Handball NLA

HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann vor Spiel 4 im Viertelfinal: «Wir leben noch! Die Serie ist noch lange nicht zu Ende»

Misha Kaufmann (M.) schwört seine Mannschaft ein – im Spiel 4 der Playoff-Viertelfinalserie gegen Wacker Thun braucht der HSC Suhr Aarau am Dienstag unbedingt einen Sieg.

Misha Kaufmann (M.) schwört seine Mannschaft ein – im Spiel 4 der Playoff-Viertelfinalserie gegen Wacker Thun braucht der HSC Suhr Aarau am Dienstag unbedingt einen Sieg.

Der HSC Suhr Aarau steht nach der 24:31-Niederlage zu Hause in der Viertelfinalserie gegen Wacker Thun unter Druck – auswärts in der Lachenhalle muss am Dienstagabend (19.30 Uhr) in Spiel 4 ein Sieg her. Nur so können sich die Aargauer ein Entscheidungsspiel am Donnerstagabend verdienen.

Der HSC Suhr Aarau steht mit dem Rücken zur Wand. Nach der 24:31-Niederlage von Ostersonntag liegen die Aargauer in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Wacker Thun mit 1:2 Siegen zurück. Nur noch eine Niederlage trennt den HSC vom vorzeitigen Saisonende.

Angst, dass die Spielzeit 2018/19 tatsächlich bereits heute Abend zu Ende gehen könnte, verspürt man beim HSC aber nicht. Ganz im Gegenteil: «Wir leben noch! Wir haben am Sonntag nur ein Spiel verloren. Die Serie ist noch lange nicht zu Ende», sagt HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann am Tag danach. Der 35-Jährige ist überzeugt, dass seine Mannschaft den Turnaround schafft. «Wir haben weiterhin alles in den eigenen Händen. Zwei Siege und alles ist gut.»

Es geht um Alles oder Nichts

Der erste dieser beiden Siege muss heute Abend in der Thuner Lachenhalle vollbracht werden. Für den HSC geht es um Alles oder Nichts. Dass sie in solchen Momenten über sich hinauswachsen kann, hat die Mannschaft von Kaufmann in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen.

Zuletzt Mitte Dezember, als der HSC im letzten Hauptrundenspiel gegen St. Otmar St. Gallen mindestens einen Punkt brauchte. Ohne die damals verletzten Tim Aufdenblatten und Martin Slaninka besiegte der HSC die Ostschweizer mit 33:26 deutlich – und sicherte sich als Sechster das letzte Ticket für die Finalrunde, die er als Überraschungsmannschaft im dritten Rang abschloss.

Auch ein Jahr davor, in der Saison 2017/18, war der HSC im letzten Hauptrunden-Spiel dringend auf Punkte angewiesen. Der benötige Sieg wurde dank eines 25:21 gegen St. Otmar eingefahren und Suhr Aarau zog in die Finalrunde ein.

Starker Teamgeist als Schlüssel

«Wenn ein Team mit dem Rücken zur Wand steht, dann kann es auseinanderfallen oder zusammenrücken. Wir haben zuletzt immer wieder bewiesen, dass unser Teamgeist sehr ausgeprägt ist und wir in schwierigen Momenten zusammenhalten», sagt Kaufmann. Dass seine Mannschaft gerade in solchen Momenten stark aufzuspielen vermag, führt der Cheftrainer auf die Entwicklung innerhalb des Teams seit seinem Amtsantritt vor knapp drei Jahren zurück.

Dem HSC dürfte die Partie vom Ostersonntag trotz schlussendlich deutlicher 24:31-Niederlage Mut machen: Im Gegensatz zur 18:27-Pleite auswärts hatte Suhr Aarau in Spiel 3 eine deutlich bessere Leistung gezeigt. «Wir hatten nach dem letzten Spiel das Gefühl, dass wir vieles richtig gemacht haben. Die kämpferische Leistung war gut, die Deckung stand über weite Strecken sehr gut», sagt Kaufmann mit Blick auf die zweite Niederlage seiner Mannschaft in Serie.

Mit etwas mehr Glück und ein wenig mehr Zuspruch von Seiten der Schiedsrichter, die sich in strittigen Situationen fast ausschliesslich zu Gunsten des Gegners entschieden, wäre wohl mehr drin gelegen. Wäre ausserdem Milan Skvaril, der nur einen seiner fünf Würfe verwertete, seinem Topskorer-Trikot gerecht geworden und hätte das Torhüter-Duo seinen Vorderleuten etwas mehr helfen können, dann würde der HSC in der Serie jetzt vielleicht nicht mit 1:2 Siegen zurückliegen.

Chancen des HSC sind intakt

Aber: Hätte, wäre, wenn. Das alles sind nichts mehr als Vermutungen und Annahmen. 1:2-Serienrückstand heisst die Realität. Wenn heute Abend Spiel 4 um 19.30 Uhr angepfiffen wird, kann Kaufmanns Team beweisen, dass es noch nicht abzuschreiben ist. Wenn Co-Captain Aufdenblatten sein Niveau hält, Topskorer Skvaril und die Torhüter Dragan Marjanac und Dario Ferrante ihres wieder steigern können und auch der Rest der Mannschaft seine Aufgabe erfüllt, dann sind die Chancen auf einen Auswärtserfolg in Thun durchaus intakt.

Das unterstreicht auch Cheftrainer Kaufmann: «Wir werden alles daransetzen, dass wir dieses Entscheidungsspiel am Donnerstag zu Hause erhalten. Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen.» Jetzt erst recht. Eine allfällige fünfte und entscheidende Viertelfinal-Partie zwischen dem HSC Suhr Aarau und Wacker Thun fände übermorgen Donnerstag (Anpfiff: 20 Uhr) in der Aarauer Schachenhalle statt.

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