Bereits nach acht Spielminuten schien die Lage aussichtslos für den FC Wohlen. Chef Eric Tia in der sechsten Minute sowie David Mistrafovic nur zwei Minuten später hatten die Gastgeber früh auf die vermeidliche Siegerstrasse gemacht. Denn auch in den darauffolgenden dreissig Minuten dominierten die Luzerner die Partie klar. Aus Wohler Sicht konnte man sich bei Torhüter Olivier Joss sowie der Glücksgöttin Fortuna bedanken nicht höher in Rückstand geraten zu sein.

Ab der 40. Minute jedoch liess die Leistungsstärke der jungen Luzerner Mannschaft etwas nach, sodass Thomas Schiavano quasi mit dem Pausenpfiff den bis dahin doch überraschenden Ausgleich für den FC Wohlen erzielen konnte und die Situation somit etwas entspannen konnte

Trainer Thomas Jent schickte sein Team dann früh aus der Pause aus der Kabine zurück auf den Rasen. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn plötzlich übernahmen die Gäste das Spieldiktat und erspielten sich gute Torchancen. Der folgerichtige Ausgleich durch Davide Giampa fiel dann auch in der 53. Spielminute. Ein sehenswerter Treffer aus rund 18 Metern.

Kein hochklassiges Spiel – Trotzdem verdient

Das junge Luzerner Team schien sichtlich geschockt durch den plötzlichen Offensivdrang des FC Wohlen und fing sich nur acht Minuten später das 2:3. Ronny Minkwitz hatte sich auf der rechten Seite energisch durchgesetzt und mit letzter Kraft den im Zentrum stehenden Giampa gefunden. Auch dieser setzte sich stark gegen seinen Gegenspieler durch und konnte seinen zweiten Torerfolg des Tages feiern.

Im Anschluss entwickelte sich eine immer intensivere, aggressivere und ansehnlichere Partie. Luzern erholte sich von dem Schock, eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben zu haben, und setzte noch einmal alles daran doch noch den Ausgleich zu erzielen. Wiederum konnte sich Olivier Joos im Tor der Wohler auszeichnen. Dennoch benötigten die Freiämter das Glück des tüchtigen, als der Ball rund zehn Minuten vor Abpfiff den Pfosten am Gästegehäuse touchierte.

Die Wohler Hintermannschaft stand jedoch, auch dank des in der Pause eingewechselten Youngsters Nicolas Künzli, in der zweiten Hälfte wesentlich sicherer, sodass auch eine Hinausstellung des unermüdlich die Flügel beackernden Thomas Schiavano in der Nachspielzeit nichts mehr am Ergebnis änderte.

Wohlen zeigte kein hochklassiges Spiel, zeichnete sich aber durch mentale Stärke und unbändigen Siegeswillen aus. Trotz eines 0:2-Rückstandes und einer desolaten ersten Hälfte liess sich das Team nicht aus der Ruhe bringen und sichert sich somit auch verdientermassen einen wichtigen Auswärtsdreier.