Cross Baden

Weshalb sich die Radquer-Fans trotz Corona freuen dürfen

In diesem Jahr ohne Festzelt: Das Radquer auf der Baldegg.

In diesem Jahr ohne Festzelt: Das Radquer auf der Baldegg.

Trotz zahlreicher Hindernisse im Zuge der Corona-Pandemie geht das Radquer in Baden am Wochenende zum zehnten Mal über die Bühne. Die Zuschauer müssen dabei auf viel Gewohntes verzichten. Für einmal steht nur der Sport im Mittelpunkt des Interesses.

Immerhin meint es Petrus gut mit den Organisatoren. Wenn am Wochenende auf der Badener Baldegg das Radquer über die Bühne geht, dann dürfte gemäss Wetterprognose strahlender Sonnenschein bei sommerlichen Temperaturen herrschen. Vorher könnte allerdings noch die eine oder andere Nebelschwade über das Wettkampfgelände wabern. Dieser Ausflug in die Meteorologie steht sinnbildlich für das, was in den vergangenen Monaten und Wochen rund um den sportlichen Grossanlass im Kanton Aargau passiert ist. Viel stochern und herumirren im (Corona-)Nebel. Ein paar scheue Sonnenstrahlen als Hoffnungsschimmer. Und schliesslich der Sonnenschein in seiner ganzen Pracht. Eine Sportveranstaltung, die auf der Kippe stand, geht nun – allen Widerständen zum Trotz – doch über die Bühne.

Von den Hindernissen nicht beirren lassen

Dass es so weit kommt, ist dem Badener OK rund um Präsident Christian Rocha zu verdanken. Die Radsport-Afficionados, die das Radquer auf der Baldegg vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben hatten, liessen sich von allen Hindernissen im Zuge der Corona-Pandemie nicht beirren und haben es dank ihrer Kreativität und ihrer Hartnäckigkeit geschafft, dass sich am Samstag und am Sonntag Hunderte von Sportlern und zahlreiche Zuschauer zum Cross-Spektakel auf Badens Hausberg treffen werden.

Klar: Es wird eine besondere Ausgabe sein, die von ihren Vorgängerinnen unterscheiden wird. Die Corona-Thematik ist omnipräsent und sorgt dafür, dass Vieles nicht im gewohnten Rahmen stattfinden wird. Die Wettkämpfe finden erstmals an zwei Tagen verteilt statt. Es wird kein Festzelt und kaum Aussteller geben. Das Stelldichein der Radsport-Freunde wird heuer um einiges weniger familiär als gewohnt ausfallen. «Das neue Konzept mit einen detaillierten Schutzkonzept und einer limitierten Anzahl an Zuschauern stellt den Sport in den Vordergrund. Ausnahmsweise muss das viele ‘Drumherum’ hinten anstehen.», erklärt Christian Rocha.

Alle Kategorien mit einer Startmöglichkeit

Auch darum war es den Organisatoren wichtig, allen Kategorien eine Startmöglichkeit zu geben. Deshalb wurden die Wettkämpfe entflochten und auf zwei Tage verteilt, um die Menschenmassen besser kontrollieren zu können. Neu eröffnen nun die Kinderrennen den Samstagnachmittag, gefolgt vom ersten grossen Radquerrennen der Kategorie Amateure/Masters. Die restlichen Lizenzkategorien treten am Sonntag an.

Dass die Corona-Pandemie die Sportwelt monatelang lahmlegte, merkt man auch daran, dass sich das Teilnehmerfeld der Elite-Rennen sehr gut liest. Aus der Schweiz sind die besten Quer-Cracks am Start, dazu noch einige prominente Vertreter aus der Mountainbike-Szene. Auch aus dem Ausland haben sich ein paar starke Fahrer angemeldet, allen voran drei belgische Spitzenleute. Apropos Belgien: Es hätte nicht viel gefehlt, und eine ganze Armada von belgischen Weltklasse-Quer-Spezialisten wäre in Baden an der Startlinie gestanden. Aber offene Fragen punkto Quarantäne und Reiseauflagen haben letztlich viele Athleten wieder abgeschreckt.

Viele Fragen, wenig Antworten

Sowieso – die Fragen: Mit denen wurde das OK um Christian Rocha in den letzten Wochen geradezu überschwemmt. Das Problem dabei: Auf viele dieser Fragen gab und gibt es keine eindeutigen Antworten. Auch deshalb wird das Rennwochenende trotz des sonnigen Wetters für Rocha und Co. einem Gang durch nebliges Terrain gleichen. Man weiss nicht genau, was einen erwartet. Dank der Schutzmassnahmen sind die Organisatoren jedenfalls überzeugt, dass auch die Jubiläumsausgabe in einen speziellen, aber trotzdem würdigen Rahmen über die Bühne gegen wird.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1