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Trotz Finalniederlage viel gelernt an der Swiss Junior Trophy

Siegerin Jessica Bouzas Maneiro aus Spanien.

An der Swiss Junior Trophy in Oberentfelden überzeugen auch Schweizer – die Titel in der Königsklasse gehen aber ins Ausland. Ganz knapp verpasst Nina Geissler den Sieg in der U18-Kategorie, sie scheitert erst im Final. Den Schweizern reichte es trotzdem zu vier Titeln an diesem Junioren-Turnier.

Die Schweizerin Nina Geissler verpasst den Turniersieg in der U18-Kategorie der Swiss Junior Trophy in Oberentfelden knapp. Dafür gab es bei den U14- und U16-Konkurrenzen mehrere Schweizer Siege. Und erfreulicherweise triumphierte mit Janis Simmen sogar ein Aargauer.

Nina Geissler feierte diese Woche an der Swiss Junior Trophy eine Premiere. Zum ersten Mal in ihrer Karriere erreichte sie bei einem Turnier dieser Kategorie das Endspiel. Ein Erfolg, mit dem sie selber nicht gerechnet hatte. «Für mich ist das ein Mega-Erfolg. Ich hatte in diesem Jahr wegen der Schule weniger Turniere bestritten und bin daher sehr glücklich, dass ich es ins Finale geschafft habe», sagt die Ostschweizerin.

Der Start in das Final-Duell mit der an Nummer zwei gesetzten Spanierin Jessica Bouzas Maneiro gelang Nina Geissler nach Wunsch. Schnell führte sie 2:0 und hatte Breakbälle zum 3:0. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die Vorteile immer leicht bei Geissler lagen, die bei 5:4 und 6:5 zum Satz servieren konnte.

Doch beide Chancen liess die Schweizerin ungenutzt und musste den ersten Durchgang schliesslich mit 6:7 ihrer Kontrahentin überlassen. «Ich habe zu viele Chancen verpasst. Diesen Satz hätte ich gewinnen müssen», ist Geissler selbstkritisch.

Selbstvertrauen getankt trotz der Niederlage

Doch vom verlorenen Startsatz liess sich Nina Geissler nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Der zweite Satz war eine kurze Angelegenheit zugunsten von Geissler. Gleich mit 6:1 entschied sie diesen Durchgang für sich. Im Entscheidungssatz war es dann aber wieder Bouzas Maneiro, die das Spieldiktat an sich riss und die konstantere Spielerin war. Mit 6:2 gewann die Spanierin den dritten Satz und konnte sich als Siegerin der Swiss Junior Trophy feiern lassen.

Für Nina Geissler wartet nun aber gleich das nächste Highlight: Kurz nach dem Finalspiel in Oberentfelden reiste sie nach Klosters, wo sie diese Woche die U18-Europameisterschaften bestreiten wird. «Ich konnte in Oberentfelden viel Selbstvertrauen tanken und habe die Gewissheit, dass ich auch mit den Top- 100-Spielerinnen mithalten kann. Das gibt mir natürlich Hoffnung für Klosters», sagt Geissler.

Titelverteidiger Valentin Royer zu stark

Der Final der Junioren war eine überraschend einseitige Angelegenheit. Titelverteidiger Valentin Royer aus Frankreich war schlicht zu gut, sodass der Italiener Samuel Vincent Ruggeri nichts entgegenzusetzen hatte. Mit 6:2, 6:1 gewann Royer das Finalspiel. «Es ist ein grossartiges Turnier hier in Oberentfelden. Nach dem Sieg im vergangenen Jahr war für mich klar, dass ich wiederkommen werde. Leider kann ich im nächsten Jahr nicht noch einmal kommen, da ich mein letztes Juniorenjahr spiele. Ich hoffe, wir sehen uns irgendwo bei einem Future- oder einem Challenger-Turnier wieder», sagt Royer.

Zwei Schweizer Einzelsiege und ein positives Fazit

Auch wenn es in der U18- Kategorie der Swiss Junior Trophy keinen Schweizer Titel gab, feierten die einheimischen Vertreter in den unteren Kategorien gleich mehrere Vollerfolge. Lokalmatador Janis Simmen vom TC Lenzburg konnte sich im Einzel in der Kategorie U14 zum Turniersieger küren und erreichte zudem im Doppel den Final. Einen doppelten Erfolg konnte Livia Airoldi (TC Mendrisio) in der Altersklasse U16 feiern. Sie gewann im Einzel und auch im Doppel an der Seite von Anina Lanz. Den vierten Schweizer Titel feierten Kenisha Moning und Irina Wenger im U14- Doppel.

«Das Niveau war noch einmal höher als in den Vorjahren, und zwar in allen Altersklassen. Vor allem in der U18-Kategorie war die Leistungsdichte enorm. Umso erfreulicher ist es, dass mit Jeffrey von der Schulenburg ein Schweizer den Halbfinal und mit Nina Geissler eine Schweizerin den Final erreicht haben», sagt Turnierdirektor Freddy Blatter. «Und auch zwei Aargauer haben überzeugt: Janis Simmen und Nicolas Kobelt, der den Halbfinal bei den unter 16-Jährigen erreichte.»

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