NLA-Handball
Trotz Sieg-Chance auf dem Silbertablett: Der HSC Suhr Aarau und die Kadetten Schaffhausen trennen sich 27:27

Der HSC Suhr Aarau und NLA-Leader Kadetten Schaffhausen spielen nach hektischer Schlussphase 27:27. Damit gibt es im Duell zwischen der besten Abwehr der Liga und dem besten Angriff der Liga keinen Sieger. Zur Pause war es 10:10 gestanden.

Dean Fuss
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HSC-Präsident René Zehnder (r.) und -Sportchef Michael Conde (l.) posieren vor Spielbeginn mit João Ferraz.
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HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli (M.) erhält anlässlich seines 29. Geburtstages ein Präsent von Vereinspräsident René Zehnder (l.) und Sportchef Michael Conde überreicht.
Impressionen von der Partie des HSC Suhr Aarau gegen die Kadetten Schaffhausen (9. Februar 2020)
HSC-Kreisläufer Lukas Laube setzt sich am Kreis gegen die Schaffhauser Defensive durch.
HSC-Regisseur und Co-Captain Tim Aufdenblatten (l.) gegen Kadetten-Torhüter Kristian Pilipovic.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka kommt am Kreis zum Abschluss.
Kadetten-Spieler Lukas Herburger (r.) hat HSC-Regisseur und -Co-Captain Tim Aufdenblatten nicht immer im Griff.
HSC-Regisseur und -Co-Captain Tim Aufdenblatten (l.) setzt sich mit einem Sprungwurf in Szene.
HSC-Torhüter und -Co-Captain Dario Ferrante (l.) hält in der ersten Halbzeit gleich vier von sieben Würfen auf seinen Kasten – hier gegen Sebastian Frimmel.
HSC-Routinier Patrick Strebel (l.) im Zweikampf mit Kadetten-Topskorer Gabor Csaszar.
Kadetten-Hüne Angel Montoro düpiert die HSC-Abwehr in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit mit einem direkt verwandelten Freiwurf.
Mit vereinten Kräften stoppen die HSC-Spieler Manuel Zehnder (l.), Martin Slaninka (M.) und João Ferraz (r.) Kadetten-Spieler Lukas Herburger.
HSC-Torhüter Dragan Marjanac parierte sieben von 23 Würfen auf seinen Kasten.
Voller Körpereinsatz: HSC-Allrounder Patrick Strebel (l.) stoppt Kadettens Zarko Sesum.
Der Schaffhauser Zarko Sesum im Abschluss.
HSC-Trainer Misha Kaufmann gibt seiner Mannschaft Anweisungen.

HSC-Präsident René Zehnder (r.) und -Sportchef Michael Conde (l.) posieren vor Spielbeginn mit João Ferraz.

Alexander Wagner

3 Minuten und 59 Sekunden bleiben noch zu spielen. Der HSC Suhr Aarau geht mit zwei Treffern (26:24) in Front, die Kadetten Schaffhausen kassieren eine Zweiminutenstrafe. Alle Vorteile liegen beim Heimteam, der Sieg gegen den aktuellen Leader der NLA wird dem Fünftplatzierten auf dem Silbertablett serviert.

Doch das Team von Misha Kaufmann verpasst es, die Vorentscheidung herbeizuführen. Stattdessen gelingt es den Kadetten, die Partie in Unterzahl zu wenden und zwei Minuten vor dem Ende liegt der HSC plötzlich mit 26:27 zurück. «Wenn wir diese Überzahl ebenso souverän spielen, wie den Rest der Partie, dann holen wir uns den Sieg», sagt der HSC-Trainer.

Er ärgert sich über den verlorenen Punkt, betont aber gleichzeitig: «Wir sprechen immer noch von Schaffhausen, das ist nicht einfach irgendein Gegner. Aber klar: Schade, dass wir den Sack nicht zumachen konnten, als wir es in den eigenen Händen hatten.»

Aufdenblatten: «Solche Partien bringen uns als Mannschaft weiter»

Ähnlich klingt es nach der Schlusssirene auch bei Tim Aufdenblatten: «Dass wir die Überzahl mit drei Treffern verlieren, darf uns nie passieren. Umso ärgerlicher, dass uns das gegen die Kadetten passiert, wenn wir kurz davor sind, sie zu schlagen», sagt der HSC-Regisseur und Co-Captain, der am vergangenen Mittwoch seinen 24. Geburtstag feierte, und hängt an: «Über das ganze Spiel gesehen wäre ein Sieg für uns sicher nicht unverdient gewesen, aber am Ende ist ein Punkt gegen Schaffhausen nicht so schlecht. Solche Partien bringen uns als Mannschaft weiter.»

Die verpatzte HSC-Überzahl bildete indes den Auftakt in eine an Dramatik kaum zu überbietende Schlussphase, in der beide Teams die Partie noch für sich hätten entscheiden können. Wenige Sekunden vor der Schlusssirene vergab das Heimteam vor 969 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Aarauer Schachenhalle mit sieben gegen sechs Feldspielern und einem versuchten Flieger den Siegtreffer. Und so gab es im Duell zwischen der besten Abwehr der Liga und dem besten Angriff der Liga keinen Sieger.

Reichmuth leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber

Nicht mit dabei war gegen die Kadetten, wie bereits in den beiden vorangehenden Partien im Jahr 2020, der linke Flügel Timothy Reichmuth. Der 21-Jährige leidet seit der Winterpause am Pfeifferschen Drüsenfieber. Wann er auf die Platte zurückkehren wird, ist derzeit noch völlig offen.

Geburtstag feierte in den vergangenen Tagen nicht nur Co-Captain Aufdenblatten, sondern gestern auch gleich noch Lukas Wernli. Anlässlich seines 29. Geburtstages lud der HSC-Geschäftsführer die Mannschaft im Anschluss an die Partie zum Abendessen im Gasthof Schützen ein. Dort erhielten Aufdenblatten und Co. nach den Punkten Ghackets und Hörnli auf dem Silbertablett serviert – dieses Mal griffen sie beherzt zu.

Telegramm

Suhr Aarau - Schaffhausen 27:27 (10:10)

Schachenhalle, Aarau. – 969 Zuschauer. – SR Joss/Ouardani. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau, 3-mal 2 Minuten gegen die Kadetten Schaffhausen.

Suhr Aarau: Marjanac (7 Paraden)/Ferrante (4); Zehnder (4), Ferraz (9), Oliveira (5/2), Aufdenblatten (2), Laube, Poloz (1), Strebel (3), Slaninka (3).

Kadetten Schaffhausen: Pilipovic (11 Paraden)/Biosca (1); Montoro Cabello (1), Küttel (1), Csaszar (1), Schopper (2), Sesum (5/4), Gerbl (2), Markovic, Luka Maros (5), Schelker (2), Frimmel (7/1), Tominec, Herburger (1).

Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys: 0:1.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach:

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