NLA-Handball

Ungewohntes Bild: Der TV Endingen geht als Nummer 1 des Kantons ins Aargauer Derby beim HSC Suhr Aarau

HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (r.) und TVE-Rückkehrer Simon Huwyler trafen bereits vor zwei Wochen am Aargauer Cup aufeinander.

HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (r.) und TVE-Rückkehrer Simon Huwyler trafen bereits vor zwei Wochen am Aargauer Cup aufeinander.

Am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) steht in der 2. Runde der neuen NLA-Saison bereits das Aargauer Handball-Derby auf dem Programm: Der HSC Suhr Aarau empfängt in der Schachenhalle den in der Tabelle nach dem Saisonauftakt vor ihm klassierten TV Endingen.

Der TV Endingen rangiert vor dem HSC Suhr Aarau. Es ist ein hochgradig ungewohntes Bild, das sich da dem Betrachter der NLA-Tabelle nach dem Saisonauftakt vom vergangenen Mittwoch präsentiert.

Während die Surbtaler in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen NLA und NLB gependelt sind, hat sich der HSC zur unangefochtenen Nummer 1 im Kanton entwickelt. Seit seiner Rückkehr in die höchste Liga der Schweiz im Frühling 2016 ist das eigentlich unbestritten.

Und doch, sagt die aktuelle NLA-Tabelle etwas anderes aus. Abstiegskandidat Endingen ist nach dem 23:23 gegen den RTV Basel, der als einer der wahrscheinlichsten TVE-Gegner im Kampf um den Ligaerhalt gilt, mit einem Punkt im fünften Tabellenrang klassiert. Derweil ist der HSC nach der 26:29-Niederlage bei St. Otmar St. Gallen nur gerade Tabellensiebter.

Eine kurzlebige Momentaufnahme

Natürlich handelt es sich bei dieser Betrachtung nur um eine äusserst kurzlebige Momentaufnahme. Geht es nach Papierform, wird deren Haltbarkeitsdatum bereits morgen Sonntag abgelaufen sein. Allerdings dürfte es der Mannschaft des TVE als zusätzliche Motivation dienen, dass ein Punktgewinn im Aargauer Derby die Zeitspanne als Nummer 1 im Kanton – zumindest in tabellarischer Hinsicht – um eine Woche verlängern würde.

«Das ist sicher eine Zusatzmotivation», sagt TVE-Rückkehrer Simon Huwyler. «Als der Spielplan veröffentlicht wurde, haben wir noch gescherzt, dass wir nach den ersten beiden Partien vor dem HSC klassiert sein könnten – und nun haben wir dieses Szenario tatsächlich in den eigenen Händen», sagt der 29-jährige Kreisläufer und schmunzelt.

Natürlich ist ihm bewusst, dass der HSC ein härterer Gegner sein dürfte, als es der RTV Basel am Mittwoch war. Aber: «Es ist ein Derby und da ist immer alles möglich.»

Für HSC kein Thema

Mit solchen Gedankenspielen beschäftigt man sich beim HSC nicht: «Das interessiert uns nicht», sagt Co-Captain Tim Aufdenblatten. «Auch so sind und bleiben wir Favorit. Wir wollen und müssen das Derby gewinnen.»

Auch eine zusätzliche Motivation kann der 24-jährige Spielmacher der ungewohnten Situation nicht abgewinnen: «Das ist auch gar nicht nötig. Das Derby an und für sich ist sowieso immer eine Extramotivation.»

HSC-Portugiese Ferraz auch für das Derby fraglich

Aufdenblatten lässt keine Zweifel zu: Der HSC will das Machtgefüge im Kanton Aargau gleich wieder korrigieren und damit dafür sorgen, dass das ungewohnte Bild in der NLA-Tabelle bereits am Sonntagabend wieder vergessen ist.

Das werden Aufdenblatten und Co. möglicherweise ohne João Ferraz tun müssen. Der Portugiese hat bereits den Saisonauftakt vom Mittwoch verpasst und ist auch für das Derby fraglich. Beim TVE indes muss man weiter auf die Langzeitverletzten Leonard Pejkovic, Joel Huesmann sowie Yannick Mühlebach verzichten.

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