Ringen

Pflichtsieg fürs Team Freiamt im letzten Schondurchgang

Ringerakrobatik: Freiamts Kubaner Wilbert Machin Barroso zeigte in Schattdorf einen spektakulären Freudensprung. Foto: Rytz.

Ringerakrobatik: Freiamts Kubaner Wilbert Machin Barroso zeigte in Schattdorf einen spektakulären Freudensprung. Foto: Rytz.

Nach dem obligaten Sieg in Schattdorf beginnt für das Team Freiamt der Ernst der NLA-Saison. In den letzten beiden Runden der Qualifikation warten mit Willisau und Hergiswil zwei komplett andere Kaliber.

Der Auswärtskampf bei Schattdorf war aus ringerischer Sicht erneut keine Freiämter Offenbarung. Wie von Trainer Thomas Murer erwartet, erreichte sein Team sichere sechs Einzelsiege auf der Matte. Das Soll erfüllten aber nur Christian Huwiler, Wilbert Machin Barroso und Pascal Gurtner mit vorzeitigen Siegen.

Pascal Strebel: Ideenlos und ohne Kampfgeist

Die grösste Enttäuschung war Pascal Strebel. Der Greco-Olympiaringer ist im freien Stil nur schweizerisches Mittelmass, wie die 2:7-Punkteniederlage gegen Nicolas Christen zeigte. Erschreckender war jedoch der mangelnde Kampfgeist und die Ideenlosigkeit. Der frühere Teamleader scheint im Zusammenhang mit seinem internationalen Rücktritt das innere Feuer verloren zu haben. «Das war planlos», ärgerte sich auch Trainer Murer über die Niederlage. Weiterhin harzig verlaufen die Einsätze von Freistiltalent Randy Vock. Der 19-jährige Niederwiler gab bei seinem 9:2-Punktesieg erneut einen Mannschaftspunkt ab.

Kubaner sorgt für Glanzpunkt

Einen Freiämter Hoffnungsschimmer liess Wilbert Machin Barroso erstrahlen. Der dunkelhäutige Kubaner schulterte bis 74 kg Greco nach einem Hüfter den Schattdorfer Lucas Epp. Der Freudensprung des 17-jährigen Aarauers, ein spektakulärer Flicflac, war ebenso sehenswert. Zu Forfait-Siegen kamen die 84-kg-Ringer Roman Zurfluh und Yanick Klausner. Während Zurfluh kampflos gewann, hatte Klausner immerhin Gelegenheit, sein Können in einem Showkampf gegen den zu schweren Dvorak Bence zu zeigen. Er nutzte diese Gelegenheit nur halbherzig.

Eine «vielversprechende Ausgangslage»

Thomas Murer zeigte sich erstaunlicherweise zufrieden mit der Teamleistung, kündigte aber trotzdem Umstellungen gegen Willisau an. Wie gross die Leistungsbereitschaft sein wird, bleibt abzuwarten. Noch immer glaubt Murer, Rang 4 nach der Qualifikation und Kriessern als Halbfinalgegner wären eine vielversprechende Ausgangslage. Wenn er sich da nur nicht täuscht.

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