Acht Rennen bilden das Programm des dritten Renntags 2019 vom kommenden Sonntag im Aarauer Schachen. Fünf richten sich an die Galopper, drei davon an die Hindernispferde. Unter den drei Trabrennen ist das Hauptereignis des Tages: die mit insgesamt 40 000 Franken dotierte 71. Meisterschaft der Traber.

Elf Pferde gehen um 16 Uhr an den Start des über 2500 m führenden Rennens. Sieben können aus der ersten Reihe starten, vier müssen mit einem Platz in der zweiten Reihe vorliebnehmen nehmen. Gut meinte es das Los mit dem Duo der Ecurie Turrettini: Mit den Nummern 1 (Attenarco) und 2 (Elattori) kann es vorne innen starten.

Die neben Attenarco (Sieger 2016/2017) meistgenannten Favoriten – der amtierende Meister Swedishman sowie Verrazano Bridge und Tobrouk de Payré – fassten hohe Nummern und müssen versuchen, das Feld von hinten aufzurollen.

Vor einem Jahr offenbarte Attenarco Gangartprobleme und wurde deshalb disqualifiziert. Manche Beobachter der Szene schrieben den inzwischen neunjährigen Wallach bereits ab. 2019 hat er erst vier Rennen bestritten. Zuletzt, am 13. August, gab er bei seinem Sieg auf der Grasbahn in Avenches ein deutliches Lebenszeichen von sich.

Zuletzt war Swedishman nur Dritter zu Attenarco

Als Zweiter empfahl sich auch sein fünfjähriger Stallgefährte Elattori für das Aarauer Gipfeltreffen. Erst auf Platz drei folgte, vor Verrazano Bridge und Tobrouk de Payré, Swedishman, der die Konkurrenten in der letztjährigen Meisterschaft zu Statisten degradiert hatte.

Für Patricia Felber, Trainerin und Fahrerin des 13-jährigen Wallachs, kein Grund zur Beunruhigung: Mit den besonderen Verhältnissen auf der extrem nassen Bahn in Avenches, sagt sie, sei Swedishman überhaupt nicht zurechtgekommen. – Im Schachen wird die Bahn in jedem Fall ganz anders beschaffen sein.

Und in Aarau ist Swedishman noch ungeschlagen. Gleich drei Pferde schickt der Stall Allegra Racing Club an den Start: die Aarauer Bahnspezialisten Semola GK (Meisterschaftszweite 2017) und Rebus mit der Deutschen Marie Lindinger (über 600 Siege im Sulky) sowie den in diesem Umfeld schwer einschätzbaren Global Spotify. Alle drei zählen aber nicht zum Favoritenkreis. Das Gleiche gilt für Univaldi d’Aval, Super Berry Chenou und Vietnam d’Anama, mit dem Jean-Bernard Matthey auf die Flucht-Taktik setzen dürfte.