Nach dem 2:2 gegen Winterthur und dem 2:0-Sieg von Lausanne gegen Wil steht der FC Aarau im Kampf um den Barrage-Platz mit dem Rücken zur Wand. Sieben Runden vor Schluss hat die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen fünf Punkte Rückstand auf die Waadtländer. Drei Erkenntnisse aus dem Spiel gegen die Zürcher.

An Maierhofer scheiden sich die Geister

Bei den Fans des FC Aarau ist der torgefährliche Stefan Maierhofer hoch im Kurs. Ganz anders ist die Stimmungslage bei den Gegenspielern des 2.02 Meter grossen Stürmers. Davide Callà war während des Spiels FCA – Winterthur im Brügglifeld sichtlich genervt. Der verletzte Flügelstürmer sass auf der Tribüne und nahm kein Blatt vor den Mund. «Dieser Maierhofer benimmt sich auf dem Spielfeld unmöglich», sagte Callà. «Statt Fussball zu spielen, reklamiert und provoziert er dauernd. Das ist nicht fair.»

31. Minute: Nach einer schönen Vorlage von Linus Obexer Schuss kommt genau dieser Stefan Maierhofer dann zu der ersten Grosschance für Aarau. Sein Kopfball wir aber von Raphael Spiegel gehalten.

FC Aarau – FC Winterthur, 31. Minute: Nach einer schönen Vorlage von Linus Obexer Schuss kommt Stefan Maierhofer dann zu der ersten Grosschance für Aarau. Sein Kopfball wir aber von Raphael Spiegel gehalten.

  

Dass sich Maierhofer auf dem Platz nicht wie ein Gentleman benimmt, ist eine unumstrittene Tatsache. Das entschuldigt aber noch lange nicht die Tätlichkeit von Winterthurs Innenverteidiger Granit Lekaj an Maierhofer Mitte der ersten Halbzeit. Hätte Schiedsrichter Stefan Horisberger die fiese Attacke Lekajs gesehen, wäre er vom Platz geflogen. Kein Zweifel: Die Winterthurer haben den Punktgewinn in Aarau dank einer willensstarken Leistung verdient, aber man wurde das Gefühl nicht los, dass sich die Zürcher Maierhofer als Zielscheibe für Provokationen und Giftpfeile ausgesucht haben. 

Das kleine Drama um Marco Schneuwly

Was ist bloss mit Schneuwly los? Zwei Tore in 22 Spielen: Das ist die magere Ausbeute des früheren Goalgetters im Dress des FC Aarau. Mangelnden Kampfgeist und Einsatz kann man dem 34-Jährigen nicht vorwerfen. Aber seit Beginn der Rückrunde gelingt ihm nichts Konstruktives und nichts Kreatives. Effizienz ist für ihn zu einem Fremdwort geworden. Bei allem Respekt: Schneuwly ist völlig ausser Form. Eine Verschnaufpause würde ihm gut tun!

Zuschauerrekord im Brügglifeld

Die eindrückliche Aufholjagd des FC Aarau im Verlauf der Saison wirkt sich auf die Zuschauerzahlen aus. Die FCA-Fans kommen gegen Ende der Saison langsam, aber sicher in Fahrt. Gegen Winterthur kamen 3981 Zuschauerinnen und Zuschauer. Bleibt zu hoffen, dass am Samstag, 4. Mai, im Spitzenspiel gegen Lausanne die 4000er-Marke geknackt wird. 

FCA-Stürmer Stefan Maierhofer im FCA-Talk – «Über eine Vertragsverlängerung können wir reden»:

FCA-Stürmer Stefan Maierhofer: «Über eine Vertragsverlängerung können wir reden»

Er hat bei Bayern München und in der Premier League gespielt, 19 Länderspiele für Österreich bestritten und in seiner Heimat mehrere Meistertitel gewonnen. Das neuste Husarenstück von Stefan Maierhofer: Mit 36 Jahren schiesst er den FC Aarau aus dem Tabellenkeller. Im FCA-Talk im November 2018 verrät der 2,02-Meter-Mann sein Erfolgsrezept und warum ihn alle «Major» nennen.