Zwar starteten die Gastgeber harzig und mussten gleich einen zwei Tore-Rückstand hinnehmen, aber im vierten Anlauf erlöste Jonas Buholzer durch einen schnellen Gegenstoss das Publikum und markierte den Anschlusstreffer. Danach erzielte Sebastian Kaiser den Ausgleich, ehe Mirko Santoro nochmals mittels Nachschuss sein Team ein letztes Mal in Front brachte (zum 2:3 in der 6. Minute). Nach ausgeglichenen Minuten erhöhte Möhlin seine Trefferquote durch einen wiederum brillanten Kaiser: der Rückraumspieler suchte die 1:1-Situationen und trickste sein Gegenüber variantenreich aus. Meistens tankte er sich erfolgreich durch oder erkämpfte sich noch einen Siebenmeter. Auch Rok Jelovcan parierte hinten nacheinander gefährliche Horgener Abschlussversuche.

Die Gäste würzten ihr Spiel immer mal wieder mit flinken und präsenten Aktionen, welche dann auch der soliden Möhliner Abwehr zum Verhängnis wurden. Nach 15 Minuten kam Horgen so noch einmal auf einen Zähler heran, ehe Möhlin mit tollen Passzuspielen den Ball erfolgreich an Tim Schubiger vorbei im Tor zu platzieren wusste. Das Publikum liess sich begeistern und entfachte bei den Spielern offensiv ein kleines Feuerwerk. Beim 10:6 (16. Minute) bezog Horgens Coach die Auszeit, doch seine Männer bremsten nun Kaiser aus und Marcus Hock durfte einen erneut zugesprochenen Strafstoss, der aber pariert wurde, ausführen. So kam Horgen nochmals auf zwei Tore heran, denn auch in der folgenden Offensivarbeit glückte den Möhliner nicht mehr alles nach Wunsch. Aber nun war es Florian Doormann, welcher sein Team einmal mehr aus einer heiklen Situation verabschiedete und zum 13:10 (22. Minute) reüssierte. Beinahe sinnbildlich war dann die Geste des Horgener Topshooters und Regisseurs Philipp Seitle, der unschlüssig den Kopf schüttelte und nach einem Rezept für einen erfolgreicheren Aufbau suchte. An der Möhliner Abwehr bissen sich die Gäste tatsächlich die Zähne aus. Derweil spielte Möhlin jetzt auch offensiv dynamisch, schnell und führte zur Halbzeit mit sechs Toren (18:12).

Jonas Buholzer in Topform

Nach dem Seitenwechsel realisierten die Zürcher den einen oder anderen sehenswerten Treffer. Aber insgesamt wussten die Fricktaler, was zu tun war, um den Gegner im Griff zu haben. Mit fünf, sechs – kurze Zeit gar mit sieben Toren Differenz durch den in Topform auflaufenden Flügelspieler Jonas Buholzer – brachte sich Möhlin komfortabel in Führung (24:17 in der 40. Minute). Zoltan Cordas beorderte danach den zweiten Torwart Nicolas Bamert ins Spiel. Seine Vordermänner liessen etwas nach in der Abwehr und brachten ihm richtig Arbeit. Bamert neutralisierte sechs von zwölf Versuchen, was ihm eine stolze Bilanz von 50% bescherte! Das Skore blieb klar zu Gunsten der Heimmannschaft bestehen, doch auch die zweite Garde mit Wirthlin, Csebits, Trüssel und Caminada musste alles geben, um dem aufsässigen Gegner Paroli bieten zu können. Denn dieser kämpfte unbeirrt bis zum Schluss, wenn auch weniger erfolgreich als Möhlin. Mit Manuel Csebits markierte ein Youngster mit dem letzten Wurf das Goal zum 32:27 und liess damit die meisten der rund 500 anwesenden Zuschauer in Jubellaune ausbrechen.

Jonas Buholzer war gegen Horgen stets ein sicherer Schütze.

Jonas Buholzer war gegen Horgen stets ein sicherer Schütze.

Möhlin mit: Jelovcan (10/31), Bamert (6/12); Freitag, Wirthlin M. (2), Buholzer (4), Doormann (7), Meier (3), Soder, Csebits (2), Trüssel, Hock (5), Caminada, Kaiser (9), Tokic.