Der Auftakt war, aus Gastgeber-Sicht, verheissungsvoll. Nach zwei Minuten kam Baden zum ersten Eckball und Gasthüter Semir Erovic (welcher für den Stammgoalie Steven Oberle spielen durfte) konnte einen Kopfball von Christopher Teichmann mirakulös – via Aussenpfosten – abwehren.

Sieben Minuten später streifte ein «20-Meter-Hammer» von Raffaele Cardiello die Lattenoberkante. Die Elf von Cheftrainer Thomas Jent, in einem sehr offensiven System ausgerichtet, hatte beschwingt und an­griffslustig begonnen. Und wollte mit einem Anfangsfurioso die Gäste vom Rheinknie in Rücklage/Rückstand bringen.

Doch der Rivale hiess FC Black Stars und ist jene Equipe, welche aus den letzten vier Meisterschaftsspielen zehn Punkte, bei einem koketten Torverhältnis von 20:4 (!), geholt hatte. Und ab der 25. Minute hatten die Gäste aus Basel besseren Zugriff in die Partie und das Spielgeschehen glich sich immer mehr aus.

Es war wohl nicht «Zufall», und irgendwie «logisch», dass der am Heiligen Abend 20 Jahre alt werdende Ola Moyo Uruejoma (der vor einem Jahr vom Nachwuchs des FC Basel zu „Blägg“ zurückgekehrt ist) auf einen Abpral­ler am schnellsten reagierte und wuchtig einschoss.

Vergebliche Bemühungen

Damit lag Baden, wie immer zuletzt, im Hintertreffen. Und es war nicht so, dass der Platz­klub in den zweiten 45 Minuten sich nicht um den Ausgleich bemüht hätte. Der FCB war meistens in der Vorwärtsbewegung und versuchte es auf alle Arten (Spiel über die Seiten, mit individuellen Durchbrüchen und zuletzt mit hohen Flanken in den Strafraum), um end­lich etwas Zählbares zu erzielen.

Es sollte beim Versuch bleiben. Die letzte Entschlossen­heit, verbunden mit dem finalen Zuspiel, ging dem Heimteam ab. Nach der 1:4-Niederlage gegen den Spitzenklub SC Buochs und der ernüchternden 0:3-Pleite gegen Aufsteiger Langenthal folgte auch im letzten Wettkampfspiel des Jahres 2017 keine Trendwende.

Verheissungsvoller Saisonstart

Rang 9 (sofern der GC-Nachwuchs am Sonntagnachmittag sein Heimspiel gegen Basse­court gewinnt) und 17 Punkte aus 14 Matches sind schlicht zu wenig.

Auf den ersten Ab­stiegsrang hat man noch immer eine grosse Marge (neun Zähler), auch wenn dieser von Langenthal belegt wird. Gegen vorne scheint der Zug abgefahren zu sein – es droht eine Rückrunde im «Niemandsland» der Tabelle.

Dabei hatte die Saison 2017/18 sehr verheissungsvoll angefangen. Mit einem feinen 3:2-Auswärtserfolg … in Basel gegen die «Schwarz-Sterne». Doch seit zwei Monaten verläuft die Formkurve dieser beiden Traditionsvereine sehr diametral.

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