Regionalfussball
Zwischen Cup und EM-Knüller: Warum Mutschellen während dem Nati-Spiel um den Halbfinal-Einzug kämpfen muss

Der FC Mutschellen trifft am Mittwochabend im Aargauer Cup auf den FC Lenzburg. Nebenbei schaut die Schweiz gespannt nach Rom, denn dort findet der EM-Knüller zwischen der Nati und Italien statt. Eine spezielle Situation für Regionallfussballer.

Nik Dömer
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Der FC Mutschellen muss mindestens auf die erste Halbzeit des Nati-Spiels verzichten.

Der FC Mutschellen muss mindestens auf die erste Halbzeit des Nati-Spiels verzichten.

Alexander Wagner

Regionalfussball Wenn heute Abend die Schweiz gespannt nach Rom schaut, um beim Spiel zwischen der Schweiz und Italien mitzufiebern, kämpft Sergio Colacino mit seinem FC Mutschellen im Aargauer Cup gegen den FC Lenzburg um den Einzug in den Halbfinal.

Ausgerechnet Colacino, der nicht nur familienbedingt zu beiden Ländern einen grossen Bezug hat, sondern auch bei Bellinzona einst Schützling unter Nati-Trainer Vladimir Petkovic war, kann diese spezielle Partie nicht live mitverfolgen. «Es ging einfach nicht anders», erklärt Colacino. «Der AFV hat extra angeboten, dass alle die Spiele am Dienstag austragen können, doch bei uns ist der Platz besetzt. Und auf den Kunstrasen wollten wir nicht ausweichen, dieser würde für erhöhtes Verletzungsrisiko sorgen.»

«Gönne Petkovic jeden Erfolg»

Und so kommt es, dass 45 Minuten vor dem EM-Knüller zwischen der Schweiz und Italien auch beim FC Mutschellen angepfiffen wird. «Zum Glück werden wir in der Halbzeit wohl sowieso über den Stand der Dinge informiert werden, und wenn unser Spiel in der regulären Spielzeit entschieden wird, bleibt uns ja immer noch fast eine Halbzeit.»

Mutschellens Trainer Colacino trainierte einst selber unter Petkovic.

Mutschellens Trainer Colacino trainierte einst selber unter Petkovic.

Alexander Wagner

Dass Mutschellen ein Teil der EM-Partie verpasst, sei kein Drama. Im Gegenteil: «Als die Spieler erfuhren, dass wir nicht verschieben können, haben das alle entspannt zur Kenntnis genommen. Immerhin stehen wir im Viertelfinal des Aargauer Cups und haben zum ersten Mal einen Wettkampf seit acht Monaten. Das ist auch für uns eine grosse Sache.»

Eine Prognose gibt Colacino für den EM-Krimi dennoch ab: «2:0 für Italien! Die Azzurri haben sehr viel individuelle Qualität und spielen attraktiven Ballbesitzfussball. Das wird sehr schwierig für die Schweiz, auch wenn ich meinem ehemaligen Trainer Petkovic jeden Erfolg von Herzen gönne. Er ist ein sehr feiner Mensch und ein cleverer Trainer. Er soll seinen Kritikern zeigen, dass sie im Unrecht sind.»

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