Roland Brack

Erfolgreicher Onlineshop: Die Challenge League trägt den Namen eines Aargauers

Roland Brack ist leidenschaftlicher Fan der Schweizer Nationalmannschaft.ZVG

Roland Brack ist leidenschaftlicher Fan der Schweizer Nationalmannschaft.ZVG

Mit über 400 Angestellten und einem Jahresumsatz von gut 400 Millionen Franken hat der 41-jährige Roland Brack mit Brack Electronics AG sein eigenes Imperium aufgebaut.

Kennen Sie Roland Brack? Nein? Sollten Sie aber: Brack ist in aller Munde. Der gebürtige Aargauer ist Gründer jenes führenden Schweizer Onlineshops, der seit dieser Saison als Titelsponsor der Challenge League in Erscheinung tritt. «Stimmt nicht ganz», sagt Brack lächelnd. «Die Liga heisst Brack.ch Challenge League.» Das Unternehmen Brack Electronics AG unterstützt seit dieser Saison also die zweithöchste Spielklasse.

Der Hintergrund des Werbefeldzugs auf nationaler Ebene liegt auf der Hand: Mit dem Sponsoring im Bereich Fussball will man die Bekanntheit des Onlineshops steigern. «Fussball liegt voll im Trend», sagt Brack. «Mehr noch. Die Popularität dieser Sportart steigt und steigt. Männer und Frauen, junge und alte Menschen sind begeistert. Ich verbinde Fussball mit Leidenschaft, Emotionen und Werten wie Teamgeist. Das sind gute Gründe, warum meine Firma die Challenge League unterstützt.»

Mässiger Fussballer

Brack selbst war nur ein mässiger Fussballer. In der Rolle des Zuschauers fühlt er sich nach eigener Aussage bedeutend wohler als in der Rolle des Spielers. «Ich bin ein grosser Fan der Schweizer Nationalmannschaft», hält der 41-Jährige fest.

So schaute er sich zuletzt die Länderspiele der Schweiz gegen Brasilien (1:0) und gegen Island (4:4) an. «Brasilien ist ein gutes Stichwort», sagt Brack. «Ich werde im nächsten Sommer die Weltmeisterschaft besuchen. Momentan bin ich auf der Suche nach Tickets und hoffe natürlich, dass ich das eine oder andere Spiel der Schweiz miterleben darf.»

Firmengründung mit 22 Jahren

Zurück zum Ernst des Lebens. Brack gründete seine Firma im zarten Alter von 22 Jahren während des Studiums und betrieb diese in den Anfängen im Einmannbetrieb. 20 Jahre später beschäftigt der Elektroingenieur am Hauptsitz in Mägenwil und im Logistik-Center in Willisau 400 Angestellte.

Das Unternehmen hat sich rasant entwickelt und liefert über 50000 Produkte von mehr als 900 Herstellern direkt ab Lager. Der Umsatz 2012 betrug 390 Millionen Franken. Brack schmunzelt und sagt: «Schön und gut. Die Zahlen für 2012 sind aber Vergangenheit.

Was mich mehr interessiert, ist der Umsatz für 2013. In diesem Jahr erwarte ich an die 450 Millionen Franken.» Brack ist Pionier, Händler und Unternehmer zugleich. Als Geschäftsmann hat er seinen Weg längst gemacht. Ans Aufhören oder gar den Verkauf seiner Firma denkt er trotzdem nicht. «Ich bleibe weiterhin am Ball und gebe Vollgas», hält er fest. «Schliesslich geht es weiter, immer weiter.» Weiter, immer weiter geht es auch mit seiner Immobilienfirma, die er vor zehn Jahren gegründet hat und die er heute noch führt.

Passionierter Rallyefahrer

Obwohl Brack Tag für Tagauf Achse ist, kommt bei ihm das Privatleben nicht zu kurz. Brack ist ein Abenteurer – seine grosse Leidenschaft gehört dem Rallyesport. Vor kurzer Zeit war der zweifache Vater für 14 Tage in Tunesien und frönte seinem Hobby. Abschalten kann der Tausendsassa in seiner Ferienwohnung in Engelberg.

Aufgewachsen ist Brack in Bözen. Nach der Primar- und Bezirksschule machte er eine Lehre als Elektromechaniker. Danach absolvierte er das Studium zum Elektroingenieur und machte sich selbstständig. «Als ich meine Eltern über meine beruflichen Absichten informierte, waren sie gar nicht begeistert», blickt Brack zurück. «Sie waren der Meinung, dass ich eine seriöse Anstellung annehmen und Geld sparen soll. Später könne man dann immer noch schauen.»

Roland Brack liess sich nicht beirren, schaute weder nach links noch nach rechts und ging konsequent seinen Weg. Das Risiko hat sich ausgezahlt. Und wie.

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