1. Akt (Spielbeginn bis 19. Minute): Führung SG Pfadi

Was das junge Team aus Winterthur zu Beginn des Spieles zeigte, war grosse Klasse!

Mal für Mal zogen die Badener an der falschen Leine und liessen sich vor allem von Manuel Zehnder (Sohn des Präsidenten von HSC Suhr Aarau) oft düpieren! Er war übers ganze Spiel mit 12 Treffern der beste Werfer auf dem Platz.

Nur sehr langsam fanden die Gäste ein Mittel, diese Angriffe des sehr jungen Teams zu stoppen. Zudem erzielte man das erste Tor erst nach vier Minuten – es stand dannzumal bereits 3:0 für das Heimteam.

Kontinuierlich konnte man aber den Rückstand verringern und brachte es in der 17. Minute zum ersten Mal fertig, das Score auf Unentschieden (7:7) zu stellen. Zwei weitere Zeigerumdrehungen später stieg man in den 2. Akt ein…

2. Akt (1. Führung bis zum erneuten Unentschieden)

Nun war eigentlich klar, dass das Spielseinen «normalen» Verlauf nehmen würde. Die Zweitoreführung zur Pause war Produkt einer verbesserten Verteidigung und eines Angriffs, der diesen Namen nun verdiente.

Marcus Hock (10/13) war in der ersten Halbzeit für die Hälfte aller Tore des STV verantwortlich (7) und konnte so dem Team helfen, das sich immer mehr zu finden versuchte.

12 Fehlversuche und technische Unzulänglich-keiten waren dafür verantwortlich, dass nicht mehr als ein 14:12 zur Halbzeit herausschaute. Nach der Pause wurde dieser Vorsprung bis auf höchstens vier Tore ausgebaut, sicher – hätte man meinen können –, aber da muss man den Zürchern ein grosses Kränzchen binden: Sie gaben zu keinem Zeitpunkt auf, kämpften weiter und konnten sich so in den dritten Akt zurückkämpfen…

3. Akt (Unentschieden in der 48. Minute bis zum Schlusspfiff)

Wer erst jetzt in die Eulachhalle gekommen wäre, hätte eine optimale Planung gehabt! Was die beiden Teams nun zeigten verdient beidseits grossen Respekt!

  • Die jungen Wilden merkten, dass sie fähig wären, den Badenern ein Bein zu stellen.
  • Die Gäste ihrerseits wollten unter keinen Umständen verlieren!

Jede Aktion wurde nun zu Ende geführt, jede Aktion konnte den Sieg bringen – ein Spiel auf Messers Schneide!

Wie wichtig Philipp Seitle (6/10) für das Team ist zeigte er nun mit seinen sechs Toren in der 2. Halbzeit.

Erneute Zweitoreführungen der SG (26:24 / 27:25)

Erneute Anschlusstreffer der Gäste

Unentschieden

Eintoreführung (27:28) STV

Eintoreführung SG (29:28)

Unentschieden nach genau 58’06’’!

Was in den restlichen knapp zwei Minuten passierte, kann man fast nicht erzählen.

Nun kamen die zwei Minuten von Marco Wyss (11/25; 44%): Zuerst reagierte er im 1:1 sensationell gegen Schönfeldt, dann verschoss Pascal Bühler (3/5) – Timeout der SG Pfadi – zu spielen noch 56 Sekunden!

19 Sekunden später ein Flieger vom linken Flügel auf den rechten Aufbauer (Schönfeldt), bereits in der 1. Halbzeit einmal gezeigt und erfolgreich abgeschlossen, aber nun war Wyss zur Stelle: Er flog in Augenhöhe mit dem Angreifer durch seinen Strafraum und hielt auch diesen Ball – einfach nur sensationell.

20 Sekunden vor Schluss Timeout der Badener um den letzten Abschluss zu besprechen. Ja, es klappte, man zeigte dem Gegner, dass ein Flieger auch in die andere Richtung gespielt werden kann: Fliegerpass aus dem Aufbau (Seitle) zum linken Flügel Zuber, der lange in der Luft wartete und dann zum vielumjubelten Siegtreffer einschoss!

Nochmals Glück gehabt, aber eben, «wenn’s läuft, läuft’s»!