Lausanne – Aarau als Spitzenspiel der fünften Runde in der Challenge League? Nicht ganz! Während die Waadtländer den Vorschusslorbeeren gerecht wurden und die Tabelle mit zehn Punkten aus vier Spielen anführen, hinkt der FC Aarau den Erwartungen hinterher. In den bisherigen vier Partien holte die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen gerade mal vier Zähler und verlor zuletzt gegen GC (1:2) und Chiasso (2:4).

Obwohl Lausanne die Favoritenrolle innehat, kommen beim Tabellenführer zwiespältige Gefühle auf. Das verlorene Duell im Kampf um den Barrage-Platz in der vergangenen Saison gegen die Aarauer steckt wohl noch immer in den Hinterköpfen der Waadtländer. Oder etwa nicht, Giorgio Contini? „Das ist längst abgehakt“, sagt der Trainer von Lausanne. „Für mich ist dieses Spiel nichts Besonderes. Wir müssen nicht auf den Gegner schauen, sondern selbstkritisch sein und die Fehler bei uns suchen. Eines ist klar: Wir haben den Kampf um den Barrage-Platz selbst verbockt. Und die Aarauer haben sich die Aufstiegsspiele dank einem eindrücklichen Schlussspurt verdient.“

"Entlassung? Kein Thema!"

Klare Worte von Contini, der aus den Rückschlägen der vergangenen Saison die Lehren gezogen hat. „Es gab in der vergangenen Saison Mentalitätsprobleme“, fügt Contini hinzu. „Deshalb haben wir die eine oder Kaderkorrektur vorgenommen und die Hierarchie innerhalb des Teams neu geordnet.“ Das heisst im Klartext: Mit der Wahl von Stjepan Kukuruzovic zum Captain wurde die Rangordnung neu definiert. Und mit dem Zuzug des torgefährlichen Mittelstürmers Aldin Turkes kam frischer Wind ins Team.

Contini ist nach dem Start mit drei Siegen und einem Unentschieden zuversichtlich. „Unser Ziel ist der Aufstieg“, sagt er. „Und dafür werden wir hart arbeiten.“ Zu Gerüchten, dass er Ende letzter Saison wegen des Absturzes auf Rang 3 vor der Entlassung stand, sagt Contini: „Es gab einige Artikel, die in diese Richtung zielten. Aber das waren reine Spekulationen. Intern war eine Entlassung nie ein Thema. Ich habe einen Vertrag bis im Sommer des nächsten Jahres. Und diesen Vertrag werde ich erfüllen.“