Challenge League

FC Aarau kämpft um Goalie Nikolic – sein Verbleib hat höchste Priorität

Er war der grosse Rückhalt auf dem Weg in die Barrage: FC-Aarau-Goalie Djordje Nikolic.

Er war der grosse Rückhalt auf dem Weg in die Barrage: FC-Aarau-Goalie Djordje Nikolic.

Der FC Aarau will seinen Goalie unbedingt behalten. Djordje Nikolic hatte einen grossen Anteil daran, dass der FCA in die Barrage gekommen ist. Was passiert sonst im Kader?

Vor der Rückrunde lag Aarau acht Punkte hinter dem Barrage-Platz. Ein grosses Verdienst daran, dass sich der FCA am Ende für die Aufstiegsspiele gegen Xamax qualifizierte, hatte Djordje Nikolic. Der Goalie wurde in der Schlussphase zum grossen Rückhalt, ohne seine teilweise sensationellen Reflexe bei den Zittersiegen gegen Schaffhausen (2:1), Chiasso und Rapperswil-Jona (beide 1:0) und ohne seine Souveränität bei Flankenbällen hätte Aarau die Barrage wohl verpasst.

Kein Wunder, wollen Sportchef Sandro Burki und Trainer Patrick Rahmen den Serben unbedingt ein weiteres Jahr vom FC Basel ausleihen. Und die Chancen stehen gut, dass die Wunschlösung realisiert werden kann: Nikolic ist nicht abgeneigt, ein weiteres Jahr das FCA-Tor zu hüten. In Basel wird er in der kommenden Saison kaum an Jonas Omlin vorbeikommen und auch kein anderer Super-League-Klub hat dem 22-Jährigen bislang eine Stammplatz-Garantie in Aussicht gestellt. Die hätte Nikolic in Aarau. Kommt dazu, dass er sich im Brügglifeld sehr wohlfühlt.

Die Goaliefrage geniesst in der Kaderplanung absolute Priorität. Spätestens Anfang nächster Woche will der FCA wissen, ob er mit Nikolic planen kann oder nicht. Falls ja, würde Ersatzgoalie Steven Deana den Verein wohl verlassen. Der 29-Jährige will nicht ein weiteres Jahr auf der Ersatzbank sitzen, als Ersatzgoalie in der Challenge League ist Deana schlichtweg zu gut.

Wechsel und Vertragsverlängerungen

Wer übernimmt im Fall eines Nikolic-Verbleibs die Rolle des Stellvertreters? Gut möglich, dass die neue Nummer 2 aus den eigenen Reihen rekrutiert wird, sprich aus dem Nachwuchs: Zur Auswahl stehen Lars Hunn (zuletzt ausgeliehen an Rapperswil-Jona), Nicholas Ammeter (ausgeliehen an den FC Baden) und U18-Goalie Marvin Hübel. Alle drei gelten intern und beim Schweizerischen Fussballverband als grosse Talente.  

Neben jener auf der Goalie-Position müssen Burki und Rahmen vor dem Beginn der Vorbereitung (22. Juni) zudem folgende Fragen beantworten: Verpflichtet der FC Aarau einen Ersatz für den zu Servette abgewanderten Varol Tasar (13 Saisontore) oder kann der Abgang mit dem bestehenden Spielermaterial aufgefangen werden?

Letzteres würde dann eintreffen, wenn sich die Verantwortlichen Norman Peyretti, Petar Misic oder Neuzugang Kevin Spadanuda (von Baden) die Tasar-Rolle zutrauen. Von den Spielern mit auslaufenden Verträgen werden Gezim Pepsi und Martin Liechti wohl ein weiteres Jahr vom FC Basel ausgeliehen, und auch Stefan Maierhofer steht kurz vor der Vertragsverlängerung.

Gute Chancen auf einen Verbleib hat auch Damir Mehidic, während es bei Goran Karanovic und Linus Obexer eine Frage der Alternativen ist – sprich: Haben sie Angebote anderer Klubs? Neben den feststehenden Abgängen Frontino, Tasar und Bürgy wird auch Mickael Almeida den FCA verlassen. Bei den Spielern mit weiterlaufenden Verträgen sind Mats Hammerich (Ausleihe) und Patrick Rossini mögliche Wechselkandidaten.

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