Tennis
Nach drei Aufstiegen in Serie folgt die Premiere für den TC Rheinfelden

Am Samstag läuft die erste Männermannschaft des TC Rheinfelden zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Nationalliga C auf.

Fabio Baranzini
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Es ist eine beeindruckende Leistung, welche die erste Interclub-Mannschaft des TC Rheinfelden in den letzten drei Jahren gezeigt hat. Nach dem Abstieg in die Niederungen der 3. Liga vor vier Jahren ist Fabrizio Petraglio, der zuvor im NLC-Team von Wangen im Kanton Schwyz gespielt hat, zu seinem Stammverein zurückgekehrt und hat das Captainamt übernommen. Petraglio hat ein Team aus vorwiegend jungen Spielern geformt, das in drei Jahren gleich drei Mal aufgestiegen ist. Und das keinesfalls zufällig oder glücklich, sondern auf souveräne Art und Weise.

In den drei Aufstiegssaisons haben die Rheinfelder alle ihre 16 Begegnungen gewonnen und dabei nicht weniger als 120 von 135 Einzelpartien für sich entschieden. Eine starke Bilanz. Die Krönung war der 7:2-Sieg im letzten Aufstiegsspiel zur NLC gegen das scheinbar übermächtige Peseux, das auf vier von sechs Positionen stärker klassiert war als die Rheinfelder. «Wir hätten bei Gott nicht daran geglaubt, dass wir 7:2 gewinnen. Wir wussten, dass wir eine Chance haben, weil wir auf den hinteren Positionen stark sind, aber damit hätten wir nie gerechnet», so Petraglio.

Verstärkung auf Position eins

Dank diesem Sieg haben die Rheinfelder im letzten Juni den Aufstieg in die dritthöchste Interclub-Spielklasse des Landes geschafft – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Und nun gilt es, den dritten Aufstieg in Folge auch zu bestätigen. Doch das wird keine einfache Angelegenheit, denn der Sprung von der 1. Liga in die Nationalliga C ist gross. «In dieser Liga ist die Leistungsdichte viel höher. Entweder haben die Teams vorne zwei wirklich starke Spieler oder sie sind sehr ausgeglichen bis auf die hintersten Positionen», so Petraglio. «Uns war daher klar, dass wir Kanonenfutter sein werden, wenn wir uns nicht verstärken.»

Aus diesem Grund haben sich die Rheinfelder im Hinblick auf das erste NLC-Abenteuer des Vereins die Dienste von Felix Wild aus Deutschland gesichert. Wild, der in der Schweizer Rangliste als Nummer 51 eingestuft worden ist, hatte früher regelmässig mit Marco Fütterer gespielt, der ebenfalls für die Rheinfelder aufläuft. «Mit Felix haben wir eine Chance auf den Ligaerhalt, aber auch mit ihm wird es keine einfache Aufgabe», ist sich Petraglio bewusst.

Die Rheinfelder treffen in der Vorrunde auf Kleinbasel, Aubonne und Green Club Romanel. Auch wenn mit Kleinbasel und Aubonne zwei Teams dabei sind, die im Vorjahr bereits in der Nationalliga C gespielt haben, ist es durchaus realistisch, dass die Rheinfelder bei ihrer Premiere in der dritthöchsten Spielklasse bestehen können.

Vor allem dann, wenn sie auch in diesem Jahr in den wichtigen Partien wieder über sich hinauswachsen. So, wie sie das im letzten Aufstiegsspiel gegen Peseux getan haben. Zum Auftakt treffen die Rheinfelder am Samstag (14 Uhr) auswärts auf den TC Kleinbasel.

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