Frauenfussball

Neuer Vorstand, neuer Sponsor, alte Ziele: Bei den FC Aarau Frauen weht ein frischer Wind

Die FC Aarau Frauen möchten in der neuen Saison den Aufstieg realisieren.

Die FC Aarau Frauen möchten in der neuen Saison den Aufstieg realisieren.

Bei den FCA-Frauen war vor dem Saisonbeginn einiges los: Die neue Klubführung möchte nun in der neuen Spielzeit den Aufstieg in die oberste Liga realisieren und damit endlich das Image vom Ausbildungsklub loswerden.

«Wir wollen die gute Basisarbeit weiterführen, die der ehemalige Vorstand geleistet hat», sagt Willy Wenger, der neue Präsident der FC Aarau Frauen. Die Visionen sind die Gleichen wie beim alten Vorstand. Das Team bleibt jung, es wird weiterhin auf die eigenen Spielerinnen aus dem Nachwuchs gesetzt und der Aufstieg in die «AXA Womens Super League» bleibt die Zielsetzung.

Mit der Volare Group haben die FC Aarau Frauen einen im Aargau bekannten neuen Sponsor im Rücken. Die neue Strategie sieht für die Zukunft einen Gastronomieteil vor der zusätzliche Einnahmen generieren soll.

Was bereits aus den vergangenen Saisons bekannt ist, bleibt auch in dieser gleich. Der Vorstand der FCA-Frauen setzt voll und ganz auf den eigenen Nachwuchs. «Wir wollen mit unseren eigenen Spielerinnen ein solides Team bilden und den Spielerinnen aus den Nachwuchsabteilungen die Chance bieten, in der ersten Mannschaft zu spielen. Zudem sollen gezielt Verstärkungen engagiert werden», sagt Präsident Wenger.

Mit Attraktivität Spielerinnen binden

Der Aufstieg soll ebenfalls in der neun Saison realisiert werden. Ab der Saison 2021/22 werden in der Nationalliga A zwei Teams mehr spielen. Das heisst: Die FC Aarau Frauen wollen unbedingt auf einem der ersten beiden Tabellenplätzen landen – um aufzusteigen. Wenger sagt dazu: «Diese Saison hätten wir vielleicht auch aufsteigen können, wir haben gut gespielt. Nun müssen wir unsere Chance nutzen und in der neuen Saison aufsteigen. Wir können das, der Verein hat Potenzial. Das müssen wir nun beweisen.»

Die neue Klubführung hat klare Visionen für die nächsten Jahre. Die Spielerinnen sollen durch  die Attraktivität des Vereins gebunden werden. Bislang galten die FC Aarau Frauen stets als Ausbildungsklub, nun soll sich das ändern. Doch um für Spielerinnen attraktiv zu sein, muss in der Nationalliga A gespielt werden. Angefangen wird diese Arbeit trotzdem schon jetzt. Jung Nachwuchsspielerinnen sollen in die erste Mannschaft aufsteigen. «Die junge Mannschaft kann so an Erfahrung gewinnen und zu einem eingespielten Team heranwachsen. Natürlich verpflichten wir auch andere Spielerinnen, die ein wenig mehr Erfahrung haben. Sie sollen Ruhe in die Mannschaft bringen und als Führungspielerinnen agieren.», sagt Wenger.

Die Vision sieht ausserdem vor, das zwei bis drei Spielerinnen in den nächsten Jahren zu Halbprofis werden. Heisst: Sie haben ein Arbeitspensum von 50%-70%, den Rest verbringen sie mit Fussball. Ein grosser Schritt. Denn momentan verdient keine Spielerin bei den FCA-Frauen Geld mit dem Fussball.

Damit die grossen Ziele auch erreicht werden können, brauchen die FCA-Frauen kurzfristig einen guten Auftakt in die neue Saison der Nationalliga B. Und dieser ist gelungen: Im Schachen feierten die Aarauerinnen am vergangenen Samstag gegen die Femina Kickers Worb mit 4:2 den ersten Sieg in der neuen Spielzeit. 

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