Matchbericht
Heimsieg zum Jahresabschluss: Der FC Aarau bezwingt auch Tabellennachbar Thun und überwintert in der Spitzengruppe

Der FC Aarau entzaubert den zuletzt in neun Partien ungeschlagenen FC Thun zuhause im Brügglifeld mit 3:1 und überwintert mit nur zwei Zählern Rückstand auf Leader GC. Beim FCA sorgen Kevin Spadanuda, Marco Aratore und ein Eigentor von Noël Wetz für den achten Sieg der Saison.

Sebastian Wendel
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Assistenztrainer Petar Alexandrov freut sich mit Marco Aratore und Filip Stojilkovic.
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Marco Aratore sorgt für die Aarauer Entscheidung.
In der 91. Minute trifft er zum 3:1 für den FCA.
Stephan Keller und Carlos Bernegger dürfen beide zufrieden mit der ersten Saisonhälfte sein.
Abwehrchef Leon Bergsma hat in der zweiten Halbzeit viel zu tun.
Die Gäste übernehmen in den letzten 20 Minuten das Spieldiktat.
Der FC Thun drückt in der Schlussphase auf den Ausgleich.
Thun kommt in der 70. Minute zum Anschlusstreffer: Nicolas Hasler verkürzt für die Berner Oberländer.
Noel Wetz sorgt mit einem Eigentor für den zweiten Aarauer Treffer.
Die Aarauer sind den Thunern in der ersten Hälfte überlegen.
Nach 23. Minuten geht der FC Aarau in Führung.
Kevin Spadanuda trifft zum 1:0 für den FC Aarau.
Stephan Keller schenkt dem 17-jährigen Binjamin Hasani erneut das Vertrauen.
Liridion Balaj beschäftigt die Thuner Verteidigung.
Elsad Zverotic wird erneut als linker Aussenverteidiger eingesetzt.
Raoul Giger ist nach seiner Sperre wieder in der Startaufstellung.
Nach 10 Minuten sind die Aarauer im Pech und treffen nur das Lattenkreuz.
Der FC Aarau und der FC Thun liefern sich eine ausgeglichene Startphase im Brügglifeld.
Glück für Aarau, dass den Thunern nicht schon früh die Führung gelingt.
Die Gäste verbuchen den ersten Pfostenschuss nach wenigen Minuten.

Assistenztrainer Petar Alexandrov freut sich mit Marco Aratore und Filip Stojilkovic.

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Wer hätte das gedacht? Der FC Aarau überwintert in der Challenge League mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf den Leader und grossen Aufstiegsfavoriten GC. Der Klub vom Brügglifeld ist zusammen mit Stade Lausanne-Ouchy bislang die positive Überraschung der Saison, wobei sich das Einnisten in der obersten Tabellenregion zuletzt abgezeichnet hat.

Bärenstarker Spadanuda

Auch gegen den zuletzt neun Partien ungeschlagenen Absteiger Thun knüpft der FCA am seit Saisonbeginn anhaltenden Steigerungslauf an. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Teams durch Da Silva (Thun) und Rrudhani (Aarau) am Pfosten scheiterten, übernahmen die Hausherren das Zepter.

Logische Folge: Das 1:0 durch den bärenstarken Spadanuda. Nach einer punktgenauen Flanke von Aratore auf Stojilkovic, der mit seinem Kopfball an Hirzel scheiterte, drehte sich Spadanuda mit dem Ball um seinen Gegenspieler und schob ins lange Eck zur Führung ein. Aarau dominierte auch in der Folge und hatte durch Stojilkovic die grosse Chance auf das 2:0 noch vor der Pause, doch Hirzel parierte den zu zentralen Abschluss.

Kevin Spadanuda zeichnete sich gegen den FC Thun mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke aus.

Kevin Spadanuda zeichnete sich gegen den FC Thun mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke aus.

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Das gleiche Bild nach dem Seitenwechsel: Aarau wurde immer stärker, der Ball lief phasenweise wie am Schnürchen durch die Reihen. Und näherte sich dann und wann der FC Thun dem FCA-Strafraum an, hatten Abwehrchef Bergsma und seine Abwehrkollegen alles im Griff.

In der 65. Minute eroberte Spadanuda an der Aussenlinie den Ball und wurde danach gefoult, doch zum Glück für den FCA erfasste Aratore die Situation, lief in den Strafraum und passte scharf ins Zentrum: Dort lenkte Stojilkovic den Ball ab, doch ohne das Zutun von Thun-Verteidiger Wetz wäre die Chance vertan gewesen. So aber führte Aarau dank des Eigentors verdient mit 2:0.

Aratore deutet seinen Wert an

Es boten sich fortan genügend hochkarätige Chancen für die frühere Siegsicherung, das nächste Tor jedoch erzielten die Gäste, Captain Nicolas Hasler staubte nach starker Parade von FCA-Goalie Enzler zum 1:2 ab. Noch 20 Minuten zu spielen - würde der FCA einbrechen?

Nein. Zwar kam es in der Folge zu einigen brenzligen Situationen im Aarauer Strafraum, eine angesichts der Qualitäten der Thuner und der nachlassenden Kräfte beim Heimteam eine logische Folge. Dank zwei starken Paraden von Enzler und einer sensationellen Rettungstat von Bergsma gegen Kyeremateng hatte der knappe Vorsprung Bestand - mehr noch: Nach einem Ballgewinn passte Balaj auf Aratore, der mit dem erlösenden 3:1 die drei Punkte ins Trockene brachte. Eine Erlösung auch für Aratore selber, der seit der Rückkehr meist glücklos agierte, gegen Thun nun aber andeutete, welch grossen Wert er für den FCA noch haben könnte.

