Curling

Weltmeisterlicher Final am Baden Masters 2015

Das 15. Baden Masters war ein voller Erfolg. Trotz des heissen Wetters verfolgten rund 500 Zuschauer die Spiele über das gesamte Wochenende. Im Final konnten sich die Weltmeister aus Schweden um Skip Niklas Edin durchsetzen.

34 Grad im Schatten, volle Schwimmbäder und jede Menge Schweiss. Die Schweiz brütete an diesem letzten August-Wochenende noch einmal so richtig vor sich hin. Gleichzeitig fand in Dättwil die 15. Ausgabe des Baden Masters statt – das erste grosse Curling-Turnier der Curling Champions Tour.

Das Jubiläumsturnier startete bereits am Freitag mit der Vorrunde. Mit dabei war auch das neu formierte Team Baden Regio Nilo Küchen um Skip Meico Oehninger. Die junge Equipe überzeugte bei ihrer Premiere mit vier guten Spielen. Der Höhepunkt des langen Wochenendes war aber die Startpartie gegen die späteren Sieger aus Schweden um Skip Niklas Edin. Gegen den amtierenden Europa- und Weltmeister siegten die Schweizer mit 8:6.

In den Partien gegen Norwegen und Deutschland bekundete Baden Regio viel Pech und verlor jeweils nur ganz knapp. Im letzten Spiel verloren die Newcomer gegen Schweiz 1 um Skip Sven Michel erst im Zusatzend. «Das Turnier war ein Erfolg für uns», stellt Marcel Käufeler, der im neuformierten Team die «Second-Position» innehat, klar. «Wir konnten wichtige Erfahrungen sammeln und die Weltelite fordern», erzählt er stolz.

Positives Fazit

Das Highlight des Turnierwochenendes fand am gestrigen Hitzetag ausgerechnet am Nachmittag statt: der Final. «Wir hätten wohl noch mehr Zuschauer gehabt, wäre es an diesem Wochenende nicht so heiss gewesen», sagt Mediensprecher und Vize-Präsident von Baden Regio Marcel Reinstadler. Trotzdem können die Verantwortlichen zufrieden sein. Über das gesamte Wochenende besuchten rund 500 Zuschauer die 15. Ausgabe des traditionellen Turniers.

Existenziell wichtig für Randsportarten wie Curling sind Sponsoren und Gönner. So stellte ein Sponsor den Spielern Shuttlebusse zur Verfügung, die sie vom Hotel zur Halle brachten. Dank des hohen Preisgeldes von insgesamt 33 000 Franken (11 000 für den Sieger) konnten die Verantwortlichen Aushängeschilder wie die amtierenden Weltmeister aus Schweden und die ehemaligen Weltmeister aus Schottland verpflichten, die sich dann tatsächlich auch im Final gegenüberstanden.

«Neben internationalen Teams berücksichtigen wir die 8 bestklassierten Schweizer-Teams. Zusätzlich konnten wir in diesem Jahr einem jungen Schweizerteam auch eine Wildcard vergeben.», sagt Reinstadler. Den Halbfinal erreichte aber nur Schweiz 1 um Skip Michel.

Spannender Final

Für die Verantwortlichen war es wohl der Traumfinal schlechthin: Die ehemaligen Weltmeister aus Schottland um Skip Tom Brewster forderten den aktuellen Titelhalter Schweden mit Skip Niklas Edin.

Der entscheidende Stein von Niklas Edin im Video:

Schwedens Niklas Edin spielt den entscheidenden Stein.

Schwedens Niklas Edin spielt den entscheidenden Stein.

Die Schweden konnten zweimal mit einem Zwei-Punkte-End davonziehen, mussten aber jeweils im darauffolgenden Durchgang gleich wieder den Vorsprung preisgeben. Im alles entscheidenden achten Durchgang entschied Schweden mit dem letzten Stein das Spiel. «Es ist das erste Mal im zehnten Anlauf, dass ich hier gewinnen konnte», sagte Edin nach dem Triumph.

Hier kann man das neuformierte Team um Skip Meico Oehninger unterstützen.

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