NLA-Handball
Viele Premieren und eine am Ende deutliche Niederlage für den HSC

Der HSC Suhr Aarau verliert gegen den BSV Bern 24:28. Doch besonders in den ersten 30 Minuten überzeugt der HSC. Und so bleiben von dieser Niederlage auch gute Dinge in Erinnerung. Zum Beispiel die NLA-Debüts von Nuno Silva und Thomas Bieri.

Martin Probst
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Trainer Misha Kaufmann sah trotz Niederlage auch positive Dinge im Spiel seines HSC.

Trainer Misha Kaufmann sah trotz Niederlage auch positive Dinge im Spiel seines HSC.

Marc Schumacher

Der HSC Suhr Aarau verliert ein Spiel, das er in der ersten Halbzeit im Griff hatte. So weit die kurze Fassung. Doch beginnen wir von vorne. In den ersten 30 Minuten ist wenig zu spüren, dass mit Tim Aufdenblatten ein weiterer Leader verletzt fehlt. Oder mit Lars Hofer der Shootingstar auf dem Flügel. Trainer Misha Kaufmann rotiert zwar fleissig und bringt schon zu Beginn zahlreiche Akteure auf die Platte. Doch der Mix funktioniert.

Der Portugiese Nuno Silva zeigt schnell einmal, wofür er geholt wurde. Seine Zuspiele auf Leonard Pejkovic führen regelmässig zu gefährlichen Situation, die Kreisläufer Pejkovic zu nutzen weiss. Es scheint, dass sich da zwei gefunden haben. Überhaupt hat Silva das HSC-Spiel erstaunlich schnell gelernt und sogar schon begonnen, es mit zu prägen. Schliesslich ist der 30-Jährige erst seit Mittwoch in der Schweiz und im HSC-Training.

Der Tag der Premieren

Doch nicht nur für Silva wird das Spiel eine Premiere. Auch Thomas Bieri debütiert in der NLA. Der 18-jährige Schweizer zeigt auf dem rechten Flügel eine starke Partie und belohnt sich mit seinem ersten NLA-Tor. Für den verletzten Aufdenblatten kehrt Manuel Zehnder ins Spiel zurück. Eigentlich war seine Rückkehr nach einer Hüft-Operation später geplant.

Zehnder, der in dieser Saison bisher nur als Siebenmeterschütze zum Einsatz kam, rechtfertigt seine Aufstellung mit einem starken Auftritt. Überhaupt funktioniert in der ersten Hälfte, die der HSC mit einer 13:11-Führung beendet, vieles sehr gut - trotz der ständigen Umstellungen.

Nickligkeiten zu Ende des Spiels

Was man vom Beginn der zweiten Halbzeit nicht sagen kann. Der HSC ist in den ersten fünf Minuten nach der Pause völlig von der Rolle und die 13:11-Führung verwandelt wich in einen 13:16-Rückstand. Es ist die Phase, die das Spiel in eine andere Richtung lenkt. Der Vorteil, den sich der HSC in der ersten Hälfte erspielt hat, ist weg und damit auch die Lockerheit.

Zwar kommt das Team von Misha Kaufmann bis zur 45 Minute noch einmal heran und kann die Partie ausgleichen. In Führung geht der HSC bis zum Ende der Partie aber nicht mehr. Vielmehr nehmen in den letzten Minuten die Nickligkeiten zu, was dem BSV Bern einen am Ende klaren 28:24-Sieg ermöglicht. Der HSC darf allerdings Mut aus den ersten 30 Minuten tanken. Kommt noch hinzu, dass bald einige verletzte Spieler wieder mittun dürften. Somit ist diese Niederlage wohl gut zu verkraften.

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