AFV

«Wir wollen möglichst vorsichtig sein»: AFV empfiehlt kein Hallentraining

Junioren unter 16 Jahren dürften weiterhin trainieren, der AFV empfiehlt jedoch, dass die Vereine darauf verzichten.

Junioren unter 16 Jahren dürften weiterhin trainieren, der AFV empfiehlt jedoch, dass die Vereine darauf verzichten.

Der Fussball im Aargau steht nach den verschärften Massnahmen still. Ausgenommen sind einzig die Profis und Junioren/Juniorinnen unter 16 Jahren. Der Aargauische Fussballverband empfiehlt seinen Klubs jedoch, den Betrieb vorübergehend komplett einzustellen.

Zweieinhalb Monate nach dem Start der 2. Liga AFV herrscht im Aargauer Amateurfussball wieder Ernüchterung. Der Bundesrat hat bei seiner Pressekonferenz bekanntgegeben, dass Kontaktsportarten im Amateurbereich bis auf weiteres verboten sind.

Damit dürfen auch zum ersten Mal seit Mai keine Trainings mehr stattfinden. Im AFV sind rund 18'000 lizenzierte Spieler aus 85 Vereinen davon betroffen. Auch die beiden Erstligisten FC Baden und FC Wohlen sowie die Vertreter der 2. Liga inter müssen den Betrieb einstellen.

Der FC Baden verabschiedet sich vorzeitig in die Winterpause.

Der FC Baden verabschiedet sich vorzeitig in die Winterpause.

«Dürfen uns nicht beklagen»

Überrascht vom Entscheid ist Geschäftsführer Hannes Hurter nicht: «Wir mussten mit diesen Massnahmen rechnen. Wir schätzen uns sogar eher froh, dass wir 98% der Partien durchgebracht haben. Wenn ich da an andere Verbände denke, dürfen wir uns nicht beklagen.»

Die 2. Liga AFV konnte fast die komplette Herbstrunde absolvieren.

Die 2. Liga AFV konnte fast die komplette Herbstrunde absolvieren.

Und dennoch blutet auch beim AFV das Herz: «Es schmerzt, dass jetzt gar nicht mehr gekickt werden darf. Voraussichtlich werden wir die Hallensaison aussetzen müssen.»

«Gehen davon aus, dass wir mit der Saison durchkommen werden»

Gemäss Hurter empfiehlt der AFV auch, dass die Vereine auf das Training mit den Junioren unter 16 Jahre verzichten, obwohl dies noch erlaubt wäre. «Wir wollen möglichst vorsichtig sein, um unseren Teil beizutragen, dass wir möglichst schnell und glimpflich wieder aus dieser Situation rauskommen. Beim Training in der Halle herrscht jeweils reger Betrieb. Genau das wollen wir unterbinden.»

Der Verband steht nun vor administrativen Herausforderungen: In der 2.- und 3. Liga sollen die restlichen Partien der Herbstrunde noch vor Beginn der Frühjahrsrunde absolviert werden. Auch die sportlich relevanten Spiele der 4. Liga möchte der AFV nachholen. «Es wird zu Verschiebungen kommen. Aber wir gehen davon aus, dass wir mit der Saison bis zum Juni durchkommen werden. Nicht zuletzt, weil uns die Entwicklung im vergangenen Frühling etwas Zuversicht gibt.»

Meistgesehen

Artboard 1