Schweizer Cup

Nach den Niederlagen im Schweizer Cup: Erneut nur noch Zuschauer

Einmal mehr: Dem Aargauer Klub (links die FCA-Spieler) bleibt im Cup gegen einen Oberklassigen das Nachsehen.

Die Achtelfinals im Schweizer Cup finden einmal mehr nach den Niederlagen von Wohlen und Aarau ohne Aargauer Beteiligung statt. Beide Teams scheiterten trotz guten Leistungen an einem Vertreter aus der Super League.

Weisse Strände, über 30 Grad, warmes Meer, fantastisches Essen – doch Luigi Ponte ist am Sonntagmorgen mit seinen Gedanken im Aargau. Genau gesagt: Am 67. Geburtstag des Präsidenten des Aargauischen Fussballverbandes kommt es in Aarau und Wohlen zu zwei Cup-Leckerbissen gegen Sion bzw. Luzern.

Als höchster Aargauer Fussball-Funktionär wünscht sich Ponte zu seinem 67. Wiegenfest nichts sehnlicher als das Weiterkommen von Aarau und Wohlen. Voller Hoffnung schickt er der «Aargauer Zeitung» am Sonntagmorgen ein SMS: «Bin leider in Kreta in den Ferien, aber mein Geburtstagswunsch wäre es, dass Aarau gegen Sion und Wohlen gegen Luzern im Schweizer Cup eine Runde weiterkommen. Liebe Grüsse und Hopp Aargau – Luigi»

Wenig fehlte für eine Überraschung

Pontes Optimismus in Ehren. Doch ein Kenner des Aargauer Fussballs wie er hätte doch ahnen müssen, dass das Ganze ein frommer Wunsch war. Denn es kam, wie es laut Statistik kommen musste: Sowohl Aarau als auch Wohlen zogen gegen die Super-League-Klubs den Kürzeren. Stellvertretend für die ernüchternde Bilanz der beiden Klubs im Cup seit dem Triumph des FC Aarau 1985 im Final gegen Xamax.

Bis auf wenige Ausreisser des FC Aarau (siehe Statistik unten) hat der Aargau in den vergangenen 35 Jahren im Cup keine Stricke zerrissen. Oft waren Aarau und Wohlen nah dran an der Überraschung gegen oberklassige Gegner, doch für mehr als Applaus für eine gute Leistung reichte es dann doch nicht.

Und so ist der Aargau ab September im Schweizer Cup erneut nur noch Zuschauer. Bleibt für Aarau und Wohlen zu hoffen, dass die wackeren Auftritte gegen Sion und Luzern den Spielern Aufwind geben für den Ligaalltag – und dass sie dort gegen die weniger prominenten Gegner ebenso motiviert ans Werk gehen wie gegen die Super-League-Stars.

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