Challenge League

Grosses Lob von Ciriaco Sforza: «Aarau ist die beste Mannschaft»

Wils neuer Trainer Ciriaco Sforza macht dem FC Aarau ein grosses Kompliment.

Was für ein Kompliment von Ciriaco Sforza an den FC Aarau: «Die Aarauer sind besser als Servette und Lausanne», sagt der Trainer des FC Wil. Für die eigene Mannschaft und sich selbst hat er auch Kritik bereit. Das Risiko ist nicht aufgegangen.

Ein enttäuschter Sforza nach der 0:4-Niederlage gegen Aarau? Ein wütender Sforza nach der 0:4-Niederlage gegen Aarau? Nein! Statt seine Mannschaft für den schwachen Auftritt zu kritisieren, machte der Trainer erst einmal den Gegner stark.

«Ich habe mit Wil schon gegen Servette, Lausanne und Aarau gespielt», sagt Sforza. «Der FC Aarau ist läuferisch und spielerisch das beste Team. Innerhalb der Mannschaft gibt es keinen Schwachpunkt. In dieser Form traue ich den Aarauern den Barrage-Platz durchaus zu.»

Hoppla! Grosse Worte! Da outet sich einer als Fan des FC Aarau ... Nach den Lobeshymnen für den Gegner geizte Sforza allerdings auch nicht mit Kritik an der eigenen Mannschaft. «Wir haben Aarau in den ersten vier Minuten zwei Tore geschenkt», erklärt er.

«Dass es für uns nach einem frühen Rückstand gegen ein so kompaktes Team schwer wird, ist logisch. Meine junge Mannschaft musste wie schon beim 0:2 in Lausanne Lehrgeld bezahlen. Solche Rückschläge gehören zur Entwicklung dazu. Jetzt müssen wir die richtigen Lehren aus den Fehlern ziehen.»

Auf die Karte Risiko gesetzt

Sforza sprach zu Recht von einem schwarzen Tag für den FC Wil. Er selbst sorgte nach gut einer halben Stunde mit einem Dreimann-Wechsel für die kurioseste Szene des Spiels: Schäppi, Schällibaum und Audino mussten raus, Schmid, Beka und Savic kamen rein.

Die Erklärung für den dreifachen Wechsel? «Ganz einfach», erklärt Sforza. «Ich wollte und musste auf die Karte Risiko setzen. Danach lief es für uns etwas besser. Resultatmässig hat es leider nichts genützt.»

Apropos Resultate: Ciriaco Sforzas Start als Trainer des FC Wil verläuft alles andere als erfolgreich. Noch wartet er auf den ersten Sieg. Nach den Unentschieden gegen Vaduz (1:1) und Servette (1:1) gab es gegen Lausanne (0:2) und Aarau (0:4) zwei Pleiten.

Aufgepasst: Sollten die Wiler am nächsten Sonntag in der heimischen IPG Arena auch gegen Rapperswil Jona verlieren, könnte es im Kampf gegen den Abstieg nochmals heiss werden. 37 Punkte sind sechs Runden vor Schluss alles andere als ein Garantieschein für den Ligaerhalt.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

Meistgesehen

Artboard 1