Fussball 1. Liga

Schwere Zeiten für FC Baden und FC Wohlen: Kurzarbeit wird zur Knacknuss

Dejan Jakovljevic (Baden) Luis Alfredao Gutierrez (Wohlen)

Dejan Jakovljevic (Baden) Luis Alfredao Gutierrez (Wohlen)

Der FC Baden und der FC Wohlen haben Kurzarbeit angemeldet. Aber haben die Spieler der zwei Aargauer 1.-Ligisten überhaupt Anrecht auf Kurzarbeit? Das Dossier liegt beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Entschieden ist noch nichts.

Der bevorstehende Abbruch der Saison 2019/20 stellte den FC Baden und den FC Wohlen vor grosse Probleme. Bis zum Beginn der neuen Saison Anfang August drohen hohe Verluste. Logisch also, dass die Verantwortlichen der zwei Klubs alles tun, um die Kosten auf ein Minimum zu beschränken. Das gilt vor allem für die Vergütungen der Spieler. Interessant: Die Spieler müssen bei der Auszahlung der Vergütungen wie andere Erwerbstätige auch Abzüge von Sozialleistungen in Kauf nehmen.  

Nun haben die zwei Aargauer 1.-Ligisten beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) also Kurzarbeit angemeldet. Aber geht das überhaupt? Ein Selbstläufer ist das Ganze auf keinen Fall. Die entscheidenden Fragen lauten: Erfüllen die Spieler des FC Baden und des FC Wohlen, die neben ihrem Hobby Fussball grösstenteils einer Arbeit nachgehen, die Auflagen für Kurzarbeit? Hat ein Spieler, der einen 100-Prozent-Job hat, ein Anrecht auf Kurzarbeit bei seinem Verein? Skepsis ist angesagt! Um die Sachlage zu klären hat das AWA die beiden 1.-Ligisten aufgefordert, eine Liste mit allen Kaderspielern und ihren beruflichen Tätigkeiten zu erstellen. Ein Entscheid des AWA ist in den nächsten Tagen zu erwarten.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

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