Aus und vorbei! Mit der 23:25-Niederlage im alles entscheidenden Spiel 5 der Playoff-Viertelfinalserie gegen Wacker Thun endete am späten Donnerstagabend die Saison des HSC Suhr Aarau. Erst in der Verlängerung musste sich die arg dezimierte Mannschaft von Cheftrainer Misha Kaufmann dem Titelverteidiger und Cupsieger nach hartem Kampf geschlagen geben. Um 22.05 Uhr war es schliesslich amtlich: Für den HSC ist die Saison vorbei.

Keine 24 Stunden später traf sich das Team am Freitagabend zu einem kurzfristig improvisierten Saisonausklang beim Pizzaessen. «Dieser Anlass ist etwas aus der Not geboren. Wir wurden durch diese Niederlage aus der Saison gerissen. Das haben wir so nicht vorausgeplant. Irgendwie fühlt sich das jetzt speziell an», sagt Kaufmann.

Das Pizzaessen ist der letzte Akt vor einer rund zehntägigen Trainingspause. Spieler und Staff sollen ein paar Tage Zeit zum Abschalten finden, bevor es dann mit frischen Kräften bereits in die Vorbereitung auf die kommende Saison los geht. Anfang Juli stehen für Spieler und Staff die Sommerferien an, am 22. Juli startet dann die intensive Saisonvorbereitung vor der Spielzeit 2019/20, die Ende August lanciert wird.

In der Akte Isailovic Zeichen stehen auf Abschied

Martin Prachar und Beau Kägi werden dann nicht mehr dabei sein, zumindest nicht als Spieler. Der 39-jährige Tscheche und 25-jährige Zürcher haben ihren Rücktritt auf das Ende der abgelaufenen Saison gegeben. Beide werden aber auch künftig mit dem HSC verbunden bleiben: Prachar ist daran, ein Projekt im Umfeld des Vereins aufzugleisen, Kägi übernimmt eine Funktion im administrativen Bereich der ersten Mannschaft zur Entlastung von Cheftrainer Kaufmann.

Ob Nikola Isailovic in der kommenden Saison noch im HSC-Kader stehen wird, ist derzeit sehr fraglich. «Wir wollen ihn behalten, aber er ist nur finanzierbar, wenn wir einen Job für ihn finden», sagt HSC-Sportchef Michael Conde. Eine Anstellungsmöglichkeit für den 32-jährigen Serben ist derzeit allerdings nicht in Aussicht. Die Zeichen stehen auf Abschied.

HSC Suhr Aarau verpasst Halbfinal-Einzug

HSC Suhr Aarau verpasst Halbfinal-Einzug

Grosse Enttäuschung für die rund 1’500 Fans in der ausverkauften Schachenhalle. Ihre Mannschaft verliert gegen Wacker Thun mit 23 zu 25.

Mit Sergio Muggli hat der HSC bereits Mitte März einen ersten und bisher einzigen Zuzug auf die Spielzeit 2019/20 bekannt gegeben. Der 25-jährige Spielmacher kommt von GC Amicitia und soll Co-Captain Tim Aufdenblatten entlasten. Weitere Zuzüge plant man beim HSC gemäss Conde derzeit keine, ausser «ein paar Ergänzungen, die wir aus dem Nachwuchs nachziehen».

1500 Zuschauer: Rekord

1500 Zuschauerinnen und Zuschauer waren während der Finalissima in der Aarauer Schachenhalle live mit dabei. Das ist neuer Rekord für den HSC Suhr Aarau. Erstmals konnte die Halle als «ausverkauft» vermeldet werden. In den Meisterjahren um die Jahrtausendwende waren in den entscheidenden Spielen jeweils bis zu 2400 Zuschauer an selber Stätte live mit dabei – damals spielte der Verein noch als TV Suhr.

HSC Suhr Aarau – Wacker Thun 23:25: die Highlights

Die Entwicklung der Zuschauerzahlen ist erfreulich: Insgesamt 15 474 Eintritte verzeichnete der HSC seit Saisonbeginn im vergangenen August. Das sind bei 15 Heimspielen im Schnitt 1032 Zuschauer pro Partie. Damit ist der Schnitt in den drei Saisons seit dem Aufstieg von 716 (2016/17) auf 925 (2017/18) und nun über 1000 gestiegen.

Und das nächste Highlight steht bereits fest: Denn auch das Testspiel gegen Andy Schmids Rhein-Neckar Löwen vom 31. Juli ist seit langer Zeit restlos ausverkauft.