National League

Grosse und kleine Ambitionen: Die vier Aargauer Eishockey-Profis in der National-League

Spielt bei Lausanne eine tragende Rolle: Robin Grossmann, einer von vier Aargauern in der National League.

Vier Aargauer Eishockey-Profis starten am Freitag mit ihren Teams in die National-League-Saison. Robin Grossmann will mit Lausanne weiterhin zu den Spitzenteams gehören, Sven Leuenberger eine Rolle bei Zug spielen. Derweil möchte Matthias Rossi mit Fribourg-Gottéron und Jannik Fischer mit Ambri-Piotta die Playoffs erreichen.

Robin Grossmann geht in seine zweite Saison im Dress des HC Lausanne. Der Verteidiger erreichte mit den Waadtländern in der vergangenen Meisterschaft den Halbfinal (wo man gegen den EV Zug scheiterte) und spielte dabei eine tragende Rolle.

Daran wird sich nichts ändern. Der 32-Jährige gehört im Ensemble des finnischen Headcoachs Ville Peltonen zu den Leadern. Der Dintiker soll mithelfen, dass die Lausanner, die in einer nigelnagelneuen Arena spielen dürfen, auch in der neuen Saison zu den Spitzenteams gehören. So gut, wie der LHC personell besetzt ist, ist die Wiederholung des Vorjahresergebnisses das Minimalziel. Mehr ist aber möglich.

Einen Stammplatz im Starensemble erkämpft

Sven Leuenberger wohnt in Hüttikon, gleich an der Grenze zum Kanton Aargau, ist gebürtiger Aargauer und erlernte das Eishockey-Einmaleins beim EHC Aarau. In der vergangenen Saison hat sich der 20-Jährige einen Stammplatz beim Spitzenteam und Meisterkandidaten EV Zug erkämpft und reiste mit der U20-Nationalmannschaft an die WM. Nun gilt es für Leuenberger, diesen famosen Aufstieg zu bestätigen.

Mit dem Zuzug des derzeit besten Goalies der Schweiz, Leonardo Genoni, und Nationalstürmer Grégory Hofmann haben sich die Zuger noch einmal massiv verstärkt. In diesem Starensemble wird Sven Leuenberger selbstredend keine Hauptrolle spielen. Aber er hat bewiesen, dass er als hart arbeitender Stürmer ein wertvoller Bestandteil der Mannschaft sein kann – vielleicht sogar des zukünftigen Meisters?

Rossi, Fribourg und die Sache mit dem Potenzial

Matthias Rossi wird mit dem HC Fribourg-Gottéron mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht Meister. Der Menziker hat mit seinem Klub andere Ziele im Visier. Das Erreichen der Playoffs ist für die Saanestädter möglich, aber vermutlich schon das höchste der Gefühle. Seinen Beitrag dazu leisten soll der kräftige Stürmer Rossi (1,85m, 100 kg), der in seine dritte Saison mit Fribourg-Gottéron geht.

Er blieb, wie viele seiner Teamkollegen, im vergangenen Jahr unter den Erwartungen, was am Ende dazu führte, dass die Mannschaft beim Tanz um den Meistertitel nicht mitmachen durfte. Aber: Schöpfen Rossi und Co. ihr Potenzial aus, dann liegen die Playoffs für Fribourg durchaus im Bereich des Möglichen.

Zweifel sind erlaubt

Mittendrin, statt nur dabei war im vergangenen Frühling dafür eine Mannschaft, die man dort nicht vermutete: Der HC Ambri-Piotta. Und dort spielte mit dem Boswiler Jannik Fischer, 29, auch ein Aargauer eine ganz wichtige Rolle in diesem Tessiner Märchen. Der stämmige Verteidiger sorgte in der Defensive für Ruhe und Ordnung vor dem eigenen Tor. Ob es in dieser Saison zu einem Comeback der Leventiner in den Playoffs reicht?

Zweifel sind erlaubt. Der Abgang von Topskorer Dominik Kubalik (zu den Chicago Blackhawks) wiegt schwer. Die Tore des Tschechen sind kaum zu ersetzen. Schon gar nicht von Abräumer Fischer, der in seinen über 370 Spielen in der höchsten Spielklasse erst achtmal ins Schwarze getroffen hat.

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