Marco Aratore zeigte seine bisher beste Leistung (seit Rückkehr) im FCA-Dress.

Marco Aratore zeigte seine bisher beste Leistung (seit Rückkehr) im FCA-Dress.

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Von den letzten Partien vor der Winterpause hat der FC Aarau fünf gewonnen, dazwischen das 3:3 nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand gegen Stade Lausanne-Ouchy. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft von Trainer Stephan Keller in der fünfwöchigen Winterpause ihre Form konserviert - und dann? Träumen ist immer erlaubt, umso mehr nach dieser Entwicklung.

Das Telegramm

FC Aarau – FC Thun 3:1 (1:0)

Brügglifeld. – 5 Zuschauer. – SR: Wolfensberger. – Tore: 23. Spadanuda (Stojilkovic) 1:0. 65. Eigentor Wetz (Spadanuda) 2:0. 70. Hasler 2:1. 91. Aratore (Balaj) 3:1.

Aarau: Enzler; Giger, Hasani, Bergsma, Zverotic; Jäckle, Rrudhani; Aratore, Spadanuda (65. Misic), Balaj (92. Caserta); Stojilkovic (92. Lüscher-Boakye).

Thun: Hirzel; Wetz (75. Kyeremateng), Rodrigues (58. Rüdlin), Havenaar, Kablan; Fatkic, Hasler; Da Silva (64. Dzonlagic), Karlen, Schwizer; Chihadeh (46. Salanovic).

Bemerkungen: Aarau ohne Gashi, Schindelholz (beide krank), Hajdari, Peralta, Qollaku, Thaler, Thiesson, Verboom (alle verletzt), Hammerich und von Arx (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Castroman, Sutter (verletzt), Ahmed, Breitenmoser, Fuhrer und Vasic (alle nicht im Aufgebot). – 8. Pfostenschuss Da Silva. 10. Pfostenschuss Rrudhani. – Verwarnungen: 10. Da Silva, 44. Havenaar, 61. Giger, 64. Jäckle, 71. Faktic (alle Foulspiel).

Das sind die Noten zur Partie:

Simon Enzler: Note 5 Wackelt zwei Mal bei Flanken. In der Thuner Druckphase vor und nach dem 1:2 dafür mit starken Interventionen, somit ist er entscheidend beteiligt am achten Saisonsieg.
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Raoul Giger: Note 5 Macht dort weiter, wo er vor der Sperre gegen Kriens aufgehört hat: Mit starken Flankenläufen und, abgesehen von ein paar Unsicherheiten in der ersten Halbzeit, mit defensiv solider Arbeit. Sah zudem seinen Schuss stark pariert von Thun-Goalie Hirzel.
Binjamin Hasani: Note 5 Ein Remis und drei Siege: Seine Bilanz im FCA-Dress lässt sich sehen. Spielt auch gegen Thun abgeklärt. Vor dem Gegentor jedoch wird er von Salanovic überlaufen, er wird daraus lernen.
Léon Bergsma: Note 5,5 Herr in der Brandung, gewinnt wichtige Zweikämpfe, fängt viele Bälle ab und löst immer wieder das Spiel gut aus. Höhepunkt ist die sensationelle Rettungstat gegen Kyeremateng in der 83. Minute.
Elsad Zverotic: Note 5 Seine bisher beste Partie als Linksverteidiger. Gute Pässe nach vorne und auch defensiv dieses Mal ohne Aussetzer. Der Captain wirft in seiner vielleicht letzten Profisaison alles rein, was er noch im Tank hat.
Marco Aratore: Note 5 Stark, wie er vor dem 1:0 den Fehler von Hirzel antizipiert und dann genau auf Stojilkovic flankt. Das Tor zum 3:1 verdient er sich, weil er nie aufgibt und gegen Thun sein bis dato bestes abliefert seit der Rückkehr.
Oliver Jäckle: Note 5 Hält auch gegen Thun sein hohes Niveau seit Saisonbeginn. Wortreicher Anführer und gewohnt umsichtiger Ballverteiler.
Donat Rrudhani: Note 5 Den Stimmen, die ihm bisher nachsagten, im zentralen Mittelfeld sei er nicht gut aufgehoben, widerspricht er an diesem Abend. Präsent in den Zweikämpfen und immer wieder mit viel Druck nach vorne.
Liridon Balaj: Note 4,5 Sehr präsent und immer anspielbar, aber immer wieder auch glücklos. Sein Eifer wird belohnt mit dem Assist zum 3:1.
Kevin Spadanuda: Keine Note 5,5 Ganz starker Auftritt von ihm: Trifft zum 1:0, gewinnt vor dem 2:0 den Ball und ist mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke ein steter Gefahrenherd für die Thuner Defensive.
Filip Stojilkovic: Note 4,5 Vergibt zwei Topchancen, was man von ihm nicht gewohnt ist. Lenkt in der 65. Minute den Ball ab, so dass dieser an den Fuss von Thun-Verteidger Wetz springt und von dort ins Tor zum 2:1 für Aarau.
Petar Misic: Note 4 Kommt in der 66. Minute für Spadanuda. Hat die Aufgabe, für Entlastung zu sorgen, was ihm erst ganz am Schluss der Partie gelingt.
Flavio Caserta: Keine Note Kommt in der 92. Minute für Balaj, zu kurz im Einsatz für eine Note.
Noah Lüscher-Boakye: Keine Note Kommt in der 92. Minute für Stojilkovic, zu kurz im Einsatz für eine Note.

Simon Enzler: Note 5 Wackelt zwei Mal bei Flanken. In der Thuner Druckphase vor und nach dem 1:2 dafür mit starken Interventionen, somit ist er entscheidend beteiligt am achten Saisonsieg.

Sarah Rölli

Das sind die Stimmen zur Partie:

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