Dario Ferrante ist mehr, als einfach nur ein Handballer. Der Torhüter des HSC Suhr Aarau steht im fünften Jahr seines Medizinstudiums und bestreitet derzeit sein Praktikumsjahr im Orthopädie-Zentrum des Kantonsspitals Aarau. Der TV-Sender «MySports» hat dem 25-Jährigen dabei über die Schulter geschaut und mit ihm darüber gesprochen, wie er beide Tätigkeiten aneinander vorbei bringt:

«Es sind beides sehr zeitintensive Tätigkeiten, aber auch beides Herzensangelegenheiten, die mich jeden Tag glücklich machen. Es war, ist und wird immer eine sehr grosse Herausforderung bleiben, beides zu schaffen. Bisher hat das sehr gut geklappt», sagt Ferrante im TV-Beitrag.

Der auf diese Saison hin zum Co-Captain des HSC ernannte Ferrante hat erst in dieser Woche seinen Vertrag beim Aargauer NLA-Klub und Finalrundenteilnehmer vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert.

Medizin oder Handball: Wofür wird er sich entscheiden?

Die Perspektiven sind also da. Trotzdem ist sich Ferrante, der im Sommer 2017 vom TV Endingen zum HSC gestossen war, darüber im Klaren, dass er den beiden Tätigkeiten irgendwann einmal kaum mehr nebeneinander wird nachgehen können: «Auch während des Studiums gab es immer weider heikle Phasen. Wahrscheinlich werde ich mich früher oder später zwischen dem Sport und dem Job entscheiden müssen. Bisher konnte ich das aber erfolgreich vor mir herschieben.»

In welche Richtung ein allfälliger Entscheid gehen könnte, lässt Ferrante nicht durchblicken. Er sagt dazu nur: «Im Moment ist es für mich undenkbar, mit Handball aufzuhören.» Diese Aussage mag angesichts der erst kürzlich erfolgten Vertragsverlängerung nicht gross zu überraschen.