Duathlon

Wenn es irgendwie geht, findet er statt: Durchführung des Powerman Zofingen ist geplant, aber noch nicht sicher

Strahlender Sieger des Powerman Zofingen 2019: der Belgier Diego van Looy.

Strahlender Sieger des Powerman Zofingen 2019: der Belgier Diego van Looy.

Der Powerman Zofingen sucht eine Trägerschaft, die den Duathlon-Grossanlass am 20. September durchführen kann. Sollte die Veranstaltung am Ende doch noch der Coronakrise zum Opfer fallen, gelten die Startlisten für die Austragung 2021.

Nach einem aus regionalsportlicher Sicht denkbar schlechten ersten Halbjahr 2020 fängt das zweite immerhin mit einem schüchternen Silberstreif am Horizont an.

Der Powerman Zofingen, der Duathlon-Grossanlass mit in der Szene weltweiter Ausstrahlung, soll am Sonntag, 20. September, in und um die Thutstadt über die Bühne gehen, obwohl die Coronavirus-Pandemie noch nicht überstanden ist.

Allerdings stellt OK-Präsident Stefan Ruf mit Nachdruck fest: «Ich gebe zu, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Wir werden alles versuchen, den Powerman 2020 möglich zu machen, aber sollte es aus irgendwelchen Gründen nicht gehen, dann werden wir das auch akzeptieren.»

Es geht auch um die Finanzen, aber nicht primär

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt steht fest, dass der Verein Powerman Zofingen, dessen Präsident ebenfalls Stefan Ruf ist, in diesem Jahr nicht die Trägerschaft für den auch als Powerman-Langdistanz-Duathlon-Weltmeisterschaften geltenden Anlass darstellt.

«Wir wollen und können in dieser Situation die Verantwortung nicht übernehmen», sagt der 56-Jährige, «weshalb wir das Durchführungsrecht an den Internationalen Verband zurückgegeben haben.» Es gehe dabei auch um den finanziellen Aspekt, «aber nicht primär», betont Ruf.

Der Zofinger wurde nun von der International Triathlon Union (ITU), von Swiss Triathlon und der International Powerman Association (IPA) beauftragt, abzuklären, ob allenfalls eine andere Trägerschaft «einspringen» kann.

Den Verbänden geht es vor allem darum, auch unter den erschwerten Bedingungen, Wettkampfsport in sicherem Rahmen und unter Anwendung der geltenden Richtlinien durchführen zu können. «Ich bin in Kontakt mit Swiss Triathlon und der ebenfalls in Zofingen beheimateten International Powerman Association, dem Organisator der Powerman-Serie», erklärt Stefan Ruf, «ich hoffe natürlich, dass wir eine Möglichkeit finden werden.»

Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte Stefan Ruf auf die Unterstützung der Verbände bauen, er möchte aber am liebsten auf seine eingespielte Crew und die langjährigen Partner zurückgreifen: «Ich würde natürlich auch verstehen, wenn sich jemand, aus welchen Gründen auch immer, dagegen entscheidet.»

Auch am Ablauf des Powerman-Wochenendes soll sich möglichst wenig ändern. «Selbstverständlich würden wir uns aber der aktuellen Situation anpassen und sämtliche Vorgaben des Bundes befolgen», verspricht Stefan Ruf.

Eine Anpassung des Programms ist sicher nötig

Vom geplanten Ausbau des Powerman-Samstags und der Durchführung des gewohnten Rahmenprogramms sieht man in Zofingen definitiv ab, ein WM-Rennen sollte es aber selbst dann geben, wenn die Einreise aus gewissen Ländern nicht gestattet wäre. Ganz nach dem Motto: «Lieber ein Rennen in abgespeckter Form als gar kein Rennen.»

Da bis zum 20. September aber noch einige Wochen ins Land gehen und sich die Situation bis dahin wieder deutlich – ob in positiver oder negativer Richtung – verändern kann, sind Prognosen praktisch unmöglich zu machen. «Vielleicht gibt es schon nächste Woche Gründe, die eine Durchführung definitiv verunmöglichen», weiss Stefan Ruf.

Die Startliste der geplanten Austragung 2020 bleibt bis auf weiteres bestehen und die Registrierung ist weiterhin geöffnet. «Sollte das diesjährige Rennen letztlich doch nicht durchgeführt werden können, werden die Startplätze auf 2021 übertragen», erklärt Stefan Ruf.

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