Ski nordisch

Peter Läuppi ermöglicht Simon Ammann und Dario Cologna einen ruhigen Schlaf

Peter Läuppi aus Beinwil am See.

Peter Läuppi aus Beinwil am See.

Peter Läuppi leitet die Schweizer Delegation an der Nordisch-WM in Val die Fiemme. Bereits zum dritten Mal organisiert der Beinwiler eine solche Expedition – und sorgt damit für das Wohlergehen von Stars wie Dario Cologna oder Simon Ammann.

Es ist ein stetes Kommen und Gehen im Hotel «alla Rosa» in Predazzo, dem Schweizer Refugium während der WM in Val di Fiemme. «Athleten die nur einen Wettkampf bestreiten, verweilen beispielsweise nicht lange hier», sagt Peter Läuppi. Der Mann weiss definitiv, wovon er spricht. Läuppi ist vor WM-Beginn als Erster angereist und er wird auch der Letzte sein von der Swiss-Ski-Delegation, der Val di Fiemme wieder verlassen wird. Als Missionschef ist der 48-Jährige der «Mann für alle Fälle» im Schweizer Team. Es seien oft ganz banale, kurzfristig anfallende Dinge wie Bestellung von Tickets für Wettkämpfe, die es zu erledigen gibt.

Erstmals mit Exklusiv-Hotel

Nach Liberec 2009 und Oslo 2011 orchestriert der Beinwiler ein drittes Mal eine nordische Swiss-Ski-WM-Expedition. Er ist ein bisschen stolz darauf, dass er seinen Athleten zum ersten Mal ein exklusiv zur Verfügung stehendes Hotel anbieten kann. «Das wurde möglich, weil der Patron des Hauses ein Schweizer Fan ist», erläutert Läuppi.

Zimmerzuteilung für 40 Personen

Ein zentraler und delikater Punkt in Läuppis Arbeit ist die Zuteilung der Zimmer für den 40 Personen umfassenden Tross. Der Leistungssportler fürchtet nichts mehr als eine Erkrankung. Er unternimmt deshalb alles menschenmögliche, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. «Die Zimmer mit Parkettböden sind den Athleten vorbehalten, Zimmer mit Teppichböden sind für die restlichen Delegationsmitglieder da», sagt Läuppi. Die von norwegischen Läufern kolportierten Geschichten, wonach sämtliche Teppiche in Teamhotels entfernt werden, kann er nicht bestätigen. «Das gibt es bei uns nicht.»

Sonderstatus für Stars

Ebenso essenziell ist die Lage der Zimmer. Die Athleten erhalten jene Räume mit der geringsten Lärmbelästigung. «Ich stehe um 7 Uhr in der früh senkrecht im Bett wenn die Kirchenglocken läuten», sagt Läuppi sichtlich amüsiert. In Oslo war Simon Ammann mehrmals umgezogen, bis er endlich genügend Ruhe fand. Dem sei diesmal vorgebeugt worden. «Er und Dario Cologna erhielten je die ruhigsten und komfortabelsten Zimmer», sagt der Aargauer. Der Sonderstatus der zwei Schweizer Nordisch-Champions spielt dabei selbstverständlich eine Rolle. Ein junger Springer aus dem Continental-Cup muss sich mit einem Doppelzimmer bescheiden.

Schon in Oslo wurde Swiss-Ski exklusives Nutzungsrecht des Teamhotels am Voksenkollen in Aussicht gestellt. Dem war dann nicht so. Liberec hatte mit der Einquartierung in einer typisch osteuropäischen Plattenbausiedlung seinen eigenen Charme. Läuppi: «Wichtig war bei jener Expedition, dass wir die Athleten frühzeitig darauf vorbereitet haben.»

Einblicke in den Nordisch-Bereich

Eigentlich ist Läuppi eher dem alpinen Skisport zugewandt. Einst war er Frauentrainer bei Swiss-Ski. Mittlerweile ist der seit 15 Jahren beim Verband in Lohn und Brot stehende Aargauer Chef der internen Trainerausbildung. Der Trip nach Italien ist für ihn Abwechslung zum Alltag, bietet ihm jedoch auch neue Erkenntnisse. Nur zu gerne verfolgt der Alpin-Trainer die Arbeit der Nordisch-Kollegen. «Ich erhalte neue, praxisnahe Einblicke, die mir sonst nicht vergönnt wären», weiss Läuppi. Für ein gemütliches Beisammensein schliesslich ist Läuppis «Swiss-Office» da, ein geselliger Treffpunkt für jedermann. Hier soll der Teamspirit entstehen.

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