Tennisturnier
Die grosse Frage am «Peter Buser Open» in Trimbach: Wer wird Nachfolger von Melbourne-Finalist Daniil Medvedev?

In Trimbach finden nächste Woche die «Peter Buser Open» statt. Beim mit 25'000 Dollar dotierten Profiturnier darf man vor allem gespannt sein auf das Abschneiden der beiden Schweizer Nachwuchstalente Leandro Riedi und Dominic Stricker.

pd/Silvan Hartmann
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Dominic Stricker ist eines der Schweizer Talente am «Peter Buser Open».

Dominic Stricker ist eines der Schweizer Talente am «Peter Buser Open».

Bild: Fabio Baranzini

2016 fand in der Trimbacher Tennishalle zum letzten Mal ein Profiturnier statt. Gewonnen hat damals ein gewisser Daniil Medvedev. Ja genau der Daniil Medvedev, der vor Wochen im Final der Australian Open stand und aktuell als Weltnummer drei geführt wird.

Vor fünf Jahren war der Russe noch die Nummer 311 der Welt. In diesem Jahr wird nun sein Nachfolger gesucht, nachdem das Turnier im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt werden musste.

Daniil Medvedev, hat 2016 das letzte Profiturnier in der Trimbacher Tennishalle gewonnen.

Daniil Medvedev, hat 2016 das letzte Profiturnier in der Trimbacher Tennishalle gewonnen.

Bild: Fabio Baranzini

Und es ist durchaus möglich, dass auch die Schweizer ein Wörtchen mitreden können. Sandro Ehrat, der eine Trimbacher Vergangenheit als NLA-Interclubspieler hat, ist gemäss der aktuellen Setzliste der stärkste Schweizer. Er wird an Position drei geführt.

Besonders gespannt sein darf man aber auch auf die beiden Schweizer Youngster Leandro Riedi und Dominic Stricker. Die beiden haben im vergangenen Herbst Schweizer Tennisgeschichte geschrieben, als sie sich im Junioren Final der French Open duelliert haben.

Stricker konnte dieses historische Finalspiel für sich entscheiden. In Trimbach werden die beiden nun den nächsten Schritt nehmen, um bei den Profis Fuss zu fassen. Marco Meyer, Co-Direktor des Turniers, freut sich auf die Talente:

«Wir sind natürlich extrem gespannt, wie sich die beiden bei uns in Trimbach schlagen werden. In Paris haben sie bewiesen, was sie draufhaben. Dass wir die Chancen haben, die beiden ein Stück auf ihrem Weg zu den Profis zu begleiten, ist toll.»

Meyer organisiert das Turnier zusammen mit dem früheren Tennisprofi und Davis-Cup-Sieger Marco Chiudinelli und kann dabei auf die Unterstützung eines zehn-köpfigen OK’s zählen.

Livestream statt Zuschauer – «Kochlöffeljunge» sagt ab

In Trimbach werden noch weitere Schweizer im Haupttableau an den Start gehen. Und zwar sind das Antoine Bellier, Jakub Paul und Remy Bertola, die aufgrund ihres Rankings direkt Aufnahme im Haupttableau gefunden haben.

Dank einer Wildcard werden auch Raphael Baltensperger und Jérôme Kym, der Aargauer, der sich als jüngster Davis-Cup-Spieler der Schweiz einen Namen gemacht hat und aktuell die Nummer 15 der Junioren-Weltrangliste ist, dabei sein.

Mit dem 19-jährigen Jonas Forejtek wäre eigentlich sogar eine ehemalige Nummer eins der Junioren (September 2019) am Start gewesen, musste aber kurzfristig die Teilnahme absagen. Forejtek machte sich vor Jahren als «Kochlöffeljunge» einen Namen, indem er mit einem Kochlöffel spielend weltweit die Tennisfans verblüffte.

Die «Peter Buser Open», gesponsert vom umstrittenen Trimbacher Peter Buser, finden in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie ohne Zuschauer statt.

Alle Partien werden jedoch in einem Livestream übertragen. Der Aufwand, das Turnier auszutragen, ist gross. Es gilt gleich drei Schutzkonzepte einzuhalten: dasjenige des internationalen Tennisverbandes (ITF), das von Swiss Tennis und das der Tennishalle Trimbach.

Um alle Auflagen einzuhalten und zu erfüllen, konnten die Organisatoren vier Senioren des Pétanque-Clubs gewinnen, die den Job als «Covid-Officers» übernehmen.

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