Curling

Weltelite als Gradmesser: Jungskip Brunner will den Besten Paroli bieten

Keine Angst vor der älteren Konkurrenz: Der 19-jährige Michael Brunner blickt den Masters gelassen entgegen.

Keine Angst vor der älteren Konkurrenz: Der 19-jährige Michael Brunner blickt den Masters gelassen entgegen.

Michael Brunner und sein Team messen sich am Baden Masters mit den Besten. Keiner in der Mannschaft ist älter als 20 Jahre alt, trotzdem wollen Brunner und Co. die Viertelfinal-Qualifikation erreichen.

David Murdoch, Niklas Edin oder Thomas Ulsrud – alles klingende Namen des Curlingsports, die zur absoluten Weltspitze gehören und an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen schon Medaillen gewonnen haben. Sie alle kennt der 19-jährige Michael Brunner, der an der Alten Kantonsschule in Aarau die Sportschule besucht, in erster Linie aus dem TV. Vom Freitag bis am Sonntag steht Brunner mit seinem Team vom CC Baden Regio aber gemeinsam mit diesen Curlinggrössen auf dem Eis: Am Baden Masters bilden sie die namhafte Konkurrenz von Michael Brunner (siehe Box).

Die Teilnahme auf der ganz grossen Curlingbühne hat sich Brunner letzte Saison mit dem Gewinn der European Junior Curling Tour – einer Turnierserie bestehend aus fünf internationalen Wettkämpfen – gesichert.

Bereit für die Herausforderung

Nun will sich der gebürtige Thurgauer, der seit gut drei Jahren die Sportschule in Aarau besucht und in der Kantonshauptstadt lebt, mit seinem neuen Team der grossen Herausforderung am Baden Masters stellen. Erst seit März bildet er mit Marc Wagenseil, Lars Nielsen, Raymond Krenger und Remo Herzog eine Mannschaft. Einzig Herzog war bereits Teil von Brunners vorherigem Team gewesen. «Wir mussten uns zuerst finden, da wir uns nur als Gegner kannten. Mittlerweile passt das aber ganz gut und wir haben im August bereits unser erstes Juniorenturnier gewinnen können», so Skip Brunner.

Grössere Anspannung

Die junge Equipe – keiner ist älter als 20 – ist also bereit für den bislang grössten Auftritt ihrer Laufbahn. Doch wie stehen denn nun die Chancen im Vergleich mit der absoluten Weltspitze? «Wir glauben, dass die Viertelfinalqualifikation drin liegt. Uns ist bewusst, dass es sehr hart werden wird, aber wenn wir einen guten Tag erwischen und unsere Gegner nicht optimal spielen, ist das möglich», gibt sich Brunner zuversichtlich. Dass die Konkurrenz grosse Namen trägt, spielt für den jungen Curler keine Rolle. «Die Anspannung im Vorfeld ist vielleicht etwas grösser, aber am Ende spielt man gegen die Steine des andern und nicht gegen die Person.» Zudem hat Michael Brunner in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er auch bei grossen Turnieren eine ruhige Hand hat. An der Jugendolympiade in Innsbruck hat er 2012 die Goldmedaille gewonnen – sein bisher grösster Erfolg.

Weitere Ziele im Fokus

Auch mit seinem neuen Team hat er in dieser Saison noch Grosses vor: Nach dem Baden Masters wird er bei der Elite auch noch den Swiss Cup in Basel und den GP in Bern bestreiten. Bei diesen Turnieren will das Team Brunner so viele Punkte wie möglich sammeln und sich damit für nächste Saison einen Startplatz bei den grossen Elite-Events sichern.

Zudem arbeiten sie auch gezielt auf die Junioren-Schweizer-Meisterschaft hin, die im Januar beginnt. «Dort wollen wir den Titel holen, denn damit würden wir uns auch für die Junioren-WM im Folgejahr qualifizieren», blickt Michael Brunner voraus. Der Marschroute ist also vorgegeben – und der erste Stopp mit der Teilnahme am Baden Masters ebenfalls.

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