NLA-Handball

«Ich habe es knacken gehört» – Lukas Riechsteiner fehlt dem TV Endingen für längere Zeit – Ersatz wird gesucht

Der Rückraumspieler hat sich die Hand gebrochen

Lukas Riechsteiner

Der Rückraumspieler hat sich die Hand gebrochen

Für den TV Endingen bleibt die laufende Saison eine sehr schwierige. Nicht nur, weil er erst vier Zähler auf dem Konto hat, sondern vor allem, weil sich immer wieder Spieler verletzen. Aktuellster Fall: Lukas Riechsteiner, der mit einer Verletzung an der Hand mehrere Wochen ausfällt.

Sie will einfach nicht fortgehen aus dem Hause des TV Endingen: Die Verletzungshexe. Nun hat es Lukas Riechsteiner erwischt. Der Rückraumspieler hat sich bei der 23:32-Niederlage des TV Endingen am vergangenen Mittwoch gegen Pfadi Winterthur einen linken Mittelhandknochen gebrochen.

Es passiert rund zwei Minuten vor Schluss, als Riechsteiner in der Defensive agiert und gegen Adir Cohen im Zweikampf ist. «Ich habe es knacken gehört und habe mich auswechseln lassen», sagt Riechsteiner am Freitag gegenüber der Aargauer Zeitung am Telefon. Damit gerechnet, dass es sich um einen Bruch handelt, hat er nicht. «Ich habe gestern Donnerstag die Trainingstasche gepackt und bin noch Auto gefahren. Weil die Hand aber während des Tages anschwoll, habe ich noch Röntgenaufnahmen machen lassen», sagt er. Dabei wurde der Bruch festgestellt.

Operation unumgänglich

Es ist die erste grössere Verletzung, die der 27-Jährige in seiner Karriere erleidet. Er muss nun operiert werden. Riechsteiner hofft, möglichst bald einen Termin zu bekommen. Innerhalb einer Woche muss die Operation über die Bühne gehen. Unumgänglich ist der Eingriff, weil sich der Knochen minim verschoben hat. Deshalb wird ihm eine kleine Platte implantiert, die hilft, dass der Knochen wieder sauber zusammenwächst.

Zwei oder drei Spiele in Serie habe er maximal verpasst, jetzt werden es deutlich mehr sein. Ob er in der laufenden Saison auf die Platte zurückkehren kann, ist derzeit völlig offen. Sollte die Heilung gut verlaufen, ist es möglich, dass er in ungefähr zwei Monaten wieder im Einsatz steht. «Bei meinem Teamkollegen Joel Huesmann hat es sicher acht Wochen gedauert, bis er wieder trainieren konnte.»

Läuft aber nicht alles nach Wunsch, könnte die Saison für ihn gelaufen sein. Im Kampf gegen den drohenden Abstieg ist Riechsteiners Ausfall ein weiterer herber Schlag. Mit 62 Treffern belegt er in der internen Skorerliste des Vorletzten der NLA-Tabelle den dritten Rang. Bei den Surbtalern läuft bereits eine intensive Suche nach einem geeigneten Ersatz für das Urgestein.

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