Stadion Niedermatten

Vereitelt Petrus das Duell der Aargauer Rivalen?

Es wäre kein Novum, wenn das Spiel gegen Aarau abgesagt würde. Ob das Derby stattfindet, ist in erster Linie wetterabhängig. SRF-Meteorologe Gaudenz Flurin und Platzinspizient Daniel Wermelinger äussern sich zu den Bedingungen am Sonntag.

SRF-Meteorologe Gaudenz Flury prognostiziert für uns das Derby-Wetter: «Man kann von Wetterglück sprechen, denn am Sonntag schneit es höchstwahrscheinlich nicht.» Aufatmen. Denn ein gefrorenes Terrain sorgte vergangene Saison mehrmals für Spielabsagen im Stadion Niedermatten. «Aber es wird regnen», schiebt Meteo-Experte Flury nach. Die Temperaturen würden sich bei zirka fünf Grad Celsius einpendeln. Das macht Mut. Denn auch der ehemalige Schweizer Spitzenschiedsrichter Daniel Wermelinger weist darauf hin, dass auf einem vereisten oder schneebedeckten Rasen meist nicht gekickt werden kann.

In erster Linie geht es um die Sicherheit der Spieler. Auf glatter Unterlage ist das Verletzungsrisiko schlicht zu hoch. Das ist aber nur ein Faktor, den Wermelinger in seine Beurteilung einfliessen lässt. Der 44-Jährige gehört dem Verbands-Pool der Platzinspizienten an. «Wichtig ist, dass die Regularität im Spiel gegeben ist. Soll heissen, dass ein Ball beispielsweise trotz Wasserblachen auf dem Feld anständig rollen muss.» SRF-Meteorologe Flury stellt klar: «Trotz Regen muss am Derbytag aber nicht gerade mit Hochwasser gerechnet werden.»

Hälfte des Rasens im Schatten

Dennoch: Im Stadion Niedermatten liegt knapp die Hälfte des Rasens im Schatten. Wenn keine Sonnenstrahlen auf den Rasen fallen, kann der Platz auch bei nicht so extremen Witterungsbedingungen als unbespielbar deklariert werden.

Doch Wermelinger zweifelt wenige Tage vor dem Derby nicht an dessen Durchführung: «Ich war am Montag als Platzinspizient fürs Winterthur-Spiel in Wohlen. Da war der Platz leicht angefroren, aber das war gar kein Problem.» Auch wenn Wermelinger keine definitive Prognose wagen will, müsse man für Sonntag vorläufig keine Angst haben.

Fest steht: Der Untergrund wird aufgrund des anhaltenden Niederschlags tief sein. Es muss mit einem spielerisch limitierten Kräftemessen gerechnet werden. Die Fitness wird dafür entscheidender sein. Der Kampf steht über allem, ein Rivalenduell eben. Das definitive Urteil, ob der Rasen bespielbar ist, wird erst kurzfristig gefällt, meist am Spieltag. Die Protagonisten bereiten sich jedenfalls akribisch vor, jetzt liegt es nur noch an Petrus.

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