Volleyball NLA
Mehr als ein Strohfeuer im ersten Satz liess der Kronfavorit nicht zu

Volley Schönenwerd verliert den Spitzenkampf gegen Amriswil nach dem Gewinn des ersten Durchgangs am Ende doch deutlich. Damit haben die Schönenwerder gegen jedes Team der NLA einmal gespielt. Die Bilanz: vier Siege, zwei Niederlagen.

Raphael Wermelinger
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Schönenwerds Mittelblocker Rodrigo Leitzke im Angriff.

Schönenwerds Mittelblocker Rodrigo Leitzke im Angriff.

Patrick Lüthy

Nach der Startniederlage gegen Lausanne hatte Schönenwerd vier Siege aneinandergereiht. Mit Amriswil wartete im dritten Heimspiel der aktuell härteste Brocken der NLA. Die Thurgauer hatten ihre bisherigen vier Partien alle für sich entschieden und dabei nur einen Satz abgegeben – am letzten Wochenende gegen Lausanne.

Die Thurgauer starteten mit vier Ausländern in diesen Spitzenkampf: Passeur Dima Filippov (Griechenland), Diagonalangreifer Milija Mrdak (Serbien), Aussenangreifer Björn Höhne (Deutschland) und Mittelblocker Facundo Imhoff (Argentinien). Dazu mit den beiden Schweizer Nationalspielern Mischa von Burg (Mitte) und Quentin Zeller (Aussen).

Roy Schmid (l.) und Nico Beeler können den Angriff von Karim Zerika nicht blocken.

Roy Schmid (l.) und Nico Beeler können den Angriff von Karim Zerika nicht blocken.

Patrick Lüthy

Die Schönenwerder auf der anderen Seite konnten nur mit zwei Ausländern antreten, dem US-amerikanischen Diagonalangreifer Jalen Penrose sowie dem brasilianischen Mittelblocker Rodrigo Leitzke. Der Peruaner Daniel Uruena ist verletzt und wurde am Block wie bereits bei den Siegen am vergangenen Wochenende gegen Luzern und Jona durch den erst 19-jährigen Roy Schmid ersetzt.

Der steuerte seinen Anteil dazu bei, dass Schönenwerd den ersten Satz für sich entscheiden konnte. Nachdem die Führung zwischen den beiden Teams mehrmals hin- und hergewechselt hatte, scorte Schmid mit einem Ass zum 19:18. Ein weiterer direkt mit dem Service erzielter Punkt zum 26:24, diesmal von Penrose, sicherte «Schöni» die Satzführung.

Der Schönenwerder Block mit Mathis Jucker (l.) und Rodrogo Leitzke gegen den Amriswiler Angreifer Quentin Zeller.

Der Schönenwerder Block mit Mathis Jucker (l.) und Rodrogo Leitzke gegen den Amriswiler Angreifer Quentin Zeller.

Patrick Lüthy

Es blieb indes bei diesem Strohfeuer. Bei Amriswil kam ab Durchgang zwei Karim Zerika für Facundo Imhoff ins Spiel. Und der Schweizer Nationalspieler, der vergangene Saison mit Chênois Meister wurde, erledigte seinen Job in der Mitte deutlich besser als der Argentinier, der sich im ersten Satz ein paar Angriffsfehler geleistet hatte. Mit einem Ass zum 6:4 brachte er Amriswil auf die richtige Bahn und mit zwei Punkten in Folge zum 16:11 entscheidend weg.

Das Heimteam blieb zu oft am Amriswiler Block hängen und konnte am Service zu wenig Druck auf den Gegner ausüben. Mit zwei klaren Satzgewinnen – 25:17 und 25:15 – drehte Amriswil den Match. Auch im vierten Durchgang fehlte den Schönenwerdern die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Topscorer Jalen Penrose erwischte einen schwachen Tag und punktete nur bei jedem dritten seiner insgesamt 49 Angriffsversuche.

Erwischte nicht seinen besten Tag: Schönenwerds Diagonalangreifer und Topscorer Jalen Penrose.

Erwischte nicht seinen besten Tag: Schönenwerds Diagonalangreifer und Topscorer Jalen Penrose.

Patrick Lüthy

In der Mitte des Satzes zog Amriswil bereits wieder entscheidend davon und beendete das Spiel standesgemäss mit einem Ass zum 25:19. Damit hat Volley Schönenwerd gegen jeden Konkurrenten einmal gespielt. Die Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen ist gut genug für die Playoffs, es reicht aber noch nicht ganz, um mit den Besten mitzuhalten.

Mirco Gerson bleibt mit seinem Angriff am Netz hängen.

Mirco Gerson bleibt mit seinem Angriff am Netz hängen.

Patrick Lüthy

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