NLA-Handball
Geglückte TV-Premiere für den HSC Suhr Aarau gegen GC Amiticia Zürich

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben ihr fünftes Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 mit 26:15 gegen GC Amicitia Zürich gewonnen. Erstmals live im Fernsehen im Programm des neuen Senders «MySports» gaben sich die Mannen um Cheftrainer Misha Kaufmann von Beginn an dank starker Defensive und Schlussmänner keine Blösse.

Lukas Wernli
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Patrick Romann im Interview mit MySports.

Patrick Romann im Interview mit MySports.

Zur Verfügung gestellt

Achtzehn Minuten waren gespielt, als der eingewechselte Torhüter Dario Ferrante seine Vorderleute mit seinem gehaltenen Siebenmeter endgültig weckte. Zuvor agierte der Tabellenvierte ähnlich verhalten wie sein harmloses, da noch punktgleiches Gegenüber, welches trotz insgesamt zehn Minuten in Überzahl nur gerade sechs Torerfolge in der ersten Halbzeit verbuchen konnte.

Mit starkem Captain Romann – ohne verletzten Linkshänder Isailovic

Vom Weckruf Ferrantes liess sich vor allem der unmittelbar zuvor eingewechselte HSC-Captain Patrick Romann anstecken. Mit gewohnt viel Power und Zug zum Tor steuerte er vier Tore aus vier Versuchen zur deutlichen 13:6-Pausenführung bei und strahlte dabei wertvolle Ruhe und Sicherheit aus. Er kompensierte damit auch den wohl langen Ausfall seines Captain-Stellvertreters Nikola Isailovic, der sich Anfang der Woche einer Operation an der Hand unterziehen musste.

Stets ungefährdet und kontrolliert

Die Partie blieb im zweiten Durchgang unterhaltsam, aber beidseits auch weiterhin fehlerhaft. Wiederum waren achtzehn Minuten gespielt, als Dario Ferrante seine Tat der ersten Halbzeit gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Florian Leitner wiederholte, wecken musste diesmal drei Minuten später jedoch Trainer Kaufmann, nachdem sein Team eine Schwächephase einzog, während der GC Amicitia zwischenzeitlich auf 14:19 zu verkürzen vermochte. «Genau diese Phasen kosten uns gegen Topteams den Kopf. Heute aber hatte ich nie Angst, dass wir die Partie noch hätten verlieren können, wir hatten sie stets kontrolliert», so Kaufmann, dessen Worte auch beim Time-Out ankamen. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Topscorer Tim Aufdenblatten nämlich die erstmalige und standesgemässe Zehn-Tore-Führung zum 24:14.

Am Ende feierte der HSC Suhr Aarau einen stets ungefährdeten 26:15-Erfolg mit seinen zahlreich mitgereisten, treuen Anhängern. Gemeinsam freut sich die HSC-Familie nun nach vier Auswärtsspielen in Folge auf die Rückkehr in die Schachenhalle, «wo wir unseren erfolgreichen Saisonstart nun bestätigen wollen», so Kaufmann im Hinblick auf die bevorstehenden, schweren Partien gegen den BSV Bern Muri (Sonntag, 08. Oktober 2017, 16.00 Uhr) und Wacker Thun (Mittwoch, 11. Oktober 2017, 20.00 Uhr).

Telegramm

GC Amicitia Zürich - Suhr Aarau 15:26 (6:13)

501 Zuschauer. – SR Capoccia/Juker. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich, 6-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.

GC Amicitia Zürich: Schelling/Ineichen (ab 52.); Frietsch, Pospisil, Leitner (2/1), Pocz-Nagy (3), Bakos (1/1), Heyme, Dannmeyer (2), Quni (4), Koller (2), Zildzic (1), Sartisson.

Suhr Aarau: Radovanovic/Ferrante (ab 50.); Reichmuth (5), Kaufmann, Baumann, Skvaril (6/2), Romann (4), Aufdenblatten (4), Rohr (3), Patrick Strebel (3), Lukas Strebel, Slaninka (1).

Bemerkungen: GC ohne Muggli und Schild (beide verletzt), Suhr Aarau ohne Isailovic (verletzt). – Verhältnis verschossener Penaltys 2:0.

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