Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stand der FC Mutschellen in der ersten Runde des Schweizer Cups. Doch für eine Sensation gegen Stade Nyonnais reichte es nicht. Der Gast aus dem Welschland startete sehr druckvoll in die Partie und kam bereits in der dritten Minute einem Treffer nach Bambas Schuss sehr nahe. Diese Chance wurde aber vom glänzend reagierenden Mutscheller Torhüter Riesen, der sich an diesem Abend noch mehrfach auszeichnen konnte, zunichtegemacht.

Nach der druckvollen Startphase der Romands konnte sich das Heimteam nach zehn Minuten fangen. Dennoch ging Nyonnais in der 25. Minute durch ein unglückliches Eigentor von Fabrice Moser in Führung. Der weitere Verlauf der ersten Halbzeit war von fairen, aber umkämpften Zweikämpfen geprägt.

Wie zu Beginn der Partie erhöhte Nyonnais nach dem Seitenwechsel den Druck. Der gefährliche Stürmer Nsiala erzielte verdient in der 51. Minute nach einer schönen Ballstafette das 2:0 für den Überklassigen. Für das Endresultat sorgte in der 57. Minute Hysnaj, welcher von einem ungenügenden Klärungsversuch der Heimdefensive profitieren konnte.

Zum Ehrentreffer fehlten wenige Zentimeter

In der Nachspielzeit versuchte Mutschellens Stürmer Merendino noch mit einem Weitschuss sein Glück. Für den Ehrentreffer fehlten wenige Zentimeter. Der historische Abend in der Sportanlage Burkertsmatt endete für den FC Mutschellen mit einer 0:3-Niederlage. Der Klassenunterschied zeigte sich deutlich.

Stade Nyonnais kontrollierte die Partie während 90 Minuten. Trotz des klaren Resultates war Mutschellens Torhüter Fabian Riesen zufrieden mit der Leistung. «Ich bin stolz auf unser Team, welches nach dem unglücklichen 0:1 weiter gekämpft und während der gesamten Partie alles gegeben hat», sagte Riesen.

590 Zuschauer übertrafen die Erwartungen

Die Erwartungen des Präsidenten Thomas Kälin an das Cupfest wurden mehr als erfüllt. Mit 590 Zuschauern hatte er bei diesem Los nicht gerechnet. Kälin sieht solche Partien gegen stärkere Gegner positiv, weil die Spieler dabei über ihre Grenzen hinauswachsen können. «Gewisse Spieler rennen in der 2. Liga den anderen davon, was heute nicht möglich war», äusserte sich der Präsident des FC Mutschellen.

Auch Trainer Sergio Colacino zeigte sich zufrieden. «Die Mannschaft hat diszipliniert und clever gespielt. Man hat heute gesehen, dass Stade Nyonnais nach drei absolvierten Partien hinsichtlich Rhythmus und Ballpflege weiter war als wir», sagte Colacino. Zudem hatte man gewusst, dass der Gegner jeweils sehr stark aus der Kabine kommen würde.

Mutschellens Trainer hatte aber das Gefühl, dass sein Team nach der Startphase den Gegner in der ersten Halbzeit besser in den Griff bekam. Doch hätten die Effizienz und die Schnelligkeit Nyonnais in der zweiten Halbzeit den Unterschied ausgemacht.

Colacino erhofft sich nun eine rasche Regenerierung seines Teams. Denn die vielen Spiele des FC Mutschellen in den nächsten Wochen machen dem Trainer hinsichtlich Kräfteverschleiss Sorgen. Schon am Dienstag trifft man zum Saisonauftakt in der 2. Liga auf den FC Suhr.