Para-Tischtennis WM

Silvio Keller scheitert an den Koreanern – der Traum des WM-Viertelfinals ist geplatzt

Für Tischtennisspieler Silvio Keller ging der Traum des WM-Viertelfinals nicht in Erfüllung.

Für Tischtennisspieler Silvio Keller ging der Traum des WM-Viertelfinals nicht in Erfüllung.

An der Para-Tischtennis Weltmeisterschaften im slowenischen Celje wird Silvio Keller von den Koreanern, den Nummern eins und vier der Weltrangliste, zweimal in drei Sätzen geschlagen. Nur einen Russen konnte er verdrängen. Trotz seines teilweise sehr guten Spiels und einem hartnäckigen Kampf hat er sein Ziel – den Einzug ins Viertelfinal – nicht erreicht.

Die Weltmeisterschaft startete für Silvio Keller fern vom Schongang. Young Dae Joo, die mo-mentane Weltnummer eins, forderte den Aargauer gleich von Beginn weg. Im ersten Satz schaffte es Silvio Keller, den Koreaner kurz in Schach zu halten, er verlor schlussendlich knapp mit 9:11.

Im zweiten Satz fand Silvio überhaupt nicht ins Spiel und verlor deutlich mit 1:11. Zuletzt besiegte ihn der Koreaner in drei Sätzen. Mit der ersten Niederlage in der Tasche bereitete sich Silvio, gemeinsam mit seinem Trainer Philipp Zeugin, auf das nächste Duell gegen den Russen Dimitry Lavrov vor.

Etwas verunsichert startete Silvio mit Rückstand in das Spiel, doch in der Mitte des ersten Satzes gewann er Schritt für Schritt an Selbstvertrauen und drehte den Spiess. Er gewann mit knappen 13:11. Auch im zweiten Satz konnte er die Form weiterziehen und siegte mit 11:4.

Zielstrebig und voller Kampfgeist

Der Russe gab sich aber nicht so einfach geschlagen. Er drehte auf und besiegte Silvio im dritten Satz. Nun hiess es für den Schweizer alle Konzentration zu bündeln, damit der Einzug ins Achtelfinal unter Dach und Fach ist. Zielstrebig und mit vollem Kampfgeist übernahm er im vierten Satz die Vorhand und besiegte den Russen. Die Erleichterung und Freude über den Sieg war unverkennbar. Nun hiess es abwarten und hoffen, dass das Glück bei der Auslosung für die K.o.-Runden auf der Seite des Schweizers ist.

Der Achtelfinal – Korea gegen die Schweiz

Auch der Gegner im Achtelfinal war ein Koreaner. Die Weltnummer vier, KiWon Nam, forderte Silvio Keller heraus. Keine leichte Herausforderung, aber der Aargauer kannte sein Ziel – das Viertelfinal. Nur leider musste Silvio Kller mit 6:11, 11:13 und 3:11 einsehen, dass auch dieses Duell zu Gunsten von Korea endete.

Sein Spiel war offensiv und angriffig, die Ballwechsel waren lang und Silvio Keller schaffte es auch bei seinem Anspiel den Koreaner herauszufordern, dennoch war es zu oft KiWon Nam, der den Punkt für sich entschied. Der Koreaner war schlichtweg eine Klasse besser.

Heimreise für Silvio Keller

Schweren Herzens verlässt Silvio Keller nun das Feld der Weltmeisterschaftskämpfe. Doch kann er trotz Niederlage mit einigen positiven Erfahrungen die Heimreise antreten. «Die Enttäuschung ist gross, ich habe trotz harten Gegnern versucht mental ruhig zu bleiben und das gewisse Risiko zu nehmen, um einen Sieg möglich zu machen. Aber die Koreaner waren einfach stärker», so Silvio Keller.

Nun heisst es, das nächste grosse Ziel – die EM 2019 – zu fokussieren und das Gelernte in das Training zu integrieren. «Wir sind auf dem richtigen Weg. Silvio konnte zwischenzeitlich aufzeigen, was in ihm steckt. Jetzt heisst es trainieren und weiter an der Technik feilen», so das abschliessende Zitat von Philipp Zeugin.

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