Fussball

Wegen fehlender Spielerlizenzen: Dicke Luft in der 2. Liga interregional

Team Aargau (in Blau) im Auswärtsspiel gegen Dietikon, welches einen nicht berechtigen Spieler eingesetzt hat.

Team Aargau (in Blau) im Auswärtsspiel gegen Dietikon, welches einen nicht berechtigen Spieler eingesetzt hat.

In der Gruppe 5, in der mit Wohlens U23, dem Team Aargau U21 und Schöftland drei regionale Teams mittun, haben Zürcher Teams nachweislich Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt. Sanktionen drohen keine.

In den Gruppen 2, 5 und 6 der 2. Liga interregional sind Fälle von eingesetzten Spielern ohne entsprechende Bewilligung bekannt geworden.

Betroffen davon sind in der zweitgenannten Gruppe auch drei Aargauer Teams. Der SC Schöftland beispielsweise unterlag Dietikon 1:2, dabei erzielte mit Srdjan Aksic ein entsprechender Akteur gar ein Tor.

Kürzere Transferfristen als Grund

Der Grund für das Chaos sind kürzere Transferfristen für die 1. Liga und 2. Liga interregional, die allerdings schon per 1. Juli 2012 in das Wettspielreglement aufgenommen wurden.

Die Dietiker stellen sich auf den Standpunkt, nichts von den Änderungen mitbekommen zu haben.

Auch der FC Seefeld und der FC Küsnacht hatten zu spät transferierte Spieler auf dem Matchblatt.

Davon sind auch Begegnungen mit Wohlen oder dem Team Aagau betroffen.

Bei Seefeld wussten die Verantwortlichen noch bis zum letzten Sonntag nichts von ihrem Vergehen, ehe Gegner United Zürich Protest einlegte.

Keine fristgerechten Proteste

Dieser dürfte Konsequenzen haben. In allen anderen Fällen – mindestens zehn Matches sind betroffen – drohen aber keine. Die beim Schweizerischen Fussballverband zuständige Abteilung Amateurliga stellt sich auf den Standpunkt, dass kein fristgerechter Protest eingegangen ist, und stützt sich auf das allseits bekannte Wettspielreglement. Dies teilte die Amateurliga den sich beschwerenden Vereinen Anfang der Woche per E-Mail mit.

Im Verteiler sind auch die Schöftler. Sie und andere Klubs argumentieren, nichts von der nicht vorhandenen Qualifikation gewusst zu haben. Deshalb habe man auch nicht fristgerecht Protest einlegen können.

«Wir werden im Moment nichts weiter unternehmen», sagt SCS-Trainer Hansruedi Birrer, dessen Team ungeachtet der drei verlorenen Zähler gegen Dietikon kurz vor dem Klassenverbleib steht.

Nutzen für die Zukunft

Immerhin nützen die Beschwerden, was die Zukunft anbelangt. Nach Auskunft des Verbands führt die Amateurliga ein Computerprogramm ein, das in solchen Fällen automatisch das Vergehen anzeigt.

Damit kann der Verband von sich aus Sanktionen ergreifen. Zusätzlich bitter für die jetzt geprellten Vereine: Die erwähnte Software existiert bereits, wurde aber vorderhand nur in der 1. Liga eingeführt.

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