NLA-Handball

TVE-Trainer Zoltan Majeri vor Gastspiel bei Wacker: «Wir konzentrieren uns nicht auf den Gegner, sondern auf uns selber»

TVE-Trainer Zoltan Majeri will seine Mannschaft kämpfen sehen.

TVE-Trainer Zoltan Majeri will seine Mannschaft kämpfen sehen.

Der TV Endingen gastiert in der 13. Runde der NLA auswärts bei Wacker Thun. TVE-Trainer Zoltan Majeri erwartet eine schwierige, aber lösbare Aufgabe – wenn die Surbtaler denn seine Vorgaben umsetzen können. Die Partie in der Lachenhalle wird um 17 Uhr angepfiffen.

Auswärtspartien gegen Wacker sind immer besonders schwierig. Dass sich daran auch vor coronabedingt nahezu leeren Rängen in der Lachenhalle nichts geändert hat, musste am vergangenen Wochenende auch der HSC Suhr Aarau beim 23:23-Unentschieden in Thun konstatieren.

Zoltan Majeri, Trainer des TV Endingen, ist sich dessen bewusst. Trotzdem gibt er sich im Vorfeld des Gastspiels seiner Mannschaft im Berner Oberland vom Samstag (Anpfiff: 17 Uhr) kämpferisch: «In Thun ist es für alle schwierig, nicht nur für uns. Sie haben ein sehr gutes Team mit viel Erfahrung und individueller Klasse. Aber: Das ist mir egal. Wir konzentrieren uns nicht auf den Gegner, sondern auf uns selber.»

Teamspirit, Deckung und weniger Technische Fehler als Rezept

Majeri hat einen Plan, wie es seiner Mannschaft gelingen könnte, die beiden Punkte aus Thun zu entführen: «Ich will, dass mein Team sehr grossen Teamspirit zeigt. Die Abwehr, die Deckung muss stark sein. Unsere Stärke, die erste und zweite Welle, müssen wir ausspielen.» Und, ganz wichtig: Majeri erwartet, dass seine Spieler die Anzahl Technischer Fehler verringern kann: «Diese machen uns fertig. In der NLA wird fast jeder Technische Fehler mit einem Gegentreffer bestraft.»

Dass sich die Surbtaler mit vielen Technischen Fehlern immer wieder selber grosse Hürden in den Weg stellen, ist natürlich auch darin begründet, dass es im Vergleich mit der Konkurrenz auch an NLA-Erfahrung fehlt. Von Kreisläufer Simon Huwyler und den Gebrüdern Christian und Lukas Riechsteiner einmal abgesehen ist die NLA-Erfahrung im TVE-Kader sehr überschaubar. Dementsprechend logisch ist es, dass die Endinger auch immer wieder Lehrgeld bezahlen.

Die Jungen auf die Saisonentscheidung vorbereiten

Bei der 26:42-Heimniederlage gegen die Kadetten am vergangenen Wochenende kamen dann auch noch Einsätze von Nachwuchsspielern dazu: In der Schlussphase der Partie waren mit Leandro Lüthi (18), Joshua Hitz (17) und Yves Mischler (18) phasenweise deren drei gleichzeitig auf der Platte gestanden.

«Die Jungen müssen lernen und dafür brauchen sie Einsätze. Also habe ich die Gelegenheit am vergangenen Wochenende genützt und ihnen das Vertrauen in der Schlussphase geschenkt», sagt Majeri dazu und ergänzt: «Wir müssen diese junge Mannschaft für die zweite Hälfte der Saison vorbereiten.»

Was der Trainer damit meint: Im Idealfall haben seine Spieler bis zur entscheidenden Saisonphase im Frühling, wenn es für den TVE voraussichtlich in der Playoutserie gegen den Abstieg geht, schon so viel Erfahrung sammeln können, dass sie in diesen wichtigen Partien davon zehren können.

Hirsbrunner fällt sechs Wochen aus, Huesmann wieder fit

Im ersten Vergleich mit Wacker Thun in dieser Saison musste der TV Endingen Mitte September zu Hause eine 20:25-Niederlage hinnehmen. Damals hatte den Surbtalern jeweils der schlechte Auftakt zu Beginn der beiden Halbzeiten das Genick gebrochen.

Für das zweite Kräftemessen mit den Berner Oberländern muss TVE-Trainer Majeri auf Kreisläufer Kilian Hirsbrunner verzichten. Der 24-jährige hat sich gegen die Kadetten Schaffhausen einen Bruch des kleinen Fingers in der linken Hand zugezogen und fällt sechs Wochen aus.

TVE-Kreisläufer Kilian Hirsbrunner (r.) fällt mit Fingerbruch sechs Wochen aus.

TVE-Kreisläufer Kilian Hirsbrunner (r.) fällt mit Fingerbruch sechs Wochen aus.

Damit dürfte an Hirsbrunners Stelle eine Woche nach seinem Debüt auch in Thun der 18-jährige Lüthi zum Einsatz kommen, um Stammkraft Simon Huwyler die eine oder andere Verschnaufpause zu ermöglichen. Der 2,05 Meter grosse und 108 Kilogramm schwere Nachwuchsspieler Lüthi hatte vor Wochenfrist in der Schlussphase der Partie gegen die Kadetten sein NLA-Debüt gegeben.

TVE-Nachwuchsspieler Leandro Lüthi bei seinem NLA-Debüt gegen die Kadetten.

TVE-Nachwuchsspieler Leandro Lüthi bei seinem NLA-Debüt gegen die Kadetten.

Im Gegensatz zu Hirsbrunner steht Routinier Joel Huesmann in Thun wieder zur Verfügung. Der 30-jährige Deutsche hatte zuletzt aufgrund einer Nackenverspannung gefehlt. Nun ist der Rückraumspieler aber wieder einsatzfähig.

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