Regio League

«Wir wissen, dass sie sich verstärkt haben» – Stars wollen auf Reinacher Kampfansage antworten

Das Derby zwischen den Red Lions Reinach und den Argovia Stars dürfte in dieser Saison noch spannender werden.

Das Derby zwischen den Red Lions Reinach und den Argovia Stars dürfte in dieser Saison noch spannender werden.

In der 1. Liga der Eishockeyaner steht das erste Derby der neuen Saison vor der Tür: Am Mittwochabend gastieren die Argovia Stars bei den Red Lions Reinach. Die Affiche könnte dabei noch umkämpfter werden, als in der vergangenen Saison.

Es ist eine Ansage zum Saisonstart: Während die Red Lions Reinach auf den beeindruckenden 8:6-Sieg gegen Ligaschwergewicht EHC Wetzikon zwei weitere Siege folgen liessen, gewannen auch die Argovia Stars drei von vier Partien. Nun treffen die beiden am kommenden Mittwochabend (20.15 Uhr) ambitioniertesten Aargauer Eishockeymannschaften in Reinach aufeinander. 

Raphael Zahner, Coach der Red Lions Reinach, steht mit gemischten Gefühlen vor dem Derby da. Einerseits kann er sich froh schätzen, dass sein Team 8 Punkte in fünf Partien sammeln konnte, andererseits war die deutliche 1:6-Klatsche zuletzt gegen den EHC Burgdorf keine mentale Bereicherung: «Wir hatten jetzt fünf Partien gegen Teams, die im Vorjahr unter den Top 6 waren. Wer erwartet da schon Punkte? Dementsprechend bin ich schon sehr zufrieden, auch wenn die letzte Niederlage in dieser Deutlichkeit schon schmerzt.» 

Reinach-Trainer Raphael Zahner hat gemischte Gefühle vor der Partie gegen den Kantonsrivalen.

Reinach-Trainer Raphael Zahner hat gemischte Gefühle vor der Partie gegen den Kantonsrivalen.

«Auch die Stars müssen irgendwann wieder verlieren»

Dass nach diesem Dämpfer nun mit den Argovia Stars der Leader am Mittwochabend in Reinach gastiert, schüchtert Zahner jedoch keineswegs ein: «Klar, sie gehen als Favorit in diese Partie, schliesslich haben sie noch keine Partie in der regulären Spielzeit verloren. Aber unsere Duelle waren zuletzt immer sehr knapp und umkämpft. Auch die Stars müssen irgendwann wieder verlieren.»

Dass die Reinacher bereits in der vergangenen Saison das erste Derby zuhause für sich entscheiden konnten, spielt für Zahner allerdings keine Rolle: «Der letzte Sieg ist schon lange her, inzwischen hat sich die halbe Mannschaft verändert.» 

Um an den Erfolg der letzten Spielzeit anzuknüpfen ist die Devise bei Zahner klar: «Wenn wir ihre Paradelinie mit Pascal Wittwer in den Griff bekommen, dann sind unsere Siegeschancen intakt.»

Reinach möchte die Paradelinie der Stars mit Pascal Wittwer in Schach halten.

Reinach möchte die Paradelinie der Stars mit Pascal Wittwer in Schach halten.

Für das erste Derby hofft Zahner auf Unterstützung zahlreicher Fans in der Kunsteisbahn Oberwynental. Beim letzten Aufeinandertreffen in Reinach besuchten rund 400 Zuschauer das Spiel zwischen den Red Lions und den Stars. Dass es aus coronabedingten Gründen nicht mehr so viele sein werden, ist dem Coach durchaus bewusst: «Wir hatten bei den zwei bisherigen Heimpartien knapp 150 Zuschauer. Wenn wir jetzt die 200er-Grenze knacken, bin ich zufrieden. Die Gemeinde Reinach hat dafür sogar extra alle Einwohner kostenlos ans Spiel eingeladen.»

«Wollen die Nummer 1 im Kanton verteidigen»

Auch in Aarau sind die Erwartungen an das kommende Derby gross: «Wir wollen die Nummer 1 im Kanton verteidigen. Sie haben eine Kampfansage vor der Saison gemacht, nun haben wir die Gelegenheit darauf zu antworten», betont Stars-Trainer Roger Gerber. 

Trainer Roger Gerber ist mit seinen Stars hervorragend in die neue Saison gestartet.

Trainer Roger Gerber ist mit seinen Stars hervorragend in die neue Saison gestartet.

Ähnlich wie bei den Red Lions bot das vergangene Wochenende bei den Stars wenig Anlass zu Freude. Zwar gab es keine Niederlage, doch die Partie gegen den HC Prättigau-Herrschaft wurde wegen Corona-Fällen beim Gegner abgesagt. «Schade, dass wir nicht spielen konnten. Unsere letzte Partie ist schon elf Tage her. Ich hoffe, wir konnten unsere gute Form konservieren.»

Schlechtes Mindset in der letzten Saison

Obwohl seine Mannschaft als Tabellenführer durchaus mit erhobener Brust nach Reinach reisen darf, wählt Gerber mahnende Worte vor der Partie: «Wenn wir das Gefühl haben, dass das Spiel ein Selbstläufer wird, dann wird es für uns brandgefährlich. Dieses Mindset hatten wir auch schon bei der ersten Niederlage der vergangenen Saison.»

In der vergangenen Saison konnten die Stars zwei von drei Direktduellen gegen die Red Lions für sich entscheiden.

In der vergangenen Saison konnten die Stars zwei von drei Direktduellen gegen die Red Lions für sich entscheiden.

Wie gefährlich die Red Lions nämlich sein können, hat man bei den Stars bereits nach dem ersten Spieltag registriert: «Der 8:6-Sieg gegen den EHC Wetzikon liess uns aufhorchen. Wenn du gegen dieses Schwergewicht acht Tore erzielen kannst, dann hast du in der Offensive viel Qualität.»

Verstecken müssen sich die Stars deswegen jedoch nicht: «Wir spielen noch härter als in der vergangenen Spielzeit, das Team setzt ausserdem meine taktischen Anweisungen hervorragend um. Man merkt, dass die Jungs langsam wissen, was ich für ein System spielen möchte», betont Coach Gerber, der sich bei den Stars im zweiten Vertragsjahr befindet. 

Auch wenn die Red Lions seiner Mannschaft gerne die Favoritenrolle zuschieben, so rechnet Gerber mit einer 50-zu-50-Angelegenheit. «Wir wissen, dass sie sich massiv verstärkt haben. Das Duell könnte umkämpfter denn je werden.»

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