Motorsport
Fabio Leimer ist endlich in Formel 1 gelandet

Die Schweiz hat nach Sébastien Buemi wieder einen Fahrer in der Formel 1. Der 26-jährige Rothrister Fabio Leimer wird vor dem GP von Kanada in Montreal offiziell als Manor-Marussia-Testfahrer vorgestellt.

Michael Wyss
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Seit gestern ist das Interesse an Fabio Leimer wieder grösser.

Seit gestern ist das Interesse an Fabio Leimer wieder grösser.

Michael Wyss

Gestern Mittwoch um kurz vor 16 Uhr Ortszeit ist Fabio Leimer in Montreal gelandet. In Kanada findet in dieser Woche das nächste Formel-1-Rennen statt und der Rothrister ist mit dabei. Nicht nur als Zuschauer, aber auch nicht als Stammfahrer. Immerhin ist der 26-Jährige endlich in einem Team in der Königsklasse untergekommen. Manor-Marussia hat gestern die Verpflichtung von Leimer als Ersatzpiloten bekannt gegeben.

Der GP2-Meister von 2013 soll mit dem Team zu einigen Rennen reisen und wird auch mehrmals im freien Training zu Einsätzen kommen. Fabio Leimer wird mit den Stammpiloten Roberto Merhi und Will Stevens eng zusammenarbeiten und versuchen, die Entwicklung des Autos voranzutreiben. Renneinsätze sind vorerst nicht geplant, aber sollte einer der beiden gesetzten Fahrer aus irgendeinem Grund ausfallen, könnte Leimer als Pilot Nummer 3 zum Handkuss kommen. «Das ist ein grosser Schritt für mich. Ich bin aufgeregt, diese Chance zu bekommen und ich möchte mich bei Manor-Marussia für deren Glauben in meine Fähigkeiten bedanken», sagte Fabio Leimer.

Bereits längere Zeit in Kontakt

Der Rothrister stand bereits vor der Saison mit Manor-Marussia in Kontakt, «doch dann wurde Roberto Merhi verpflichtet, der etwas für seinen Startplatz bezahlte.» So wusste der 26-Jährige lange nicht, ob er in diesem Jahr überhaupt in einem Rennauto wird Platz nehmen können, nachdem auch sein Engagement in der Langstrecken-WM nicht weitergeführt wurde.

Nun hat sich doch noch eine Tür geöffnet. John Booth, Teamchef bei Manor-Marussia, erklärte: «Wir hatten Fabio schon lange auf unserem Radar. Er hat diese Chance definitiv verdient.» Manor-Marussia fährt wie der Sauber-Rennstall mit Ferrari-Power. Nach der letzten Saison, noch unter dem Namen Marussia-Ferrari, konnte der Konkurs nur abgewendet werden, weil der später schwer verunfallte Jules Bianchi beim GP von Monaco zwei WM-Zähler gewann und so aus dem Formel-1-Topf eine zweistellige Millionensumme als Prämie herausgeschaut hatte.

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