Volleyball NLB
Smash 05 zeigt eine solide Leistung gegen Uni Bern trotz widriger Umstände

Am Samstag spielte das NLB-Team von Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten auswärts in Bern. Gegen den Tabellenleader zeigten die Gäste eine aufopfernde Leistung, wurden aber desöfteren vom Schiedsrichter-Duo aus dem Konzept gebracht.

mgt
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Laufenburg-Kaisten konnte mit Leader Uni Bern mithalten, wurde aber immer wieder durch fragwürdige Schiedsrichter-Entscheide zurückgeworfen.

Laufenburg-Kaisten konnte mit Leader Uni Bern mithalten, wurde aber immer wieder durch fragwürdige Schiedsrichter-Entscheide zurückgeworfen.

Zur Verfügung gestellt

Ohne grosse Erwartungen reiste das NLB-Team nach Bern. Laufenburg-Kaisten hatte mehr oder weniger eine Woche ohne Training hinter sich und musste auf diverse Spieler verzichten, welche in den Ferien weilten, verletzt waren oder im Herren 2 aushalfen.

Das Spiel startete denkbar schlecht für Smash 05. Noch nicht wirklich im Spiel angekommen, lagen sie bereits beim erstem Time-Out mit 5:10, nach einer kompletten Rotation mit 8:14 hinten. Dank guten Services und einigen Verteidigungsaktionen von Libero Jann Dillier kamen sie aber schnell zum 15:16 heran.

Smash 05 dreht auf

Laufenburg-Kaisten war nun definitiv im Spiel angekommen, konnte weiter über alle Positionen punkten und ging mit 21:20 in die entscheidende Phase des ersten Satzes. Nun spielten sie fehlerfrei und konnten den ersten Satz überraschenderweise mit 25:22 für sich entscheiden. Den Satzball verwertete Captain Stjepan Grgic am Netz. Auffallend war die Spielfreude der Laufenburger, welche sie bei jedem Punktgewinn demonstrierten.

Im zweiten Satz startete Laufenburg-Kaisten stark, lag nach Services von Kaspar Bürge schnell mit 5:1 vorne. Diesen Vorsprung konnten sie jedoch nicht verwalten und mussten bei 9:9 bereits wieder den Ausgleich hinnehmen.

Dieses kleine Zwischentief konnten die Laufenburger schnell überwinden und lagen dann wieder vier Punkte in Front. Der Vorsprung hätte noch weiter ausgebaut werden können, wenn die Unparteiischen die Anzahl Ballberührungen des Gegners mitgezählt hätten. Nach einem Block flog der Ball an den Rücken eines Berner, danach folgten weitere drei Ballberührungen.

Aus dem Konzept gebracht

Im Volleyball gilt die Berührung am Rücken ebenfalls als normale Ballberührung, worauf folglich nur noch zwei hätten sein dürfen. Uni Bern hatte aber weitere drei, somit waren es vier Berührungen, was ein Fehler wäre. A

Als die Laufenburger diese vierte Ballberührung sahen, freuten sie sich bereits über den gewonnen Punkt und waren dann um so erstaunter, als der erwartete Pfiff des Schiedsrichters ausblieb und der Punkt an Bern ging.

Mit dieser Schiedsrichterentscheidung haderten die Spieler von Smash 05 und mussten auch wegen druckvollen Sprungservices von Uni Bern den Ausgleich zum 22:22 hinnehmen. Ab dem Stand von 23:24 mussten sie vier Satzbällen abwehren, Uni Bern siegte später mit 28:26.

Einige umstrittene Entscheidungen bis dahin blieben fast kommentarlos, aber man merkte die gesteigerten Emotionen bei knappen Entscheidungen auf beiden Seiten.

Laufenburg-Kaisten bemüht sich

Unbeirrt von der Leistung des Gegners oder der Unparteiischen startete Smash 05 wiederum stark in den Satz. Erneut servierte Bürge zum 4:0, Mike Moor kurz danach 8:1. Diese Führung hielt jedoch nicht lange, obwohl kein Leistungsabfall entscheidend war.

Erneut trafen die Schiedsrichter eine fragwürdige Entscheidung. Ein Spieler stand, nachdem er serviert hatte, erneut am Netz und ging nach dem gewonnen Sideout wieder an den Service. Trotz lautstarken Protesten seitens der Laufenbuger wurde der Fehler nicht überprüft.

Diesem Missstand folgten einige Fehler von Smash 05, welche sich durch die Fehlentscheide etwas beeinflussen liessen. Ein starker Doppelblock von Dario Schmid und Grgic brachte den Ausgleich zum 24:24. Aufgrund zweier Eigenfehler jubelte am Satzende aber Uni Bern (27:25).

Heftige Reklamationen

Im vierten Satz wechselte der Service Punkt für Punkt die Seiten bis zum 12:11 für Smash 05. Dann passiert es wieder: Ein Fehler der Berner wurde wieder übersehen. Man hat schon früh gesehen, dass das Zuspiel auf die Aussenposition zu weit nach aussen kommen wird - was der Berner Aussenangreifer zu einer Showeinlage nutzte und so den Ball deutlich ausserhalb der Antenne auf Position 1 schlug.

Alle wussten, dass der Punkt für Laufenburg ist, ausser das Schiedsrichter-Duo. Sie sprachen den Punkt Bern zu. Aufgrund heftiger Reklamationen der Fricktaler gabs für sie eine gelbe Karte.

Knappe Niederlage

Und erneut: Nach der Fehlentscheidung fiel Smash 05 wieder in ein kleines Zwischentief. Beim Rückstand von 15:19 nahm Smash 05 ein Time-Out, ein Block nach dem anderen brachte sie zurück ins Spiel. Beim Sideout-Versuch zum 22:22 schlug Ebner Block-Out, doch der Punkt ging erneut an die Berner.

Eine gewisse Hilflosigkeit zeigte sich. Nach einem cleveren Blockout von Valters Krams konnten die Laufenburger zum 24:24 ausgleichen. Dann ging es allerdings schnell. Ein erfolgreicher Angriff und ein Servicewinner brachte den 26:24 Sieg für Bern.

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