhäusern nicht mehr geben würde.»

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