Fussball
Frühlingsgefühle auf Zypern kosten den FC Aarau 36000 Franken

Der FC Aarau holt sich im Trainingslager auf Zypern den Feinschliff für die Rückrunde. Bei idealen Bedingungen wähnen sich die Spieler im Paradies. Der Ausflug nach Zypern beläuft isch auf 36'000 Franken.

Ruedi Kuhn
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Aaraus Nachwuchshoffnung Davide Giampà (li.) wurde fürs Trainingslager auf Zypern aufgeboten.

Aaraus Nachwuchshoffnung Davide Giampà (li.) wurde fürs Trainingslager auf Zypern aufgeboten.

Vom kalten Schneezauber in Arosa in die warme Wohlfühlatmosphäre auf Zypern: Der FC Aarau erlebt während der Vorbereitungszeit auf die zweite Saisonhälfte innert einer Woche ein Wechselbad der Gefühle. Die Bedingungen im Trainingslager in Ayia Napa könnten kaum besser sein. Die Plätze mit Naturrasen sind in idealem Zustand und liegen unmittelbar neben dem riesigen Hotelkomplex Atlantica Aeneas Resort. Das Wetter ist ausgezeichnet. Der Himmel ist tiefblau. Die Sonne scheint. Die Temperaturen klettern während des Tages bis auf 20 Grad. Die Kosten für das Lager beziffern sich auf 36000 Franken. Der Klub übernimmt 32500 Franken. Den Rest finanzieren die Spieler aus der Mannschaftskasse.

Im Vergleich zu den winterlichen Verhältnissen in der Schweiz kommen sich die 20 Kaderspieler also wie in einem kleinen Paradies vor. Mit dabei auf Zypern ist die Nachwuchshoffnung Davide Giampà. Der 20-jährige Kantonsschüler wurde kurzfristig aufgeboten. Einen neuen Anlauf nimmt Remo Staubli. Der Flügelstürmer musste zuletzt wegen einer Hüftverletzung monatelang pausieren und zeigt bereits vielversprechende Ansätze. Mit leichten Verletzungen zu kämpfen haben Olivier Jäckle, Goran Antic, Predrag Pribanovic und Dante Senger. Der Neuerwerbung Jiri Koubsky fehlt es sichtlich an Wettkampfpraxis. Er dürfte es im Kampf um einen Platz in der Innenverteidigung schwer haben. Momentan sind Juan Pablo Garat und Jäckle gesetzt. Um den Platz im Sturm kämpfen Senger und Goran Antic. Letzterer hofft zumindest auf mehr Einsatzzeit als in der Vorrunde.

Mit Giampà und Staubli

Heute Nachmittag trifft der FCA im ersten von zwei Tests auf Legia Warschau. Der polnische Spitzenklub ist im Hinblick auf den Cup-Achtelfinal gegen St.Gallen am Sonntag, 3. Februar, ein idealer Gradmesser. Für FCA-Trainer René Weiler ist diese Partie insofern wichtig, als das in der kurzen Vorbereitungszeit bezüglich Startformation jede Partie wegweisenden Charakter hat. «Wir werden im Februar im Cup gegen St.Gallen und in der Meisterschaft gegen Vaduz, Lugano und Chiasso voll gefordert sein», sagt Weiler. «Die optimalen äusseren Bedingungen auf Zypern sind für uns Gold wert.» Mit Präsident Alfred Schmid, Vize Roger Geissberger und Sport-Koordinator Urs Bachmann werden während der Partie gegen Warschau gleich drei Vereinsbosse vor Ort sein. Mal schauen, ob die Kraft bei den Spielern nach den vier harten Trainingseinheiten vom Sonntag und Montag gegen ein europäisches Spitzenteam für 90 Minuten reichen wird.