Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten

Es fehlt der «Killer-Instinkt»: Laufenburg-Kaisten kontert dem Leader, zum Sieg reicht es nicht

Kaspar Bürge war der Zuspieler am Samstag. Letzte Saison spielte er noch beim ehemaligen Spitzenklub Lugano.

Kaspar Bürge war der Zuspieler am Samstag. Letzte Saison spielte er noch beim ehemaligen Spitzenklub Lugano.

Mit einer 1:3-Niederlage endete das Spiel gegen den VBC Uni Bern am Samstag. Die NLB-Volleyballer von Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten überzeugten in einigen Spielphasen, doch Lucian Jachowicz zeigt sich am Ende enttäuscht.

«Bern ist nicht so stark wie alle gedacht haben. Sie waren gestern locker schlagbar.» So lautet das Fazit von Spielertrainer Lucian Jachowicz. Bern, unangefochtener Leader aus der Westgruppe, startete nicht wie erwartet. Punkte sammelten sie nur über den ehemaligen Nationalspieler Christian Willi und Diagonal Jan Wenger. Über die Aussenpositionen gab es wenig Punkte. Der Block von Mathias Jost oder Kaspar Bürge, der am Samstag als Zuspieler fungierte, blockten ein ums andere Mal. Doch die Satz-Niederlage war nicht zu vermeiden (23:25). 

Die Startphase des zweiten Satzes war von Eigenfehler geprägt. Sowohl das Heimteam, als auch die Hauptstädter machten während den ersten zwölf Spielzügen kaum einen eigenen Punkt. Erst ein Block von Fabian Brander und Jörg Ebener, sowie einen Servicewinner von Valters Krams durchbrachen diesen Phase (7:6).

Laufenburg-Kaisten haderte zwischenzeitlich mit dem Schiedsrichter, der in heiklen Situation meist zu Ungunsten der Fricktaler entschied. So bildete sich ein drei-Punkte-Rückstand. Je ein Angriffspunkt von Captain Stjepan Grgic (12:15) und Krams (13:16) liess die Fricktaler dranbleiben, doch Uni Bern konnte in den wichtigen Situation den Punkt machen, woran die Fricktaler scheiterten. Satz zwei ging klar an Bern (16:25). 

Wende nach der Pause 

Uni Bern spielte bisher nicht, wie es die Tabelle vermuten liess. «Es ist einfach schade, dass nach so einem Spiel wie gestern alle zufrieden sind und sagen, wir hätten gut gekämpft», sagt Jachowicz. Und weiter: «Uns fehlt der ‹Killer-Instinkt›, der Gegner wollte uns den Sieg schenken und wir nehmen die Geschenke nicht an.»

Jachowicz deutet mit seiner Aussage auf den dritten und vierten Satz. Im dritten Durchgang schenkten die Hauptstädter den Fricktalern Punkte. Laufenburg-Kaisten führte zwischenzeitlich mit zwei Punkten, ihre Fehlerquote erhöhte sich aber wieder und Bern konnte sich die Führung schnappen. Punkte von Krams und Brander, sowie zwei Berner Fehler führten zum Satzball, den die Fricktaler durch einen diagonalen Angriff in die rechte Ecke von Ebner machten (25:23). 

Doch der kleine Hype aus dem vorherigen Durchgang konnte Laufenburg-Kaisten nicht mitnehmen. 4:9, dann 6:11 war der Rückstand kurz nach Beginn. Als es 8:13 stand, kam Krams an den Service - bei 15:13 gab das Heimteam das nächste Mal den Punkt ab. Was war passiert? Die Fricktaler machten kurze Zeit keine Fehler, Bern hingegen schon. Jost punktete im Angriff (11:13), Grgic griff frech eine zweiten Ball an (12:13), Krams machte einen Servicewinner (13:13), Grgic blockte - das Heimteam führte plötzlich mit zwei Punkten.

So gut diese Aufholjagd war, so schnell kamen die Eigenfehler wieder zurück. Was vor allem Jachowicz enttäuschte: «Bern hat einfache Aufschläge gemacht, wir kassieren Asse in der entscheidenden Phase. Sie schlagen den Satzball meterweit ins aus, wir nehmen ihn an. So kann man auf dem Niveau nicht gewinnen.» Knapp, aber mit 26:28 ging der vierte Satz an die favorisierende Mannschaft aus Bern. (mgt)    

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