Handball
Der Auftakt in den Europacup ist geglückt: Suhr Aarau gewinnt das Hinspiel gegen Krems mit 25:23

Der HSC Suhr Aarau schafft sich eine solide Ausgangslage für das Rückspiel in Österreich. Letztlich hätte der Sieg jedoch höher ausfallen müssen.

Frederic Härri
Drucken
Teilen
Patrick Strebel und sein HSC feiern einen gelungenen Start in die Europacup-Saison.

Patrick Strebel und sein HSC feiern einen gelungenen Start in die Europacup-Saison.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Der Respekt voreinander ist beiden Mannschaften anzumerken. In der Anfangsphase ist es mehr ein Beschnuppern denn ein wirkliches Handballspiel. Das erste Tor fällt erst in der 3. Minute, als die Kremser von einer Überzahlsituation profitieren. Wenig später gelingt auch dem HSC Suhr Aarau der erste Treffer.

In der Folge weicht die Vorsicht aus der Partie wie Luft aus einem Ballon. Das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten wird grösser, das Offensivspiel schneller. Es ist, als habe sich nach zehn Minuten des Herantastens ein Knoten gelöst. Und langsam fängt der HSC an, sich Vorteile herauszuspielen. In der 19. Minute geht er erstmals mit zwei Toren in Führung, drei Minuten später sind es drei Tore Vorsprung.

Und auch Jannis Scheidiger im HSC-Tor beginnt, seine Stärken auszuspielen. Mit mehreren Paraden nacheinander treibt er nicht nur seine Vorderleute an, sondern beflügelt auch die Emotionen in der Halle. Diese erreichen kurz vor dem Pausenpfiff ihren vorläufigen Höchststand, als Patrick Strebel unter Zeitdruck und grosser Bedrängung ein fast unmöglicher Wurf in den Winkel gelingt. Es ist das Tor zum Halbzeitstand von 14:11.

Plötzliches Zittern in der Schlussphase

Den Vorsprung hält der HSC auch im zweiten Umgang aufrecht. Die enge Deckung zermürbt die Österreicher zusehends, während die Spielzüge im Angriff ihre Wirkung entfalten. Bis auf fünf Tore bauen die Gastgeber ihre Führung zwischenzeitlich aus. Bei besserer Chancenverwertung hätten es noch mehr sein können. Es führt dazu, dass in der Schlussphase noch einmal Spannung in eine Partie gerät, die eigentlich schon gewonnen schien. Drei Minuten vor Ende schafft Krems den Anschluss zum 22:23. Doch ein Doppelschlag von Aufdenblatten und Ferraz beruhigt die Nerven der HSC-Anhänger.

Nun muss der HSC darauf hoffen, dass das dünne Polster reicht, um am kommenden Samstag in Österreich nicht in Nöte zu geraten. Der erste Schritt ist gemacht.

Aktuelle Nachrichten